UHC Alligator Malans

Tim Braillard nach Verletzungspause wieder zurück im Geschäft

Nach fünf verpassten Pflichtspielen hat Tim Braillard am vergangenen Wochenende just vor der Nationalmannschaftspause gegen Rychenberg Winterthur wieder einen Ernstkampf bestreiten können.

Im Gespräch hat uns der 29-jährige Internationale verraten, was ihn zur Pause gezwungen hat und wie er die letzten Wochen erlebt hat.

„Anfangs sind wir davon ausgegangen, dass ich mir im Training vor dem Spiel gegen Wiler-Ersigen eine Muskelzerrung zugezogen habe. Genauere Untersuchung haben nun gezeigt, dass die muskulären Probleme von der Lendenwirbelsäule, die unter höchster Belastung zunehmend Schmerzen provozierte, ausgelöst worden sind. Ich habe zusammen mit unserem Medicalteam mit einem neuen Setup der Schuhe und mit spezifischen Einlagen versucht, die Ursachen der Problematik anzugehen. Die muskuläre Anpassung an die neuen Belastungsmuster hat seine Zeit gebraucht, weil immer wieder muskuläre Dysbalancen auftraten. Dank intensivem spezifischem Training, Physiotherapie, Osteopathie und Akupunktur sind die Probleme nun aber endlich so weit unter Kontrolle, dass ein sorgfältiger und gezielter Trainingsaufbau im Hinblick auf die WM möglich ist.

Ich bin froh, dass wir einen Weg gefunden haben, das Problem ganzheitlich anzugehen. Das Spiel gegen Rychenberg hat mir gezeigt, dass ich mit dem neuen Setup auch wieder unter Belastung performen kann. Nun gilt es für mich, die verbleibenden Tage bis zum Start der WM gut zu nutzen. Ich freue mich extrem auf die WM!“

Alligator gewinnt wichtiges Heimspiel

In einer lange umkämpften Partie bringt Alligator Malans trotz vieler verletzungsbedingter Ausfälle die drei geforderten Punkte gegen den HC Rychenberg Winterthur ins Trockene.

von Jörg Rutz/Alligator Malans

Nach der 2:4 Niederlage gegen Zug United vom vergangenen Sonntag war vom Team eine Reaktion gefordert worden. Und diese folgte prompt und vehement. Nach einer missglückten Auslösung der Gäste in der zweiten Minute stand Damian Rohner goldrichtig, dieser passte den Ball auf Valentin Schubiger und der konnte zum 1:0 einschiessen. Auch in der Folge agierte die Winterthurer Abwehr unsicher, Remo Buchli und Damian Rohner erzielten in der 6. Minute durch einen Doppelschlag innert weniger Sekunden die Tore zwei und drei. Philipp Krebs, der Trainer von Rychenberg, musste früh reagieren und nahm sein Time-Out. Und seine Worte schienen angekommen zu sein. Sandro Breu stand nun mehr im Mittelpunkt. Beim ersten Gegentreffer war er chancenlos, beim zweiten Tor durch Noah Püntener sah er unglücklich aus. Ein leicht geschossener Ball glitt ihm über die Hände ins Tor. Die Gäste konnten nun das Spielgeschehen ausgleichen und Alligator vermehrt unter Druck setzen.

Im zweiten Drittel änderte sich wenig am Gesamtbild, auf beiden Seiten schlichen sie viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten ein. Alligator bekundete nun ebenfalls Mühe im Spielaufbau und Rychenberg gelang durch einen Konter tatsächlich das 3:3 durch Ryan Neubauer. Erst eine Powerplaymöglichkeit in der 30. Minute brachte Alligator wieder in Führung. Kevin Berry schlenzte den Ball sehenswert unter die Latte. Doch das Geknorze blieb. Sandro Breu musste in den darauffolgenden Minuten mehrmals mit starken Paraden eingreifen. Das 5:3 durch Dan Hartmann entstand aus einem Freistoss. Auch in dieser Situation war der Torhüter der Gäste nicht bereit und diskutierte mit dem Schiedsrichter, Dan Hartmann sah die grosse Lücke und nutzte dies eiskalt aus.

Dan Hartmann war es dann auch, der dem letzten Drittel den Stempel aufdrückte. Mit einem sehenswerten Solo in der 42. Minute gelang ihm das 6:3 und acht Minuten später gar der Hattrick. Rychenberg kämpfte, aber liess zu viele Torchancen ungenutzt. Besser machte es Alligator, das sich letztendlich auf ihre spielerischen Mittel besann und einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg erringen konnte.

 

UHC Alligator Malans vs. HC Rychenberg Winterthur 9:3 (Drittelergebnisse 3:2 / 2:1 / 4:0)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 352 Zuschauer, SR Christian Crivelli / Davide Rampoldi

Tore: 02. V. Schubiger (D. Rohner) 1:0, 6. R. Buchli (J. Friolet) 2:0, 6. D. Rohner (V. Schubiger) 3:0, 12. N. Püntener (K. Oesch) 3:1, 15. N. Püntener (K. Oesch) 3:2, 23. R. Neubauer (D. Foelix) 3:3, 30. K. Berry (C. Camenisch) 4:3, 38. D. Hartmann (K. Berry) 5:3, 42. D. Hartmann 6:3, 51. D. Hartmann (L. Veltsmid) 7:3, 57. D. Hartmann (J. Friolet) 8:3, 58. V. Schubiger (D. Rohner) 9:3

Strafen: UHC Alligator Malans 0x0Min / HC Rychenberg Winterthur 1x2Min

UHC Alligator Malans: Breu, Tromm (C), Camenisch, Friolet, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Capatt, Gartmann, Schmid, Braillard, R. Schubiger, Veltsmid, Holenstein, V. Schubiger, D. Hartmann, Rohner, Krättli, Schmid

Ersatz: Bardill

HC Rychenberg Winterthur: Schüpbach, Aeschimann, N. Conrad, Oesch, Lindgjerdet, Püntener, Eyer, Gutknecht, Ott, Schaub, Kern, Foelix, L. Conrad, Krebs, Keller, Neubauer, Rutz, Kühl

Bemerkungen: Alligator ohne Wittwer, Nett, R. Schubiger, Jäger, Flütsch, (alle verletzt), Schnell, 6. Time Out HCR, 54. HCR ohne Torhüter,

Bester Spieler: Alligator: Dan Hartmann, HCR: Noah Püntener

 

