UHC Alligator Malans

Derbysieg im Nachsitzen

Ein torarmes, aber spannungsreiches Spiel in der Churer Gewerbeschule endet mit einem 3:2 Auswärtssieg der Alligatoren. Einem Kellerduell angemessen wurden die Räume eng gemacht, die Zweikämpfe verbissen geführt. Ein moralisch wichtiger Sieg, hält er die Alligatoren doch weiterhin im Playoffrennen.

von Thomas Rentsch / UHC Alligator Malans, Foto: Andreas Bass

Beinahe hätten sich die Herrschäftler die volle Punktausbeute gesichert und eine der wenigen Undiszipliniertheiten der Hauptstädter ausgenutzt. Marcel Stucky wurde für ein Stockvergehen in der 59. Minute auf die Strafbank geschickt, in Überzahl verhinderte Christoph Reich im Churer Tor mit einem Bigsave jedoch den Herrschäftler Siegesjubel. In der Verlängerung brachte ein Alligatoren-Klassiker den Zusatzpunkt: Kevin Berry drehte sich in der eigenen Zone aus, fand viel Raum in der Vorwärtsbewegung und platzierte den Querpass präzise auf Remo Buchlis Schaufel, der direkt einnetzte.

Die Malanser Absenzenliste auch heute lang und gewichtig, zu den Langzeitverletzten Schnell und Capatt gesellten sich zuletzt Veltsmid, Rohner und Ujhelyi (Saisonende). Rechtsausleger-Mangellage also einmal mehr, Camenisch rückte wie schon mehrmals in dieser Saison in eine offensivere Rolle, Jamie Britt spielte auch in Überzahl. Im ausgeglichenen und kampfbetonten Spiel hatte Malans ein deutliches Chancenplus, scheiterte aber im Abschluss teilweise kläglich. Chur kam nach Malanser Fehlern zu Möglichkeiten, Oscar Agnarsson im Alligatoren Tor zeigte aber ein Top-Spiel und scheint im Team auch spielerisch angekommen zu sein. Erste Aufregung in der Schlussminute des Mitteldrittels, als Chur durch Leon Schlegel im Konter in Führung gehen konnte. Joel Friolets Energieanfall ermöglichte den Ausgleich mit der Pausensirene.

Offenere Visiere beider Teams im dritten Abschnitt, aber immer noch wenig Torszenen, enge Räume in beiden Slots. Mathias Störi erkämpfte sich den nötigen Raum in der 46. Minute und bediente Florian Tromm, der seine starke Defensivleistung für einmal auch mit einem Tor belohnte. Sechs Minuten später Mike Jäger mit einem Lattenschuss, im Gegenzug unsäglich freie Bahn für den Churer Topskorer Aaro Helin, der satt unter Agnarssons Latte zum Ausgleich traf. So ging das Bündner Kellerderby mit einer Punkteteilung in die Verlängerung, mit dem glücklicheren Ende für das besser klassierte Team.

Als Beigeschmack bleibt, dass das Bündner Derby vor allem aus der glorreichen Vergangenheit Kraft zieht. Die Aktualität beider Teams steht nicht mehr für dominantes Spiel, ist von Vorsicht und Fehlervermeidung geprägt. Für die Alligatoren bleibt zumindest Rang acht in Reichweite, nach einer kurzen Pause geht es am 11./12. Februar in die zwei letzten Qualifikationsrunden.

 

Chur Unihockey – UHC Alligator Malans 2:3 n.V. (0:0, 1:1, 1:1, 0:1)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. 695 Zuschauer. SR Anderegg/Röder.
Tore: 39. L. Schlegel (T. Nussle) 1:0. 40. J. Friolet (C. Camenisch) 1:1. 46. F. Tromm (M. Störi) 1:2. 52. A. Helin (M. Jung) 2:2. 68. R. Buchli (K. Berry) 2:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Agnarsson; Störi, Tromm; Berry, Backström; Obrecht, R. Schubiger; Friolet, Camenisch, H. Braillard; D. Hartmann, Britt, Buchli; V. Schubiger, Holenstein, Jäger.
Ersatz: Breu; T. Braillard, Flütsch, M. Hartmann, Schmid.
Verletzt: Rohner, Veltsmid, Ujhelyi, Capatt, Schnell.

 

Bestplayer: Florian Tromm für Alligator Malans, Christoph Reich für Chur Unihockey.

Harter Kampf, schmaler Lohn

Alligator Malans verliert das wichtige Spiel gegen Waldkirch-St Gallen mit 5:6 n.V. Die Mittwochabendpartie bot stimmungsvollen und hochwertigen Sport, eine volle Punktausbeute der Alligatoren wäre nicht gestohlen gewesen.

von Thomas Rentsch / UHC Alligator Malans

Nach 66 Spielminuten wurde Remo Buchli vom St. Galler Tino von Pritzbuer überlaufen und wehrte sich regelwidrig mit einem Stockschlag. Eine zulässige, aber im Massstab des Abends eher streng gepfiffene Strafe. Pablo Mariotti besorgte in Überzahl den Zusatzpunkt für die Gäste. Dies, nachdem sich die Alligatoren im Spielverlauf mehrmals aufraffen konnten und den missratenen Einstieg ins Spiel wettmachen konnten.

Die Alligatoren starteten albtraumhaft ins Spiel, nach 12 Spielminuten wurde Torhüter Sandro Breu nach dem dritten Gegentreffer durch Oscar Agnarsson ersetzt. Die Gäste waren dank drei einfachen Toren voll in Fahrt, das Heimteam unsortiert, nicht präsent. Nach dem Torhüterwechsel gelang es, etwas Härte ins Spiel zu bringen und prompt ergaben sich Torchancen. Harry Braillard mit einem Ablenker und der formstarke Jamie Britt im Nachschuss brachten zur 19. Minute Stimmung in die Halle. Die St. Galler Reaktion folgte jedoch auf dem Fuss, die Brüder Schiess kombinierten sich noch vor der Pause schwungvoll zum 2:4.

Im Mittelabschnitt starteten die Alligatoren mit aggressiverem Pressing. Das Bündner Spiel gewann damit an Härte und Tempo, der Ball lief vorwiegend in der Zone der Gäste. Zehn Minuten später trug die kluge Spielanlage erste Früchte, Kevin Berry traf präzis aus der Distanz. Die Zweikampfstärke der Hausherren war in dieser Phase beeindruckend, exemplarisch der Ausgleich durch Romano Schubiger, der sich durch die Gästeabwehr rackerte, bis der Ball im Tor lag. Mit der Härte wurden nun auch erste Strafen ausgesprochen, wobei sich dies für Alligator nicht auszahlte. Dank einem Shorthander ging Waldkirch in der 41. Minute wieder in Führung. Das Spiel bot nun Spektakel, Härte, Emotionen. Remo Buchli gelang schliesslich in der 54. Minute der hart erarbeitete Ausgleich.

Der gewonnene Punkt ist gemessen an der Ausgangslage zu wenig, könnte aber im Playoffrennen dennoch wichtig sein. Erfreulich aus Malanser Sicht, dass es wieder einmal gelang, einem starken Gegner sein Spiel aufzuzwingen. Eine gute Figur machten dabei die U21-Spieler Bäckstrom, Britt und Störi, die viel Schwung ins Team brachten.

Am kommenden Samstag stehen die Alligatoren im Derby endgültig unter Zugzwang. Spielbeginn 19:00 Uhr, Gewerbeschule Chur.

 

UHC Alligator Malans – Waldkirch-St. Gallen 5:6 n.V. (2:4, 2:0, 1:1, 0:1)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 336 Zuschauer. SR Ambühl/Brechbühler.
Tore: 3. M. Schiess (S. Schiess) 0:1. 7. M. Zahner (A. Zellweger) 0:2. 12. Ro. Chiplunkar (A. Zellweger) 0:3. 18. H. Braillard (C. Flütsch) 1:3. 19. J. Britt (D. Hartmann) 2:3. 19. M. Schiess (S. Schiess) 2:4. 30. K. Berry (J. Britt) 3:4. 36. R. Schubiger (H. Braillard) 4:4. 42. A. Veteläinen (S. Moser) 4:5. 54. R. Buchli (C. Camenisch) 5:5. 68. P. Mariotti (M. Schiess) 5:6.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen.

Alligator Malans:  Breu; Camenisch, Tromm; Flütsch, R. Schubiger; Berry, Backström; V. Schubiger, Rohner, M. Hartmann; Holenstein, Friolet, H. Braillard; D. Hartmann, Britt, Buchli.
Ersatz: Agnarsson; Obrecht, Störi, Jäger, Schmid.
Verletzt: T. Braillard, Veltsmid, Ujhelyi, Capatt, Schnell.

Waldkirch St. Gallen: Genhart; Mittelholzer, S. Schiess; von Pritzbuer, Anghern; Zellweger, Holenstein; M. Schiess, Ra. Chiplunkar, Mariotti; Moser, Vetelainen, Kivioja; Ro. Chiplunkar, Stingelin, Zahner.
Ersatz: Wagner; Schwizer, Tobler, Wellauer, Odermatt, Gross.

Bestplayer: Stefan Schiess für Waldkirch St. Gallen, Oscar Agnarsson für Alligator Malans.

Alligator Malans wahrt mit wichtigem Sieg Chance auf den letzten Playoffplatz

Das Team aus der Bündner Herrschaft gewinnt die so wichtige Sonntagspartie gegen Basel mit 5:2. Dan Hartmann konnte sich als Doppeltorschütze auszeichnen lassen. Auch Sandro Breu wusste zu überzeigen und liess die Gegenspieler reihenweise verzweifeln. 

von Stefan Bosshard / UHC Alligator Malans

Nur noch fünf Spieltage gilt es zu absolvieren. Der Kampf um den letzten Playoffplatz setzte die beiden heutigen Teams gehörig unter Druck. Mit diesem wichtigen Sieg konnte Alligator Malans mit Floorball Thurgau und dem heutigen Gegner Unihockey Basel Regio punktemässig wieder gleichziehen. Die Chance für das Erreichen der Playoffs bleibt weiterhin intakt. Bei einer Niederlage wäre der Rückstand auf den letzten Playoffplatz auf sechs Punkte angewachsen.

Wollten sich die Alligatoren vorerst aus der aktuell misslichen Lage befreien, so musste ein Sieg her. Basel ihrerseits benötigte den Sieg, um mehr Luft im Playoffkampf zu erhalten. Und so traten die beiden Teams zu Beginn des Spiels auch verhalten auf. Beide Mannschaften versuchten, den Spielaufbau und den Ball zu kontrollieren und das Risiko so minimal wie nötig zu halten. In der 12. Spielminute musste Patrick Krähenbühl wegen Blockieren des Stockes eine Strafe absitzen. Die Chance für die Malanser, in Front zu gehen. Und diese Möglichkeiten liessen sie auch nicht verstreichen. Lediglich 23 Sekunden dauerte das Überzahlspiel. Der Ball lief direkt und wunderbar an den gegnerischen Verteidigern vorbei. Kevin Berry spielte den idealen Querpass auf den im Slot freistehenden Dan Hartmann, welcher nur noch einschieben musste. Beinahe im direkten Gegenangriff wurde Erin Degen alleinstehend vor Sandro Breu lanciert. Doch der Malanser Schlussmann, welcher überraschend das Vertrauen von Akseli Ahtiainen erhielt, wusste zu überzeugen und behielt seine Mannschaft immer wieder mit starken Paraden im Spiel.

Effizientes Powerplay der Alligatoren

Die beiden Coaches sprachen ihren Spielern wohl mehr Mut für Risiko zu. Denn das Mitteldrittel verzeichnete einen Schlagabtausch mit guten Abschlussmöglichkeiten. Die beiden Schlussmänner konnten sich dabei immer wieder auszeichnen. Auf Seiten der Heimmannschaft spielte die Linie mit Nationalmannschaftsspieler Patrick Mendelin, Yannick Lindroos und dem Finnen Toni Rintala immer wieder gefährlich auf. Doch waren es die Gäste, welche mit einem schnellen Konter ihre Farben erneut jubeln lassen konnten. Breus schneller Auswurf fand Jamie Britt, welcher den Ball in den Slot spielte wo einmal mehr Dan Hartmann stand. Hartmann löste sich von seinem Gegenspieler und erkämpfte sich diesen Treffer redlich. Ein Lob galt es auch dem jungen Britt auszusprechen, welcher immer wieder mit schnellen Angriffen seine Gegenspieler stehen liess. Doch nur kurze Zeit später konnten die Basler den so wichtigen Anschlusstreffer erzielen. Lukas Moser konnte in der eigenen Hälfte zum Sololauf starten und schob den Ball Backhand an Breu vorbei in die Maschen. Mike Jäger und Romano Schubiger nahmen hier die Rolle der Zuschauer ein und liessen den Basler gewähren.