Erneute Niederlage gegen ein abwehrstarkes Zug United

Wie schon beim Saisonstart verlieren die Malanser auswärts erneut gegen ein hartnäckiges Zug United. Trotz spielerischer Vorteile fanden die Alligatoren auch im Rückrundenspiel gegen die Zuger über weite Strecken kein Rezept, ihr Abwehr-Dispositiv zu knacken.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans /Archivbild: Erwin Keller

Die Malanser zeigten bereits in den ersten Spielminuten den starken Willen, dem Gegner ihren «Gameplan» mit ihrem bekanntem Pressing-Spiel aufzuzwingen, was ihnen zu Beginn auch sichtlich gelang. Konzentriert und druckvoll agierten die Alligatoren, wenn im Abschluss auch noch wenig Nennenswertes passierte. Die Zuger wirkten mit ihrer Defensivarbeit in dieser Phase eher etwas unsicher und dennoch gelang es auch ihnen immer wieder, ein ernsthaftes Zeichen vor dem Malanser Gehäuse zu setzen. Bis zur 16. Spielminute aber blieb die Partie über weite Strecken zerfahren und ineffizient. Auszeichnen konnten sich bis zu diesem Zeitpunkt erst die beiden Schlussmänner mit jeweils guten Paraden. Christoph Camenisch, heute nach seiner Verletzungspause wieder genesen zurück im Einsatz, liess dann dank seinem Treffer die mitgereisten Alligatoren-Fans erstmals jubeln. Mit seinem gezogenen und sehenswerten Hocheckschuss brachte er die Bündner verdient in Führung. Dieses Ergebnis blieb bis zum Schluss eines eher ereignisarmen und emotionslosen Startdrittels.

Nach der Pause zeigte das Spiel einen geänderten Charakter. Nach nur einer gespielten Minute im Mittelabschnitt wurde der Ausgleich mit dem Treffer von Severin Nigg bereits Tatsache. Er erbte den Ball, welcher beim Zuspiel von Adrian Furger am Fuss von Lukas Veltsmid unglücklich abprallte und traf in der Folge unhaltbar für Sandro Breu. Es lief die 23. Minute als Dan Hartmann eine hart gepfiffene Strafzeit entgegennehmen musste. Es winkte die Chance zur erstmaligen Zuger Führung, doch es kam anders. Dem pfeilschnellen Joel Friolet gelang es, aus einer Zuger Unkonzentriertheit im Powerplay, mit einem herrlichen Sololauf und zwei gekonnten Dribblings, Torhüter Petter Nilsson zum Shorthander zu bezwingen. Praktisch mit Ablauf dieser Strafzeit wurde Remo Buchli von Alexander Hallén unsanft über die Bande gestossen, was eine 2 plus 2 Minuten-Strafzeit zur Folge hatte. Zu umständlich nutzten die Alligatoren die daraus ergebene 4-minütige nummerische Überlegenheit. Das Spiel wirkte nun zunehmend um einiges härter und die Platzherren fanden immer besser ins Spiel. Die Ernte der Zuger Bemühungen folgte postwendend. Mit Toren von Alexander Larsson (31.) und Nigg’s zweitem Streich (34.), gingen die Zuger gar erstmals in Führung. Dieser Treffer, wenn zu diesem Zeitpunkt eher entgegen dem bisherigen Spielverlauf, schüchterte auch die Alligatoren ein und das Spielgeschehen glich sich zunehmend aus. Praktisch mit dem Sirenenton zur zweiten Pause verschuldete Kevin Berry wegen einem etwas unmotivierten und überharten Körpereinsatz das nächste Unterzahlspiel der Malanser.

Berry musste nach Wiederbeginn des dritten Drittels nur gerade 30 Sekunden mit der Strafbank Vorlieb nehmen, als Söldner Hallén die Innerschweizer bereits mit zwei Längen in Front bringen konnte. Es folgten weitere physische, mehrheitlich auch hart und emotionsreich gespielte Minuten im Schlussabschnitt, welche letzten Endes mit Strafzeiten gegen Camenisch (46.) und Adrian Uhr (50.) endeten. Die ermöglichten Überzahlsituationen verblieben jedoch beiderseitig torlos. Die Alligatoren hatten es versäumt, ihre zu Beginn gezeigte Überlegenheit, weiterhin fortzusetzen. Die Zuger standen aber auch in ihrer Defensivzone äusserst kompakt und unterbanden die gefürchteten Querpässe durch den Slot allemal. Auch die Umstellung auf zwei Linien brachte nur einen leicht erhöhten Druck aufs Zuger Tor, doch gute Abschlusspositionen der Malanser wurden durch die Zuger Abwehrkräfte allesamt zur Nichte gemacht. Beide Coaches bezogen noch ihre Timeouts, wobei Headcoach Pius Caluori sogar das Risiko auf sich genommen hatte, Torhüter Breu schon in der 56. Spielminute zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld zu nehmen. Am Score indes aber änderte sich nichts mehr. Die Zuger gewinnen dieses Rückrundenspiel mit 4:2 und können in der Tabelle zu den Spitzenteams aufschliessen. Die Alligatoren haben es verpasst, ihre zahlreichen Chancen in diesem Spiel in Zählbares zu verwandeln. Die Zuger bleiben somit wie schon im Hinspiel der erwartet unbequeme und schwer bezwingbare Gegner der Malanser.

Kommenden Samstag empfangen die Alligatoren mit dem HC Rychenberg Winterthur bereits einen nächsten unberechenbaren Gegner in Maienfeld (Sa. 20.11.2021 – 19.00 Uhr). Es wird dies das letzte Meisterschaftsspiel vor der WM-Pause sein und insofern dürften dann auch alle WM-Fahrer in den Reihen der Malanser wieder in einen Ernstkampf zurückkehren.

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Zug hat sehr solidarisch verteidigt. Wir machten ihnen 2-3 Geschenke zu viel. Dennoch hätten wir das Spiel mit mehr Abschlussqualität gewinnen können. In diesem Punkt waren wir jedoch ungenügend.»

 

Zug United – UHC Alligator Malans 4:2 (0:1, 3:1, 1:0)
NLA Qualifikation – Spiel 11, Stadthalle Zug (Herti) Zug, 346 Zuschauer.
SR Cyrille Schädler | Steven Preisig

Tore: 16. Camenisch 0:1;  22. Nigg (A. Furger) 1:1; 25. Friolet (in Unterzahl bei Ausschluss D. Hartmann) 1:2; 31. Larsson (Hallén) 2:2; 34. Nigg (T. Flütsch) 3:2; 41. Hallén (Andersson bei Ausschluss Berry) 4:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Malans

Zug: Nilsson; Mock, Uhr; T. Flütsch, Staub; Schelbert, Menon; Larsson, Andersson, Hallén; Nigg, Furger, Bäcklin; A. Flütsch, Schmidiger, Maurer;
Ersatz: Knüsel, Egli, Hess, Schälin.
Malans: Breu; Tromm, Obrecht; Berry, Veltsmid; Camenisch; R. Schubiger; Holenstein, Nett, Vetsch; D. Hartmann, Friolet, Buchli; V. Schubiger, Rohner, Capatt;
Ersatz: Krättli, Schmid, Gartmann, M. Hartmann, Störi, Bardill.