Eine Unachtsamkeit der Basler sorgte dafür, dass eben dieser Jäger zusammen mit Harry Braillard alleine auf den gegnerischen Schlussmann losstürmen konnten. Doch ging Christian Coray mit einer guten Parade als Sieger des Duells heraus. Dies hätte einen weiteren Treffer geben müssen. Die Alligatoren zeigten Moral und spielten physisch sehr präsent. Eine weitere Unachtsamkeit ergab ein erneutes Überzahlspiel für die Bündner Herrschäftler. Gian Mühlemann sass eine Strafe für seine Mannschaft ab, welche zuviele Spieler auf dem Feld hatten. Und auch diese Möglichkeit wurde eiskalt ausgenutzt. Remo Buchli kam an den Ball und schlenzte diesen mit einem satten Schuss in den Winkel. Kurz vor Drittelspause dezimierten sich die Malanser selbst, da auch die Alligatoren zu viele Spieler auf dem Feld hatten. Die Basler konnten diese Chance zum Anschlusstreffer jedoch nicht ausnutzen.

Die Basler mussten im Schlussdrittel mehr riskieren und setzten auf ihre Offensive. Alleine Rintala hätte mit seinen vier Grosschancen seine Mannschaft wieder heranführen können, wenn nicht sogar müssen. Doch gab es auch hier kein Vorbeikommen an Breu. Eine Einzelleistung sorgte für den Ausbau der Gästeführung. Berry erkämpfe sich in der eigenen Hälfte den Ball. Nach einem Doppelpass mit Britt stand er vor Coray und lupfte den Ball an diesem vorbei zur Dreitoreführung. Das Heimteam zeigte Moral und gab sich noch nicht geschlagen. Mendelin bediente Dennis Kramer, welcher mit seinem Anschlusstreffer eine spannende Schlussphase lancierte. Bereits fünf Minuten vor Spielende wurde Coray durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt. Die Basler setzten alles auf eine Karte. Doch Niklas Laurila foulte Berry und fand sich dafür auf der Strafbank wieder. Welch ein Bärendienst er mit dieser Aktion seiner Mannschaft leistete. Und auch dieses Überzahlspiel wurde ausgenutzt. Die Malanser wussten nicht nur im Powerplay zu überzeugen. Damian Rohner reagierte am schnellsten und erwischte Coray in der nahen Ecke zum 2:5 Schlussresultat.

Die Alligatoren zeigten Moral und gewinnen verdient Auswärts gegen Unihockey Basel Regio. Drei Treffer in Überzahl, Dan Hartmann als Doppeltorschütze und ein starker Sandro Breu zwischen den Pfosten konnten sich auszeichnen lassen. Für beide Teams gibt’s nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Bereits am Dienstag gastieren die Basler in Zug. Einen Tag später, am Mittwoch, empfängt Malans zuhause Waldkirch-St. Gallen zum nächsten Endspiel. Auch dann sind drei Punkte Pflicht, um die Chance auf den letzten Playoffplatz zu wahren.

 

Unihockey Basel Regio – UHC Alligator Malans 2:5 (0:1, 1:2, 1:2)
Pfaffenholz Basel, 435 Zuschauer; SR Y. Bühler / J. Bühler
Tore: 12:06 D. Hartmann (Berry, PP) 0:1, 28:23 D. Hartmann (Britt) 0:2, 30:16 Moser (Schwob) 1:2, 37:13 Buchli (Berry, PP) 1:3, 52:30 Berry (Britt) 1:4, 54:35 Kramer (Mendelin) 2:4, 58:09 Rohner (Buchli, PP) 2:5
Strafen: 3 x 2 Min. / 1 x 2 Min

Unihockey Basel Regio: Coray; Wahl, Plozza, Kramer, Frutschi, Schwob, Meier, Moser, Mühlemann; Tschan, Krähenbühl, Chrétien, K. Kurth, Mendelin, Lindroos, Laurila, Rintala, Degen, T. Kurth
Ersatz: Feigenwinter, Bohrer

UHC Alligator Malans: Breu, R. Schubiger, Camenisch, Tromm, Berry, Flütsch; Holenstein, M. Hartmann, V. Schubiger, Friolet, Jäger, Buchli, D. Hartmann, H. Braillard, Backström, Britt
Ersatz: Bardill, Agnarsson, Obrecht

Bestplayer: Patrick Krähenbühl für Unihockey Basel Regio, Sandro Breu für UHC Alligator Malans

Spielfreudige Rychenberger zeigen Alligatoren Grenzen auf

Alligator Malans verliert gegen den HC Rychenberg mit 2:7. Spielfreudige und energiegeladene Rychenberger zeigten bemühten, aber schlecht sortierten Alligatoren die Grenzen auf. Der neu verpflichtete Schlussmann im Malanser Tor, Oscar Agnarsson, erlebte dabei einen frustrierenden Einstand.

von Thomas Rentsch / UHC Alligator Malans

Den Gästen aus Winterthur gelangen im Startdrittel zwei einfach herausgespielte Tore. Mit schwachem Stellungsspiel in der Abwehr bereiteten die Alligatoren ihrer Neuverpflichtung im Tor ein unerfreuliches Willkommen. Der HCR machte das Spiel, zeigte Laufbereitschaft, funktionierendes Zusammenspiel und wirkte mit viel Energie, während Malans nur zeitweise offensiv gefährlich wurde und das Startdrittel verschlief.

Wenig spielerische Höhepunkte auch im Mittelabschnitt, wo erst ein albtraumhafter Stockfehler den Winterthurern den dritten Treffer ermöglichte. Ein Doppelschlag verhalf den Alligatoren zumindest resultatmässig zurück ins Spiel: in der 28. Minute lancierte Kevin Berry Lukas Ujhelyi im Konter, eine Minute später war es ein Traumpass von Berry zu Dan Hartmann, der formschön zum 2:3 für seine Farben traf. Spielentscheidende Situationen dann kurz vor und nach der zweiten Pause: In der 40. Minute zeigte der HCR eine blitzschnelle Kombination, die Claudio Mutter wuchtig zum 2:4 versenkte. Noch keine Minute war im Schlussdrittel gespielt, als die Gäste mit einem erneut schnellen Direktspiel die Alligatorenabwehr demontierten: Pascal Kern machte mit dem 2:5 die Bündner Hoffnungen zunichte. Zwar versuchte das Heimteam mittels aufopfernden Kampfes ins Spiel zurückzufinden – die wütenden Offensivaktionen wurden vom Rychenberger Torhüter und Best Player Luca Locher zunichte gemacht. Und einmal in Ballbesitz agierten die Winterthurer dominant und ballsicher, erspielten sich zwei weitere Treffer zum Schlussresultat.

Für Oscar Agnersson war es nach einer langen Verletzungspause ein schwieriger Start in einem neuen Umfeld. Mit einigen starken Saves im Schlussabschnitt zeigte der schwedische Hüne, dass er über Können verfügt. Für die Alligatoren bleibt ein bitterer Realitätsbezug: Teams aus der vorderen Tabellenhälfte liegen zurzeit nicht in Reichweite. Mit Basel und Thurgau haben zwei direkte Konkurrenten für den verbleibenden Playoffplatz drei Punkte Vorsprung, beide stehen den Alligatoren in der Qualifikation noch direkt gegenüber.

Die nächsten Spiele entscheiden über Sein oder Nichtsein im Playoffrennen. Nächsten Sonntag geht die Reise nach Basel (17:00 Uhr, Livestream), am Mittwoch, 25.01.23 findet um 20:00 Uhr das nächste Heimspiel gegen Waldkirch St. Gallen statt.

 

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 2:7 (0:2, 2:2, 0:3)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 284 Zuschauer. SR Schuler/Sprecher.
Tore: 3. M. Krebs (T. Aeschimann) 0:1. 14. L. Conrad (N. Püntener) 0:2. 25. K. Oesch (C. Mutter) 0:3. 28. L. Ujhelyi (K. Berry) 1:3. 29. D. Hartmann (K. Berry) 2:3. 40. C. Mutter (N. Bischofberger) 2:4. 41. P. Kern (M. Krebs) 2:5. 49. N. Conrad (T. Studer) 2:6. 52. T. Studer 2:7.
Strafen: keine Strafen. keine Strafen.

Alligator Malans: Agnersson; Berry, Störi; Camenisch, R. Schubiger; Backström, Tromm; D. Hartmann, Uhjelyi, H. Braillard; Friolet, Rohner, Buchli; Holenstein, Flütsch, V. Schubiger.
Ersatz: Breu; Jäger, Britt, M. Hartmann.
Verletzt: T. Braillard, Obrecht, Veltsmid, Schmid, Capatt, Schnell.

HC Rychenberg: Locher; N. Conrad, Rutz; Bischofberger, Lindgjerdet; Gutknecht, Aeschimann; L. Conrad, Studer, Püntener; Wöcke, Mutter, Oesch; Krebs, Keller, Kern.
Ersatz: Meier; Kühl, Nilsson, Foelix, Eyer.

Bestplayer: Luca Locher für HC Rychenberg, Remo Buchli für Alligator Malans.

Brisantes Heimspiel mit Stargast Annik Kälin

Die Alligatoren balgen sich mit zwei bis drei anderen Teams um den letzten Playoffplatz. Punktezuwachs ist daher dringlich, auf der Torhüterposition wurde gar ausländische Verstärkung verpflichtet. Am kommenden Sonntag ist mit dem HCR ein Vertreter aus der Spitzengruppe zu Gast in Maienfeld. Neben der sportlichen Affiche lohnt sich der Besuch zusätzlich, um die Bronzemedaillengewinnerin der Leichtathletik Europameisterschaft zu treffen.

Der Start ins neue Jahr glückte den Alligatoren mit einem 5:6 n.V. bei Zug United nur halbwegs. Derart knappe Spiele, so gut die Spielanlage auch war, müssten in der aktuellen Saisonphase mehr als einen Punkt generieren. In den sechs verbleibenden Qualifikationsrunden ist die Mannschaft von Akseli Ahtiainen also unter Zugzwang, wollen sie nicht erstmals seit Ewigkeiten die Playoffs verpassen. Als hoffentlich verstärkendes Element in der Defensive konnte der schwedische Torhüter Oscar Agnarsson verpflichtet werden. Agnarsson spielte bei Warberg IF in der zweithöchsten Liga, bis er sich letzten Frühling schwer verletzte und nun die Bündner Herrschaft für sein Comeback ausgewählt hat. Gegen den HCR wird er mit massgeblichem Beschuss rechnen können, die Winterthurer Offensive zeigte sich zuletzt mit Siegen gegen Wiler-Ersigen und den UHC Uster produktiv.

In den aktuellen sportlichen Herausforderungen wäre eine volle Halle mit stimmungsgeladener Atmosphäre wichtiger Geburtshelfer für drei Punkte. Kommt alle ans Spiel und geniesst das Rahmenprogramm mit Autogrammstunde von Annik Kälin in den Drittelspausen.

 

UHC Alligator Malans vs. HC Rychenberg Winterthur
L-UPL, Runde 17, Sonntag, 15.01.23, 19:30 Uhr, MZH Lust Maienfeld

Weitere Heimspiele

U16A, 14.01.23, 14.30 Uhr vs. HC Rychenberg Winterthur
U16A, 15.01.23, 10.00 Uhr vs. Red Devils
U18A, 15.01.23, 13.00 Uhr vs. HC Rychenberg Winterthur
U21A, 15.01.23, 16.00 Uhr vs. HC Rychenberg Winterthur

Schwedischer Torhüter verstärkt Alligator Malans

Malans, 09.01.2023 Der UHC Alligator Malans verstärkt sich auf der Torhüterposition mit Oscar Agnarsson. Der 23-jährige Schwede bildet somit zusammen mit Sandro Breu und Mario Bardill das neue Torhütertrio im Fanionteam.