Bemerkungen: Zug ohne Bachmann, Laely, Odermatt und Stocker (alle verletzt)
Malans ohne Braillard, Witter, Jäger, Flütsch (alle verletzt) Schnell (krank); 54. Timeout Zug; 57. Timeout Malans; Malans ab 56.ohne Torhüter;
Beste Spieler: Tim Mock für Zug, Markus Holenstein für Malans

Malans mit verdientem Stängeli gegen Uster

Nach einem klaren 10:4 Stängeli-Sieg gegen den UHC Uster holen die Malanser sechs Punkte aus diesem Wochenende.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans / Archivbild: Erwin Keller

Die Alligatoren starteten äusserst konzentriert und mit einem hohen Tempo in dieses Spiel. Dies im Wissen, dass erneut auf einige Leistungsträger aus Verletzungsgründen verzichtet werden musste. Nach nur drei Spielminuten lagen die Bündner bereits mit zwei Längen voraus. Joel Friolet und David Schmid waren die umjubelten Torschützen. Die Ustermer hatten dem Geschehenen nur wenig entgegenzubieten und mussten sich vorerst mit reinen Abwehraufgaben beschäftigen. Trotzdem kamen auch die Gäste nach neun Spielminuten zu einem Freischlag. Micha Zürcher konnte die passgenaue Hereingabe durch Ramon Zimmermann aus der Ecke mit dem Anschlusstreffer belohnen. Es lief die 10. Spielminute als die Schiedsrichter gegen Nino Vetsch ein Stossen im Schutzraum ahndeten und ihn kurzerhand auf die Strafbank schickten. Dem Beschuldigten passte dies aber nicht wirklich und daraus resultierte folgerichtig eine weitere und zusätzlich längere persönliche Strafzeit gegen ihn, sodass die Alligatoren letzten Endes gar für vier Minuten in Unterzahl amten mussten. Am sehr guten Boxplay-Spiel der Malanser konnten die Ustermer jedoch beinahe verzweifeln. Immer wieder konnten aus der Box gefährliche Konterangriffe aufs Ustermer Tor lanciert werden. Nico Obrecht krönte einen dieser Konter bei numerischer Unterlegenheit in der 13. Minute tatsächlich zur 3:1 Führung. Dieses Ergebnis lautete sogleich auch bei Drittelsende.

Auch im Mittelabschnitt waren die Alligatoren die mehrheitlich spielbestimmende Mannschaft. Uster schien technisch und physisch mit dem Malanser Spieldiktat leicht überfordert zu sein. Nur selten gelang auch ihnen ein gefährlicher Torabschluss, doch mit Sandro Breu im Malanser Tor hiess es dann aber schnell Endstation. Bis zur Spielhälfte verstrich die Zeit ohne grosse und nennenswerte Aktionen auf beiden Seiten. Auch wenn die Malanser immer einen Schritt schneller am Ball waren, wirkte das Spiel zunehmend etwas zerfahren. Erst nach 35 Spielminuten durften die Alligatoren-Fans und Spieler wieder über einen Torerfolg jubeln. Gian-Marco Capatt, seit der 13. Minute an der Position von Vetsch eingesetzt, traf zur verdienten 4:1 Führung für Malans und kurz vor der zweiten Sirene erhöhte Dan Hartmann das Score mit seinem Treffer erneut.

Auch das dritte Drittel verlief zu Beginn ähnlich wie die beiden vorangegangen. Erst ab der 47. Spielminute durften sich die Spielsekretäre über mangelnde Arbeit nicht mehr beklagen. Innert fünf Minuten schlug es auf beiden Seiten gleich je dreimal ein. Auf Malanser Seite zweimal durch Mike Jäger und dem Topscorer Remo Buchli, sowie auf Seite der Gäste zweimal durch Daniels Janis Anis und durch Claudio Schmid. Spielen und spielen lassen, so schien es zumindest für die Zuschauer, doch die Alligatoren konnten jedoch immer wieder mit Torerfolgen vorlegen, sodass keine unnötige Nervosität entstand. Das Spiel war längst zu Gunsten der Malanser entschieden, doch das Heimteam setzte noch einmal nach und schoss durch Tore von Dan Hartmann und Damian Rohner das Stängeli zum 10:4 Endresultat voll.

Mit sechs Punkten aus diesem Wochenende festigen die Malanser ihre derzeit gute Tabellenlage. Kommenden Sonntag, 14. November geht die Reise nach Zug. Das Spiel gegen Zug United in der Zuger Stadthalle (Herti) beginnt 16.00 Uhr.

UHC Alligator Malans – UHC Uster 10:4 (3:1, 2:0, 5:3)
NLA Qualifikation – Spiel 10, MZH Lust Maienfeld, 237 Zuschauer.
SR Simon Brechbühler | Benjamin Ambühl

Tore: 1. Friolet (Buchli) 1:0. 4. Schmid (Tromm) 2:0. 9. Zürcher (Zimmermann) 2:1. 13. Obrecht (Nett) 3:1. 34. Capatt (Rohner) 4:1. 40. Hartmann (Buchli) 5:1. 47. Anis (Klauenbösch) 5:2. 50. Buchli (Rohner) 6:2. 50. Jäger (Tromm) 7:2. 51. Anis (Kulmala) 7:3. 52. Jäger (Nett) 8:3. 52. Schmid (Arnet) 8:4. 57. Hartmann (Buchli) 9:4. 58. Rohner (Capatt) 10:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten (Vetsch) gegen Malans, 1mal 2 Minuten gegen Uster

Malans: Breu; Obrecht, Tromm; Berry, Veltsmid; R. Schubiger, Holenstein; Schmid, Jäger, Nett; D. Hartmann, Friolet, Buchli; V. Schubiger, Rohner, Vetsch (ab 13. Capatt);
Ersatz: Krättli, Gartmann, M. Hartmann, Störi, Bardill.
Uster
: Brütsch; Hurni, Ledergerber; Bolliger, Schmucki; Pfister, Klöti; Prazan, Schmid, Karlsson; Klauenbösch, Kulmala, Arnet; Zürcher, Zimmermann, Arnet.
Ersatz: Homberger, Thalmann, Doza, Helbling, Anis, Schaffer.