Die Malanser befinden sich nach wie vor in einer schwierigen Situation und sind mitten in den Strichkampf involviert. Mit der Verpflichtung von Agnarsson wollen die Alligatoren laut Sportchef, Thomas Hitz, mehr Stabilität in die Defensivabteilung bringen.

Das Torhütertalent Agnarsson spielte letzte Saison in der zweithöchsten schwedischen Liga bei Warberg IC. Mitten in den Aufstiegsspielen zwang ihn eine schwere Hirnerschütterung, welche er bei einem unglücklichen Zusammenprall erlitten hatte, zur vorzeitigen Beendigung der Saison. Mittlerweile hat sich Agnarsson vollständig davon erholt, die Freude am Unihockeysport wieder gefunden und ist bereit für sein Comeback.

Er freut sich auf seine Aufgabe bei den Malansern. „Es wird sicherlich eine Ehre sein und viel Spass machen, für eine solche ausgezeichnete Mannschaft zu spielen. Ich habe sehr viel Gutes über den Verein und die Mannschaft gehört. Schlussendlich möchte ich dem Team mit meinen Leistungen auf dem Feld helfen.“

Der UHC Alligator Malans begrüsst Oscar Agnarsson herzlich in seinen Reihen und wünscht ihm ein gelungenes Comeback.

Sportliche Grüsse
UHC Alligator Malans

Pressemitteilung Oscar Agnarsson_Englisch

Foto: Helmuth Subiabre

Alligator Malans erkämpft sich wichtigen Punkt

Ein stark ersatzgeschwächtes Alligator muss sich gegen Zug United erst in der Verlängerung geschlagen geben.

von Jörg Rutz / UHC Alligator Malans

Gerade sechs Stammspieler fehlten den Malansern im Aufgebot. Der Start nach der Weihnachtspause hätte man sich definitiver einfacher vorgestellt. Die ersten Minuten der Partie verstrichen ereignislos, Alligator wirkte etwas wacher als das Heimteam und ging in der 14. Minute völlig verdient durch David Schmid in Führung. Kurz darauf wurde gegen Remo Buchli eine Strafe ausgesprochen. Das folgende Powerplay liessen die Zuger ungenutzt. Wie es besser gemacht wird, zeigten dann die Herrschäftler. In Überzahl gelang Remo Buchli kurz vor der Pause gar das 2:0.

Die Zuger starteten mit viel Druck in das zweite Drittel. Während eine Strafe gegen Alligator angezeigt wurde, gelang Alexander Hallen der Anschlusstreffer. In der 24. Minute wurde ein klarer Stockschlag gegen Malans nicht gepfiffen. Axel Backström beschwerte sich etwas zu heftig beim Schiedsrichter und dieser schickte ihn wegen Reklamieren auf die Strafbank. Das folgende Überzahlspiel der Zuger blieb erneut ungefährlich. Alligator stand gut und machte die Räume geschickt zu. Als Mario Stocker für die Zentralschweizer auf der Strafbank sass, entwischte für einmal Severin Nigg der Verteidigung und diesem gelang per Shorthander das 2:2. Johan Larsson war es dann, der kurz vor der Pause ein Zuspiel von Anton Akerlund verwerten konnte. Das Heimteam hatte mit viel Effizienz das Spiel gedreht.

Gleich mit dem ersten Abschluss im letzten Drittel gelang Remo Buchli der Ausgleich. Und dieses Tor lancierte die Partie endgültig. Mutig spielten sich die Bündner weitere Torchancen heraus. Romano Schubiger traf nur den Pfosten, Kevin Berry scheiterte nach einem tollen Dribbling an Leo Hagström und im Gegenstoss setzte Alexander Hallen den Ball an die Latte. Etwas glücklich gelang schliesslich Anton Akerlund in der 51. Minute erneut den Führungstreffer für das Heimteam und nur eine Minute später erhöhte Tim Mock mittels Abstauber. Alligator zeigte Moral und blieb dran. Im Powerplay setzte Lukas Veltsmid den Ball in die Maschen und schliesslich war es Kevin Berry mit einem satten Distanzschuss, der den viel umjubelten Ausgleich eine Minute vor Schluss erzielen konnte. Mario Bardill hatte zu diesem Zeitpunkt einem sechsten Feldspieler Platz gemacht. Die Verlängerung dauerte nur ein paar Sekunden. Robin Nilsberth sicherte sich mit einem platzierten Distanzschuss den Zusatzpunkt für Zug United.

Die Zuger taten sich lange schwer gegen das konzentriert und kompakt aufspielende Alligator. Die brandgefährlichen Schweden blieben während der gesamten Partie unter ihren Erwartungen. Dies hat unter anderem auch mit dem stark verbesserten Stellungsspiel der Herrschäftler zu tun. Dennoch machten die Schweden letztendlich mit ihrer individuellen Klasse den Unterschied.

 

Zug United vs. Alligator Malans 6:5 n.V. (Drittelergebnisse 0:2 / 3:0 / 3:3)

Dreifachsporthalle Kantonsschule Zug. 234 Zuschauer SR Josef Fässler / Benjamin Schläpfer

Tore: 14. D. Schmid (V. Schubiger) 0:1, 20. R. Buchli (M. Störi) 0:2, 22. A. Hallen (S. Nigg) 1:2, 35. S. Nigg (A. Hallen) 2:2, 39. J. Larsson (A. Akerlund) 3:2, 41. R. Buchli (J. Friolet) 3:3,

Strafen: UHC Alligator Malans 2x2Min / Zug United 3x2Min

UHC Alligator Malans: Bardill, Backström, Britt, Veltsmid, Berry, Buchli, Friolet, M. Hartmann, Ujhelyi, Schmid, R. Schubiger, D. Hartmann, V. Schubiger, Rohner, Braillard, Hollenstein, Jäger, Störi

Ersatz: Müller

Zug United: Hagström, Menon, Mock, Hallén, Schelbert, Maurer, Nigg, Schmidiger, Stocker, T. Flütsch, Knüsel, Larsson, Andersson, Staub, Neidhart, Schürch, Laely, Furger, A. Flütsch, Akerlund, Arnold, Nilsberth

Bemerkungen: Alligator ohne Flütsch, T. Braillard, Capatt, Obrecht, Schnell, Camenisch (alle verletzt), Tromm, Breu (beide Krank), 57. Time-Out Alligator, 57. Alligator ohne Torhüter

Bester Spieler: Zug United: Severin Nigg, Alligator: Remo Buchli

Meister GC erteilt desolaten Malansern eine Lektion

Ein in allen Belangen stark überfordertes Malanser Rumpfteam unterliegt Schweizermeister Grasshoppperclub Zürich klar und deutlich mit 0:8 und ist nun ernsthaft im Strichkampf eingebunden.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans

Mit auf beiden Seiten eher bescheidenem spielerischem Tempo wurden die ersten Minuten im letzten Meisterschaftsspiel des Jahres begonnen. Dennoch gehörte das Chancenplus in diesem Startdrittel klar dem amtierenden Schweizermeister. Die Bündner Gäste, von der Aufstellung sichtbar mit einem Rumpfteam aufgrund vieler verletzungsbedingten Absenzen angereist, kamen nur zögerlich aus ihrer unbequemen Defensivzone heraus. Hüter Cyril Haldemann im Zürcher Tor wurde in diesen Minuten nicht wirklich ernsthaft geprüft. Sein gegenüber Sandro Breu im Malanser Tor konnte sich über mangelnde Arbeit jedoch nicht beklagen. Nach fünf Spielminuten ermöglichte ein sträflicher Malanser Fehlpass einen 3-1 Konterangriff, welcher erst im allerletzten Moment noch am Torabschluss verhindert werden konnte. Noch immer lief dieselbe Minute, als es dann doch noch hinter Breu erstmalig einschlug. Simon Laubscher erzielte die verdiente Zürcher Führung. Ein geahndetes Bodenspiel, verursacht von Elia Seiler, eröffnete dann kurze Zeit später für die Alligatoren die Chance zum Ausgleich. Mitnichten: Die Zürcher-Box stand zu gut und Haldemann wurde auch in dieser Phase nur ein einziges Mal ernsthaft geprüft. Wie es gehen könnte, zeigten die Zürcher in der 18. Spielminute, als durch ein herrliches Zuspiel letzten Endes Routinier Christoph Meier die Zürcher mit zwei Längen nach vorne brachte. Diese Zweitore-Führung war denn auch zugleich das Ergebnis nach dem ersten Drittel.

Die Matchuhr zeigte im Mitteldrittel gerade mal 49 Sekunden an, als die Alligatoren erneut zu einem Überzahlspiel kamen. Dylan Hasenböhler wurde für einen Stockschlag bestraft. Auch dieses Powerplay wirkte aus Malanser Sicht äusserst zahm und zudem unkontrolliert. Nach dem verstrichen torlosen Powerplay war es dann der Malanser Topskorer Dan Hartmann, welcher die Strafbank, ebenfalls wegen Stockschlag, aufsuchen musste. Das Heimteam zeigte den Gästen in der Folge deutlich ihre Effizienz und erhöhte durch Meier das Skore auf 3:0. GC kontrollierte das Spiel nun vollends. Die Alligatoren stets einen Schritt zu langsam und in ihren Aktionen äusserst kompliziert und unglücklich kämpfend. Bei Spielhälfte schlug es bereits zum vierten Male hinter Breu ein. Tobias Hellers sehenswertes Blindzuspiel auf Noël Seiler, welcher seinerseits Breu mit einer Direktabnahme kalt erwischte. Dem Geschehenen konnte Headcoach Akseli Ahtiainen nun nicht mehr länger zuschauen und nahm bereits nach 34 Spielminuten sein Timeout. Die Reaktion darauf blieb jedoch aus. Desolat wirkten die Bündner in all ihren Aktionen. Im Gegensatz zum Gastteam zeigten die Zürcher grossen Einsatzwillen und schöne Passstafetten und so führte der Meister zur zweiten Pause absolut verdient mit 4:0.

Ahtiainen stellte seine Linien im dritten Drittel leicht um. Das Erhoffte dieser Aktion blieb aus und nach 42 Minuten krönte sich Meier mit seinem dritten Treffer des Abends zum 5:0 gleich zum später gewählten Bestplayer. Florian Wenks Treffer sorgte dann noch in derselben Minute mit dem 6:0 für den endgültigen Gnadenstoss. Danach schraubten die Zürcher ihre Leistungen auf leichtes Trainingsniveau zurück und so kamen die Alligatoren etwas besser und aggressiver ins Spiel zurück. Nun wurde auch zunehmend Hüter Haldemann ins Geschehen involviert. Seine erhaltenen Aufgaben aber löste er in bestechender Form. Anders die Malanser, welche sich zu umständlich vor dem gegnerischen Tor anstellten und die nun mehr erhaltenen Chancen nicht in Zählbares umnutzen konnten. Grasshopper erhöhte das Skore durch die weiteren Tore von Topskorer Joël Rüegger und Moritz Mock zum 8:0 Endstand und schenkten durch ihre Effizienz Hüter Haldemann einen Shutout auf Weihnachten und dem Team den ersten Tabellenplatz zum Jahresende.

Der Sieg der Zürcher stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. Verdient auch in dieser Höhe zeigten sie den Malansern dessen Grenzen auf. Alligator Malans ist damit bedient und nun ernsthaft in den Strichkampf eingebunden. Die gezeigte Physis, die Balltechnik und die Spieltaktik reichen derzeit nicht wirklich, um mit einem L-UPL-Topteam mitzuhalten zu können. Die Verteidigung wirkt bei den Bündnern äusserst verletzlich und im Sturm vorne herrscht die Verunsicherung und die Umständlichkeit, den Ball auf einfache Weise hinter die Torlinie zu bringen.

Nachdem die beiden vergangenen Spiele gegen Wiler-Ersigen und Uster einen Aufwärtstrend einläuteten, wurden die Alligatoren mit dem heutigen Abend wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Mit dieser erneuten und klaren Niederlage endet das Jahr 2022 und bestätigt den schlechten und unglücklichen Saisonverlauf der aktuellen Meisterschaft. Die Weihnachtspause kommt nun sicher zur rechten Zeit, um sich zu sammeln und dann im neuen Jahr einen Neustart in Angriff zu nehmen.