Bemerkungen: Malans ohne Wittwer, Braillard, Camenisch, Flütsch (alle verletzt). Schnell (krank); Uster ohne Deola (Militär), Sutter (verletzt); 3. Pfostenschuss Nett;

Beste Spieler: Dan Hartmann für Malans, Daniels Janis Anis für Uster

 

 

Dank Buchlis Hattrick zum Sieg im ersten Derby dieser Saison

Dank vier Skorerpunkten durch Matchwinner Remo Buchli (3Tore, 1Assist) können die Alligatoren ihre Vormachtstellung im Bündner Unihockey wahren. Die Malanser siegen im ersten Bündner-Derby auswärts gegen Chur Unihockey mit 5:4 und bleiben in der Tabelle mit den Spitzenteams in Tuchfühlung.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans/Foto: Andreas Bass

Endlich ein Bündner-Derby wieder mit vollen Zuschauerreihen. Darauf freuten sich nicht nur eingefleischte Unihockey-Fans, sondern auch die Spieler beider Mannschaften. Gross war sie denn auch, die Propaganda noch im Vorfeld zum heutigen Spiel. Kritischer wirkten die Alligatoren-Fans erst, als sie die Aufstellung durch die Churer Platz-Speakerin zu hören bekamen. Mit Jonas Witter, Tim Braillard, Christoph Camenisch fehlten gleich drei von vier WM-Fahrern verletzungshalber in den Malanser Reihen. Dennoch erspielten sich die Herrschäftler in den ersten Minuten gute Torchancen. Christoph Reich im Churer Tor spielt derzeit in absoluter Hochform und machte allen Angriffsbemühungen der Malanser den Garaus. Statistisch konnte so nur gerade ein Lattenknaller von Damian Rohner nach vier Minuten erfasst werden. Es lief bereits die 14. Spielminute in diesem bislang eher emotionslosen Startdrittel, als Kevin Berry mit einem Zuckerpass den freistehenden Remo Buchli bedienen konnte, welcher zum Führungstreffer für das Gastteam einnetzte. Nur eine gute Zeigerumdrehung später folgte Buchlis zweiter Streich an diesem Abend, nachdem die Churer Angriffsbemühungen in der Mittelzone gestoppt und er den Ball erben konnte und unhaltbar ins Engeli zur Doppelführung traf. Chur nun gefordert sowie für ihre Kontervorstösse berüchtigt, erhöhten ihrerseits in der Folge den Druck aufs Malanser Gehäuse. Nach 17 Spielminuten durfte nun auch das Heimteam durch den sehenswerten Anschlusstreffer von Kim Hyrkkönen erstmals ein Tor bejubeln, was zugleich auch das Drittelsergebnis bedeutete.

Auch das zweite Drittel begann vorerst beidseitig mit wenig Emotionen. Von einem Derby-Charakter war lange Zeit nichts zu sehen und zu hören. Äusserst fair entwickelte sich dieses Bündnern-Derby vor über 800 Zuschauern in der Churer Sporthalle. Erst nach 27 Spielminuten wurde es erstmals etwas lauter, als Nino Vetsch in die Bande bei der Churer Bank hineingestossen wurde und sich gleich auf seine Art zur Wehr setzte. Die Aktion blieb jedoch nach einigen Diskussionen mit den Schiedsrichtern straffrei. Chur ab der 25. Minute sichtlich bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen und die Ernte traf denn auch postwendend ein. Zwischen ihrem Ausgleichs- und dem erstmaligen Führungstreffer durch Topskorer Aaro Helin und Sandro Cavelti lagen bei Spielhälfte nur gerade mal 36 Sekunden. Da läuteten die Alarmglocken auf Malanserseite, welche sich zu einem frühen Timeout gezwungen fühlten. Sichtlich im Nachgang an diese interne Unterredung dann die Umsetzung auf dem Feld, indem die Spieler mehrheitlich der Defensive ihren Vorzug gaben. Dieses Vorhaben zahlte sich aus, denn die Churer – im Mitteldrittel das klar bessere Team – konnten ihr Score bis zur Pause nicht mehr erhöhen. Aber auch die Alligatoren nutzten eine Überzahlmöglichkeit in der 33. Minute – Marcel Stucki büsste einen Stockschlag auf der Strafbank – nicht aus. Das Malanser Powerplayspiel wirkte träge, umständlich und ineffizient.

Die Alligatoren bedurften schon eines Buchli in Hochform, um das Diktat über den weiteren Spielverlauf wieder in die aus ihrer Sichtweise richtigen Bahnen zu lenken. Es war ihm gegönnt, in der 44. Minuten mit seinem dritten Treffer – seinem Hattrick (!) -, das Score wieder auszugleichen. Bei den darauffolgenden Spielminuten keimte nun doch noch etwas Derby-Charakter auf. Binnen zwei Minuten bekamen die Zuschauer gleich drei Tore zu sehen. Ersteres wurde durch Berry bei einem Freischlag, nur drei Sekunden im Anschluss an eine Tätlichkeitsstrafe gegen Tim Nussle zur erneuten Malanser-Führung erzielt und Nico Obrecht konnte sogleich nachdoppeln. Doch die Doppelführung dauerte nur weitere Sekundenbruchteile als Stucky das Score wieder verkürzte. Nach diesen Treffern wurde beiderseits nichts mehr Zählbares erzielt. Die Malanser fokussierten die Defensive erneut und konnten etwelche Churer Konter zunichtemachen. Auch die Nerven der Zuschauer wurden zunehmend strapaziert und die Akustik stieg doch um einige Dezibel nach oben. Die Stimmung in der Halle war endlich im Derby angekommen. Auf dem Feld plätscherten aber das Gezeigte und auch die Zeit davon. So wurden auch die Platzherren zwei Minuten vor der Schlusssirene zum Timeout gezwungen. Die Alligatoren aber konnten im Nachgang den Ball mehrheitlich ruhig und abgebrüht in ihren Reihen behalten und damit einen weiteren Derbysieg gegen den Kantonsrivalen feiern. Die Alligatoren haben dank diesem wichtigen Auswärtssieg bewiesen, dass sie auch ohne ihre internationalen Leistungsträger im Team gegen starke Gegner mithalten und gewinnen können.

Zeit zum Feiern bleibt aber indes nicht, denn bereits nach 22 Stunden steigen die Malanser erneut ins Matchdress. Mit dem UHC Uster (Spielbeginn 19.00 Uhr, MZH Lust Maienfeld) empfangen die Alligatoren zuhause ihren nächsten Gegner, welcher heute ebenfalls drei Punkte gegen Ad Astra einfahren konnte.