Weiter geht’s mit Runde 16 im neuen Jahr, genauer am Samstag, 07. Januar 2023 in der Dreifachsporthalle der Kantonsschule in Zug. Die Zuger werden auf der Beliebtheitsskala seitens der Alligatoren wahrlich nicht an oberster Stelle geführt. Die letzten vier Begegnungen gingen nämlich allesamt verloren. Da sind nun doch schon einige Rechnungen zur Begleichung offen.

 

Grasshopper Club Zürich – UHC Alligator Malans 8:0 (2:0, 2:0, 4:0)
L-UPL Qualifikation – Spiel 15, Sporthalle Hardau Zürich, 424 Zuschauer
SR Benjamin Hohler | Pascal Koch

Tore: 6. Laubscher (Bier) 1:0. 19. Meier (N.Seiler) 2:0. 25. Meier (Rüegger, Ausschluss D.Hartmann) 3:0. 31. N.Seiler (Heller) 4:0. 42. Meier 5:0. 42. Wenk (E.Seiler) 6:0. 57. Rüegger (Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Grasshopperclub Zürich: Haldemann; Bier, Hasenböhler; Heller, Meier; Alliata, Mock; Laely, Laubscher, Rüegger; Riedi, Steiger, N.Seiler; Wenk; E.Seiler, Dürler; Ersatz: M.Haenle, Volkart, Stäubli, Göldi, Strässle, F.Haenle
Alligator Malans: Breu; R.Schubiger, Veltsmid; Berry, H.Braillard; Holenstein, Tromm; V. Schubiger,Buchli, Rohner; Ujehlyi, D. Hartmann, Friolet; Schmid, Flütsch; Ersatz: Bardill; Britt.

Bemerkungen: Alligator Malans ohne Obrecht, Jäger, Capatt, Camenisch, T. Braillard, (alle verletzt), Schnell (Pausierung).

Beste Spieler: Christoph Meier Grasshopperclub Zürich, Damian Rohner für Alligator Malans

Malans holt wichtigen Sieg gegen Uster

Alligator zeigt an diesem Wochenende Aufwärtstendenz und bezwingt den Tabellennachbarn Uster verdient mit 8:3. Damit bleibt Malans einigermassen in Schlagdistanz zum Playoff-Strich.

von UHC Alligator Malans

Am Samstag im Klassiker gegen den Tabellenführer Wiler-Ersigen reichte es den Alligatoren trotz passablem Auftritt auswärts noch nicht ganz zu Punkten. Deshalb standen die Alligatoren am Sonntag im Direktduell gegen den Tabellennachbarn UHC Uster unter Druck. Eine Niederlage hätte den Rückstand zum Strich weiter anwachsen lassen.

Doch so weit kam es nicht. Die Alligatoren bezwangen dank einem engagierten Auftritt den UHC Uster mit 8:3. Die Differenz machten die Alligatoren dabei mit einem starken Mitteldrittel. Doch der Reihe nach: Bereits im Startdrittel wirkten die Malanser gegen vorne bemüht, gegen hinten aber wie so häufig in dieser Saison etwas anfällig. So waren es denn auch die Ustermer, die in der siebten Minute in Führung gehen konnten. Das Tor entstand nach einem Zweikampf auf der rechten Seite in der Mittelzone, welchen Uster für sich entscheiden konnte. Dadurch fand Martin Prazan viel Platz vor sich und nutzte diesen. Der Führungstreffer war zu diesem Zeitpunkt verdient, Uster hatte etwas die besseren Möglichkeiten. Mit zunehmender Spieldauer gewannen die Malanser aber langsam Oberwasser und die gelungenen Passstafetten wurden immer häufiger. Dennoch gingen die Alligatoren mit einem ein-Tore-Rückstand in die erste Pause.

Doch davon liessen sich die Hausherren nicht verunsichern. Im zweiten Abschnitt übernahmen sie endgültig das Spieldiktat und wirkten auch in der Verteidigung etwas gefestigter. Das 2:2 gelang den Malansern in der 25. Minute in nummerischer Überzahl. Zwischen der Strafe gegen den Ustermer Josia Pfister und dem Treffer der Alligatoren lagen nur gerade 23 Sekunden. Der Ball zirkulierte gut in den Malanser Reihen, bis schliesslich die Box der Gäste sich nicht mehr genügend schnell verschieben und so Remo Buchli auf der rechten Seite einnetzen konnte. Die erstmalige Malanser Führung folgte dann nur rund 40 Sekunden später. Nach einem geblockten Malanser Abschluss gelang der Ball zu Axel Backström. Dieser lancierte auf links Kevin Berry, der keine Mühe hatte, den Ball im Tor der Zürcher unterzubringen. Auf diesen Rückstand konnten die Gäste zwar in Person von Pfister noch reagieren – aber die Malanser kombinierten sich nun in zunehmender Häufigkeit durch die Abwehrreihen der Zürcher. Logische Folge: Eine zwei-Tore-Führung der Herrschäftler zur zweiten Pause. Die Malanser trafen dabei gar in Unterzahl. Ein gut aufgelegter Berry versenkte aus fast der gleichen Position wie bereits beim 3:2 nach einem schnell ausgeführten Konter. Ein genialer Pass von Dan Hartmann hebelte die gesamte Ustermer Hintermannschaft aus.

Der Sieg der Bündner geriet im dritten Drittel nicht mehr wirklich in Gefahr, auch wenn das Spiel zeitweise relativ wilde Züge mit einem stetigen Hin und Her annahm. Die Malanser hatten aber auch im dritten Abschnitt ein Chancenplus aufzuweisen. Gerade, weil es lange beim 5:3 blieb, dürften die heimischen Zuschauer trotzdem froh gewesen sein, als Buchli in der 51. Minute mit dem 6:3 in Überzahl den Sack zumachte. Er zwickte den Ball von der rechten Seite schön ins Lattenkreuz. Lukas Ujhelyi sorgte in der 56. Minute dann noch dafür, dass das Verdikt noch etwas klarer ausfiel. Auch er traf in Überzahl. Damian Rohner setzte mit einem Treffer ins leere Tor rund zwei Minuten vor Schluss den Schlusspunkt.