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Zurzeit finden wir immer wieder einen Weg um Chur zu besiegen. Vermutlich verhalf uns die Erfahrung der letzten Spiele als mentaler Vorteil. Morgen müssen wir uns aber nochmals steigern.»

 

Chur Unihockey – UHC Alligator Malans 4:5 (1:2, 2:0, 1:3)
NLA Qualifikation – Spiel 9, Gewerbliche Berufsschule Chur, 807 Zuschauer.
SR Stephan Schuler | Colin Sprecher

Tore: 14. Buchli (Veltsmid) 0:1. 15. Buchli (Friolet) 0:2. 17. Hyrkkönen (Beeler) 1:2. 30. Helin (Beeler) 2:2. 30. Cavelti (Mayer) 3:2. 44. Buchli (Hartmann) 3:3. 47. Berry (Buchli) 3:4. 47. Obrecht (Jäger) 3:5. 48. Stucki (Mayer) 4:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Chur, keine gegen Malans

Chur: Reich; Sesulka, Mani; Stucki, Jung; Mettier, Bischofberger; Helin, Hyrkkönen, Beeler; Mayer, Nussle, Cavelti; Schlegel, Rieder, Monighetti;
Eratz; Bass, Decasper, Candrian, Brunold, Hutter.
Malans: Breu; Gartmann, R. Schubiger; Berry, Veltsmid; Tromm, Obrecht; V. Schubiger, Rohner, Nett; D. Hartmann, Friolet, Buchli; Holenstein, Jäger, Vetsch;
Ersatz: Krättli, Schmid, Capatt, M. Hartmann, Bardill.

Bemerkungen: Chur ohne Amato (verletzt). Malans ohne Wittwer, Braillard, Camenisch, Flütsch (alle verletzt). Schnell (krank); 4. Lattenschuss Rohner; 29. Timeout Malans; 59. Timeout Chur; ab.59. Chur teilweise ohne Torhüter.
Beste Spieler: Kim Hyrkkönen für Chur, Remo Buchli für Malans

Malans erteilt Sarnen Lektion in Effizienz und Spielwitz

Alligator Malans gewinnt auswärts diskussionslos und verdient gegen Ad Astra Sarnen mit 8:1. Die Bündner waren von Beginn weg das klar bessere Team an diesem Abend und der Sieg geht auch in dieser Höhe vollends in Ordnung.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans / Foto: André Düsel

Vorneweg: Das gross angekündigte Duell der beiden Liga-Topskorer Tim Braillard auf Malanser- und Alexander Rudd auf Sarnerseite, welche je 17 Skorerpunkte auf ihrem Konto haben, fand an diesem Abend leider nicht statt. Der schwedische Ausnahmekönner Rudd fehlte krankheitshalber und Braillard plagt derzeit noch eine Verletzung. Die Bündner nahmen das Spieldiktat jedoch in den Startminuten sogleich in die Hand und waren klar die spielbestimmende Mannschaft. Mario Brtischgi im Sarner Tor agierte aber hellwach auf seinem Posten und liess sein Gehäuse vorerst stubenrein. Dem Malanser Druck konnte aber auch er nicht dauernd entgegenhalten und musste einen Doppelschlag nach 13. Spielminuten durch die Tore von Valentin Schubiger und Topskorer Dan Hartmann hinnehmen. Malans blieb in der Folge weiterhin drückend und mehrheitlich spielbestimmend. Einziger Makel bei den Gästen war, dass Lukas Veltsmid in der 17. Spielminute bei einem der seltenen Sarner Kontervorstössen einen Strafstoss verschulden musste. Jungschwede Oliver Forslind verwertete den Penalty eiskalt und für Sandro Breu chancenlos zum Anschlusstreffer. Die Alligatoren blieben ihrem Gameplan aber weiterhin treu und mit mehrheitlichem Ballbesitz. Weitere Treffer fielen in diesem Startdrittel keine mehr und mit der knappen, aber sicherlich verdienten Malanser Führung, gings zum ersten Pausentee.

Ad Astra wirkte zu Beginn des Mittelabschnitts wesentlich agiler als noch zuvor und kam nun ebenfalls zu einigen brandgefährlichen Abschlüssen. Mehrmals konnte sich nun auch Breu im Malanser Tor mit guten Paraden auszeichnen. Einzig einen Lattenknaller von Basil von Wyl mussten die Gäste zu diesem Zeitpunkt entgegennehmen. Es dauerte einige Minuten in diesem Drittel, bis nun auch die Alligatoren wieder zum Spiel zurückfanden und damit ihren Druck erhöhen konnten. Doch zählbares aus Malanser Sicht war vorerst bis nach Spielhälfte noch Fehlanzeige. Nino Vetsch konnte schliesslich nach 32. Minuten mit seinem Treffer das Score auf 3:1 erhöhen. Die Platzherren waren in der Folge weiterhin nur mit rein defensiven Aufgaben beschäftigt. Zu hoch war der Druck mit dem bekannten Alligatoren-Pressing in der Sarner Platzhälfte. Dies führte dann auch zur ersten und einzigen Strafzeit an diesem Abend. Noah Boschungs Stossen musste in dem sonst sehr fair und gut geleiteten Spiel geahndet werden. Das drauffolgende Überzahlspiel konnten die Malanser durch den Treffer von Remo Buchli zur 4:1 Führung prompt zum Pausenergebnis nach 40 Spielminuten ausnutzen.

Erneut kam Sarnen nach der Pause wieder etwas besser und mit mehr Elan ins Spiel zurück. Sofort brannte es denn auch einige Male lichterloh vor Breu. Der Ball aber fand seinen Weg nie hinter die Malanser Torlinie. Auf der Gegenseite funktionierte es dafür wesentlich besser und durch die Verteidiger Christoph Camenisch und Kevin Berry schlug es gleich zweimal hinter Hüter Britschgi ein. Fortan regierte nur noch Malans auf dem Feld und durch weitere Treffer des Youngsters Mauro Hartmann und Topskorer Dan Hartmann fiel schon frühzeitig die definitive Entscheidung an diesem Abend. Sarnen stellte seine Formationen abermals um und nach ihrem genommenen Timeout nach 52 Minuten schalteten auch die Malanser sichtbar einen Gang zurück und ermöglichten sogar, für die fünf letzten Spielminuten noch ihren Nachwuchs-Torhüter Mario Bardill einzusetzen. Mit diesem klaren Auswärtserfolg können die Alligatoren sich weiterhin an der vorderen Tabellenhälfte halten und den Anschluss zu den Topteams der Liga wahren.

Am kommenden Wochenende steht nun eine Doppelrunde mit dem Bündner Derby gegen Chur (samstags) und zuhause gegen Uster (sonntags) auf dem Programm. Kommenden Samstag, 06. November wird es in der Churer Gewerbeschulhalle sicherlich sehr heiss zu und her gehen, denn die Churer sind ebenfalls im Flow und liegen nach ihrem Sieg in Thun nur gerade einen Punkt hinter den Alligatoren.

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Es war eine solide Leistung heute. Wir wussten, dass Sarnen unser Tempo nicht über 60 Minuten mitgehen kann. Nach 20 Minuten ist die Mannschaft ruhig geblieben und hat das Score anschliessend kontinuierlich hochschrauben können.»

 

Ad Astra Sarnen – UHC Alligator Malans 1:8 (1:2, 0:2, 0:4)
NLA Qualifikation – Spiel 8, Dreifachhalle Sarnen, 284 Zuschauer.
SR Sandra Zurbuchen | Corina Wehinger

Tore: 13. 0:1 V. Schubiger (M. Hartmann), 14. 0:2 D. Hartmann (Veltsmid); 17. 1:2 Forslind (auf Penalty); 32. 1:3 Vetsch (Jäger); 36. 1:4 Buchli (Berry, bei Ausschluss Boschung); 45. 1:5             Camenisch (Nett); 47. 1:6 Berry (Buchli); 49. 1:7 M. Hartmann (Nett); 52. 1:8 D. Hartmann (Buchli)

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Sarnen, keine gegen Malans

Sarnen: Britschgi; B. von Wyl, Hagert; Durot, Oweling; Durrer, Kramelhofer; Furrer, C. von Wyl, Höltschi; Dubacher, Forslind, Burri; Sommerhalder, Bitterli, Läubli;
Ersatz: Odermatt, Boschung, Rüegger, Amrein.
Malans: Breu (ab 56. Bardill); Berry, Veltsmid; Gartmann, Camenisch; R. Schubiger, Obrecht; D. Hartmann, Friolet, Buchli; V. Schubiger, M. Hartmann, Nett; Holenstein, Jäger, Vetsch.
Ersatz: Krättli, Tromm, Schmid, Schnell, Capatt, Bardill.

Bemerkungen: Sarnen ohne M. Schöni (verletzt), Rudd (krank) Eberhard, Barmettler (beide abwesend). Malans ohne Braillard, Rohner, Flütsch (alle verletzt) Wittwer abwesend; 21. Lattenschuss B. von Wyl.; 52. Timeout Sarnen

Beste Spieler:  Mathias Hagert für Sarnen, Remo Buchli für Malans

Herzlich willkommen, Lucy!

Am 5. Oktober ist unsere #71 Jonas Wittwer stolzer Vater von Lucy (die Strahlende) Arija (Löwin Gottes) geworden. Lucy Arija war bei der Geburt exakt gleich lang und schwer wie ihr Papa, nämlich 50 cm und 3500 g. 😉 Mutter und Kind sind wohlauf.
Wir gratulieren Jonas und Celina herzlich zur Geburt ihrer Tochter und wünschen ihnen auf diesem Weg viele unvergessliche Momente mit ihrem kleinen Sonnenschein.

Beherzter Einsatz, aber keine Punkte im Spitzenspiel

Malans verliert gegen GC Zürich ein der Affiche würdiges Spiel knapp mit 3:5. In der entscheidenden Phase des Spiels nehmen sich die Alligatoren mit kleinen Undiszipliniertheiten eigenverantwortlich die Chance auf den Sieg.

von Thomas Rentsch/UHC Alligator Malans

Das Spiel begann mit einigen Abschlüssen auf beiden Seiten gefällig. Den ersten Treffer erzielte der immer besser in Form kommende Mike Jäger für die Alligatoren in der 3. Minute. Schon früh im Spiel schenkte man sich in allen Zonen nichts: unkontrollierte Bälle waren heftig umkämpft. Rasches Umschaltspiel wurde von beiden Teams durch ein 1-2-2 Defensivsystem begünstigt. «Auf die 50/50 Bälle haben wir uns vor dem Spiel eingestellt. In der eigenen Zone gelang uns dies besser als im Spiel gegen vorne» meinte ein enttäuschter Joel Friolet nach dem Spiel. Aus dem grossen Hin und Her des Startdrittels konnte sich der Gast auf Zürich zählbare Vorteile verschaffen: der junge Seiler, Routinier Heller und Moritz Wenk trafen je für ihr Team, während Malans einige Grosschancen liegen liess.

Nach einem ereignisarmen, aber hektisch-temporeichen Mitteldrittel erforderte der 1:3 Rückstand das Eingreifen des Bündner Staffs. Pius Caluori stellte zu Beginn des Schlussdrittels auf zwei Linien um. Es brauchte etwas Anlaufzeit bis die neuen Formationen in Schwung kamen. Ein kapitaler Eigenfehler in der Bündner Defensive ermöglichte GC erst Treffer Nummer vier in der 45. Minute. Die Reaktion der Herrschäftler folgte aber durch zwei Treffer und einer zusätzlichen Grosschance in derselben Minute auf dem Fuss. Mauro Hartmann legitimierte seinen Einsatz mit einem kaltschnäuzigen Hocheckschuss allein vor Nati-Goalie Pascal Meier und Remo Buchli verwandelte nach einem idealen Querpass zum 3:4 Anschlusstreffer. Die unmittelbar folgenden Spielsequenzen bleiben als Beste des Abends in Erinnerung und boten hohen Unterhaltungswert. Sensationelle Paraden der Torhüter, heftige Chargen in den Zweikämpfen und vergebene Grosschancen auf beiden Seiten. Einen Torerfolg verbuchen konnten aber nur noch die Zürcher, die durch Joel Rüeggers Abstauber bereits in der 49. Minute den Endstand einstellten. Ein Umstand, dem Friolet nach dem Spiel nachtrauerte: «Wir kamen mit guter Energie ins letzte Drittel und spürten, dass wir gegen ein besser agierendes Team noch im Spiel sind. Dann haben wir unsere einzige Überzahlmöglichkeit des Abends mit einer unnötigen Bankstrafe zunichte gemacht.» Tatsächlich lag im angesprochenen Überzahlspiel der Malanser (54.) der Torerfolg dank gefälligem Spiel in der Luft, als Torhüter Sandro Breu für ein Beinstellen bestraft wurde. Der einzige Tolggen im Reinheft des zu Recht als besten Spieler ausgezeichneten Schlussmann, der nach dem Startdrittel für Jonas Wittwer eingewechselt wurde. Nach einem Timeout in der 58. Minute agierten die Alligatoren mit leerem Tor und sechs Feldspielern, blieben aber an der massierten Zürcher Abwehr hängen.