Mit diesem Sieg und dem soliden Auftritt gegen Wiler dürften die Alligatoren jetzt mit mehr Selbstbewusstsein ins letzte Spiel vor der Weihnachtspause gehen. Dieses wird allerdings auch nötig sein, wartet am nächsten Samstag doch mit dem Auswärtsspiel gegen GC eine denkbar schwierige Aufgabe auf die Malanser.

 

UHC Alligator Malans – UHC Uster 8:3 (1:2, 4:1, 3:0)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 445 Zuschauer. SR Colacicco/Roth.
Tore: 7. M. Prazan (C. Schmid) 0:1. 10. L. Ujhelyi (D. Hartmann) 1:1. 18. C. Schmid (P. Doza) 1:2. 25. R. Buchli (L. Veltsmid) 2:2. 26. K. Berry (A. Backström) 3:2. 28. J. Pfister (T. Anderegg) 3:3. 32. K. Berry (D. Hartmann) 4:3. 37. V. Schubiger (D. Rohner) 5:3. 51. R. Buchli (L. Veltsmid) 6:3. 56. L. Ujhelyi (L. Veltsmid) 7:3. 59. D. Rohner (R. Buchli) 8:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 3mal 2 Minuten gegen UHC Uster.

Alligator Malans: Breu; R. Schubiger, Veltsmid; Berry, Störi; Bäckström, Tromm; V. Schubiger Buchli, Rohner; Ujehlyi, D. Hartmann, H. Braillard; Holenstein, M. Hartmann, Flütsch;
Ersatz: Bardill; Schmid, Friolet, Britt.
Verletzt/Abwesend: Camenisch, Capatt, Braillard, Schnell, Obrecht

UHC Uster: Brütsch; Prazan, Anderegg; Bolliger, Ledergerber; Kreienbühl, Klöti; Pfister, Schmid, Doza; Hänseler, Karlsson, Anis; Gallati, Zimmermann, Schläpfer.
Ersatz: Lemke; Dudler, Thalmann, Jurkulak

Bestplayer: Romano Schubiger für Alligator Malans, Martin Prazan für UHC Uster

Niederlage nach ansprechendem Spiel

Alligator Malans verliert auswärts beim SV Wiler-Ersigen mit 5:3. Ein emotionsarmer Klassiker mit dem besseren Ende für den Leader. Punkte lagen für die Alligatoren durchaus bereit – den Unterschied machten jedoch die ausserordentlichen Abschlussqualitäten der gegnerischen Schlüsselspieler.

von Thomas Rentsch / UHC Alligator Malans

Die Spielentscheidung fiel erst kurz vor Abpfiff, als der wiederum stark aufspielende Mathias Störi einen fatalen Fehlpass spielte: Deny Känzig sagte mit einem Emptynetter danke und konservierte damit Platz eins in der Liga für seine Farben.

Angetreten, um die blamable 2:10 Heimniederlage vom September auszumerzen und der Aufwärtstendenz weiter Vorschub zu leisten, starteten die Alligatoren mit wenig Wechseln in der Aufstellung. Einzig Damian Rohner ersetzte Joel Friolet im ersten Block. Rohner war es auch, der in der sechsten Minute von Remo Buchli lanciert wurde und im Konter zur Führung für die Alligatoren traf. Standesgemäss waren es die Mannen des Leaders, die mehr Ballbesitz hatten und mehr offensive Akzente setzen konnten. Deny Känzig und Marco Louis trafen je auf ihre Weise sehenswert zur Wiler Führung nach zwanzig Minuten.

Ein lebhaftes Mitteldrittel, in dem Damian Rohner zwei weitere Skorerpunkte sammelte, endete unentschieden. Absolutes Highlight des Mittelabschnitts war jedoch der Doppelpack von Michal Dudovic, insbesondere der Treffer zum 4:2 – ansatzlos und präzise unter die Latte, Schönheit beim Gegner, neidlos anzuerkennen. Dank Romano Schubigers Anschlusstreffer in der 37. Minute gestaltete sich die Ausgangslage fürs Schlussdrittel für die Alligatoren vielversprechend. Leider konnte der Eintore-Rückstand trotz hohem Engagement nicht korrigiert werden, weil die Malanser Stürmer ihren Antipoden im Abschluss qualitativ unterlegen waren.

Den Alligatoren gelang es, die Offensivmaschinerie des Leaders (ligaweit am meisten erzielte Tore) zu kontrollieren. Die wenigen Chancen wurden von den Unteremmentalern jedoch eiskalt genutzt, die Ausnahmekönner Dudovic und Känzig zeigten, wie es geht. Erfreulich die Konstanz und Stabilität in der Malanser Spielorganisation. Und dass mit Damian Rohner ein Rechtsausleger formstark in Team zurückgefunden hat. Am Sonntag reist der UHC Uster nach Maienfeld (Spielbeginn 17:00 Uhr), in dieser Affiche ist ein Sieg der Alligatoren Pflicht.

 

SV Wiler-Ersigen – UHC Alligator Malans 5:3 (2:1, 2:2, 1:0)
Sporthalle Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil. 409 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 6. D. Rohner (R. Buchli) 0:1. 14. D. Känzig (Y. Wyss) 1:1. 19. M. Louis (Y. Wyss) 2:1. 22. M. Dudovic (N. Siegenthaler) 3:1. 31. D. Rohner (L. Veltsmid) 3:2. 32. M. Dudovic (J. Lahti) 4:2. 37. R. Schubiger (D. Rohner) 4:3. 59. D. Känzig 5:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. keine Strafen.

Alligator Malans: Breu; R. Schubiger, Veltsmid; Berry, Störi; Backström, Tromm; V. Schubiger, Rohner, Buchli; H. Braillard, Ujehlyi, D. Hartmann; Holenstein, M. Hartmann, Flütsch.
Ersatz: Bardill; Schmid, Britt, Triolet.
Verletzt: Obrecht, Jäger, Schnell, Capatt, T. Braillard, Camenisch.

 

Bestplayer: Noah Siegenthaler für Wiler-Ersigen, Damian Rohner für Alligator Malans.

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