Hinsichtlich Kampf, Wille und Emotionen waren die Alligatoren GC ebenbürtig. Abstriche gibt’s für die gezeigte Qualität in der Bündner Offensive: einige Topchancen wurden vergeben, teilweise leichtfertig. «GC ist uns im Zusammenspiel weit Voraus, sie hätten viel höher gewinnen können», so Friolets Fazit. So geht der Sieg GCs in Ordnung, auch wenn fehlendes Wettkampfglück und einige streng geahndete Strafen gegen die Alligatoren moniert werden können. Bitterer wird der Nachgeschmack der Partie aber auch bei Gedanken an Captain Florian Tromm und Jonas Wittwer, die beide verletzungsbedingt ersetzt werden mussten. Gute Besserung und hoffentlich auf Bald!

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Heute war GC in allen Belangen die bessere Mannschaft. Sie haben verdient gewonnen.»

 

Telegramm von Swissunihockey

UHC Alligator Malans – Grasshopper Club Zürich 3:5 (1:3, 0:0, 2:2)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 372 Zuschauer. SR Schuler/Sprecher.
Tore: 3. M. Jäger (R. Schubiger) 1:0. 9. N. Seiler (J. Rüegger) 1:1. 14. T. Heller (K. Bier) 1:2. 15. M. Wenk (J. Rüegger) 1:3. 45. C. Meier (N. Seiler) 1:4. 45. M. Hartmann (T. Braillard) 2:4. 45. R. Buchli (D. Hartmann) 3:4. 49. J. Rüegger (N. Seiler) 3:5.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.

Alligator Malans: Wittwer; Dan Hartmann, Veltsmid; Berry, Tromm; Romano Schubiger, Obrecht; Valentin Schubiger, Rohner, Nett; Braillard, Friolet, Buchli; Holenstein, Jäger, Vetsch.
Ersatz: Breu; Camenisch, Gartmann, Schmid, Capatt, Mauro Hartmann.
Verletzt: Flütsch, Schnell.

GC Zürich: Pascal Meier; Moritz Wenk, Volkart; Bier, Heller; Göldi, Alliata; Christoph Meier, Seiler, Rüegger; Laubscher, Laely, Riedi; Hasenböhler, Steiger, Florian Wenk.
Ersatz: Lemke; Strässle, Zolliker, Dürler.

Bestplayer: Pascal Meier für GC Zürich, Sandro Breu für Alligator Malans.

 

Sieg gegen bissige Tigers

Ein munteres Startdrittel. Ein schwaches Mitteldrittel und ein Doppelschlag innert 11 Sekunden im Schlussdrittel reichen für den Auswärtssieg gegen die Tigers Langnau.

von Jörg Rutz/UHC Alligator Malans, Foto: Christoph Hofer

Die Zuschauer sahen eine muntere Anfangsphase. Beide Teams suchten von Beginn weg den Führungstreffer, dennoch fehlten die zwingenden Torchancen. Sandro Breu, der an diesem Abend anstelle von Jonas Wittwer das Tor hütete, musste in der 5. Minute zum ersten Mal eingreifen. Joel Friolet hatte auf Pass von Tim Braillard den Führungstreffer auf dem Stock (10.). In der 11. Minute wanderte Mathias Steiner von den Tigers für ein Stockschlag auf die Strafbank und diese Überzahl nutzten die Bündner durch Damian Rohner zum 1:0 aus. In der gleichen Minute wurde den Gästen ein Powerplay zugesprochen. Nico Obrecht wurde ebenfalls für einen Stockschlag auf die Strafbank geschickt. Die Langnauer zogen ein anschauliches Überzahlspiel auf, konnten aber ihrerseits nicht ausgleichen. Florian Tromm vergab im Slot das sichere 2:0 (18.), sein Schuss wurde noch von Luca Fankhauser in extremis geblockt.

Den Start ins Mitteldrittel verschliefen die Herrschäftler, anders ist es nicht zu erklären, weshalb man bis zur 28. Minute drei Gegentore kassierte und vom Heimteam regelrecht überfahren wurde. Marco Rentsch hatte soeben mit einem sehenswerten Treffer und ohne grosse Gegenwehr zum 3:1 erhöht. Die Berner waren zu diesem Zeitpunkt klar spielbestimmend und bissiger. Die Malanser brauchten ein paar Minuten, um wieder ins Spiel zurückzufinden. Nino Vetsch verzog allein vor Roman Beck (35.). Kurz darauf machte es Roman Schubiger besser und verkürzte auf 2:3, Remo Buchli hätte gar den Ausgleich erzielen müssen, scheiterte aber am starken Berner Schlussmann (36.). Alligator war nun definitiv wieder zurück im Spiel.

Wieder startete das Heimteam druckvoller ins Drittel, dieses Mal jedoch hielt Alligator dagegen und es sollte noch besser kommen. Mike Jäger erzielte in der 47. Minute nach einem Konter den Ausgleich und nur 11 Sekunden später schoss Remo Buchli das Führungstor. Das Spiel wog nun hin und her und bot beste Unterhaltung. Schliesslich waren es die Tore von Markus Hollenstein in der 52. und erneut Remo Buchli in der 60. Minute, die diesen wichtigen Auswärtssieg besiegelten. Das Tor von Marc Oliver Gerber zum 4:6 blieb Resultatkosmetik.

 

Tigers Langnau vs UHC Alligator Malans 4:6 (Drittelergebnisse 0:1 / 3:1 / 1:4)

Espace-Arena. 215 Zuschauer SR Stephan Schuler / Colin Sprecher

Tore: 12. D. Rohner (T. Braillard) 0:1, 21. M. Mosimann (K. Kropf) 1:1, 23. M. Rentsch (T. Gfeller) 2:1, 28. M. Rentsch (S. Flühmann) 3:1, 35. R. Schubiger (N. Vetsch) 3:2, 47. M. Jäger (N. Vetsch) 3:3, 47. R. Buchli (F, Tromm) 3:4, 52. M. Holenstein (M. Jäger) 3:5, 60. R. Buchli (T. Braillard) 3:6, 60. M. Gerber (S. Siegenthaler) 4:6

Strafen: UHC Alligator Malans 1x2Min / Tigers Langnau 1x2Min

UHC Alligator Malans: Breu, Tromm (C), Camenisch, Veltsmid, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Friolet, Gartmann, Schmid, R. Schubiger, Hartmann, Rohner, Braillard, Hollenstein, Jäger, Veltsmid, Schnell

Ersatz: Bardill

Tigers Langnau: Beck, Stucki, Strohl, Siegenthaler, Nyh, Langenegger, Mosimann, Fankhauser, Lauber, Gfeller, Kropf, S. Steiner, M. Steiner, L. Steiner, Rentsch, Pfister, Flühmann, Gerber, Schenkel

Bemerkungen: Alligator ohne Krättli, Capatt und Flütsch (alle verletzt), Wittwer, 58. Time Out Tigers Langnau, 58. Tigers Langnau ohne Torhüter

Bester Spieler: Tigers Langnau: Marco Rentsch, UHC Alligator Malans: Florian Tromm

Alligator Malans gewinnt hochstehenden Unihockey-Klassiker!

Mit einer beherzten und kämpferischen Teamleistung gewinnen die Malanser verdient ein hochklassiges und fair geführtes Meisterschaftsspiel gegen den SV Wiler-Ersigen mit 5:3 Toren.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans.

Mit den parallellaufenden Pferderenntagen in Maienfeld und den aktuellen 3G COVID Weisung hatten die Malanser nebst Ligakrösus SV Wiler-Ersigen an diesem Spieltag noch zwei weitere Gegner. Denn es fanden für diesen «Klassiker» nur gerade 326 Zuschauer den Weg in die Maienfelder Sporthalle. Die Alligatoren gingen von Beginn an wesentlich konzentrierter als noch vor Wochenfrist beim Meister ans Werk und erarbeiteten sich vorab während der ersten Hälfte dieses Startabschnittes denn auch ein klares Chancenplus. Christoph Camenisch sah seinen Schlagschuss aus der zweiten Reihe nach 5 Spielminuten nur von der Torumrandung abspringen. Die Berner fanden ab der 10. Minute ebenfalls besser ins Spiel und kamen nun auch ihrerseits zu einigen gefährlichen Abschlüssen. Die Platzherren aber keineswegs in ihre Defensivzone zurückgedrängt, erspielten sich weitere Torchancen und mit Nino Vetsch in der 16. und durch Markus Holenstein in der 19. Minute wurde das Berner Tor abermals abgemessen. Nach drei Schüssen auf die Torstangen und etlichen Paraden beider Torhüter endete dieses Drittel torlos.

Im Mittelabschnitt nahm das Spiel zunehmend Fahrt auf. Mutiert zu einem offenen Schlagabtausch, wenn nun auch die Hektik mehrheitlich die Regie führte. Dem wiedergenesenen Remo Buchli war es gegönnt, den Torreigen in der 23. Spielminute an diesem Abend zu eröffnen. Allein vor Yanick Flury netzte er auf ein perfektes Zuspiel von Kevin Berry zum umjubelten Führungstreffer ein. Die Reaktion der Gäste blieb in der Folge nicht aus. Auch Deny Känzig sah sein Geschoss hinter dem Malanser Schlussmann Jonas Wittwer nur vom Gehäuse abprallen. Mit gesunder und fairer Härte agierten beide Teams und boten den Zuschauern hochstehende und moderne Unihockeykost. Erneut brachte Buchli nach 29. Minuten durch die Vorarbeit von Joel Friolet sein Team mit zwei Längen in Front. Wilers Topscorer Känzig verkürzte das Skore mit seinem Treffer in der 33. Minute zur 2:1 Pausenführung nach 40 gespielten Minuten. Zuvor ahndeten die gut leitenden Schiedsrichterinnen an diesem Abend einen Stockschlag von Camenisch, welcher die Berner jedoch nicht zum ersehnten Ausgleich nutzen konnten.

Das dritte Drittel bot nun alles, was das Unihockeyherz sich wünscht. Schnelle Ballstafetten, ein Hin- und Her mit glänzenden Paraden beider Torhüter. Bereits in der 42. Minute glänzte Wittwer mit einem «Big-Save», als Gianluca Persici alleine vor ihm stehend zum Abschluss kam. Die Gäste nun mit enormem Druck aufs Malanser Tor und Tim Döbeli krönte dessen Bemühungen letzten Endes mit dem Ausgleichstreffer. Die Malanser Defensive nun derart stark unter Druck gesetzt, sodass ab der 48. Spielminute auf zwei Formationen reduziert wurde, damit mit ein paar PS mehr auf dem Feld der Druck wieder auf die gegenüberliegende Seite gesetzt werden konnte. Dies zahlte sich postwendend auch aus, denn innert nur vier Minuten bejubelten die Malanser drei weitere Treffer zum 5:2 Zwischenergebnis. Wiler Coach Thomas Berger beorderte daraufhin den bislang geschonten Joonas Pysly aufs Feld. Marco Louis verkürzte fünf Minuten vor Spielende auf 5:3, aber die Zeit lief den Bernern zunehmend davon. Auch das Timeout in der 58. Minute und die daraufhin nummerische Feldüberlegenheit brachte nichts Zählbares mehr heraus. Es blieb bei diesem Ergebnis und über die gesamte Spielzeit gesehen haben sich die Alligatoren den Sieg nicht nur erkämpft, sie haben sich ihn auch verdient.

Dank diesem Spiel und dank des Torverhältnisses klettern die Malanser mit 9 Punkten auf den zwischenzeitlich dritten Tabellenplatz hoch. Kommenden Samstag, 09. Oktober geht die Reise zu Spiel 6 ins Emmental, bevor es zum ersten Nati-Unterbruch in dieser Saison kommt. Das Spiel gegen die Tigers-Langnau beginnt 19.00 Uhr in der Espace-Arena Biglen.

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Über weite Strecken des Spiels war es ein sehr solider Auftritt. Defensiv konnten wir das Spiel so steuern, wie wir es uns auch vorgenommen haben. Offensiv konnten wir immer wieder Druckphasen entwickeln. Wichtig war, dass wir uns nach dem Ausgleich nochmals steigern konnten.»

 

UHC Alligator Malans – SV Wiler-Ersigen 5:3 (0:0, 2:1, 3:2)
NLA Qualifikation – Spiel 5, Sporthalle Lust Maienfeld, 326 Zuschauer.
SR Sandra Zurbuchen | Corina Wehinger

Tore: 23. 1:0 Buchli (Berry), 29. 2:0 Buchli (Friolet), 33. 2:1 D. Känzig (Krebner), 46. 2:2 Döbeli (Krebner), 50. 3:2 Rohner (Hartmann), 51. 4:2 Holenstein (Camenisch), 54. 5:2 Friolet (Buchli), 55. 5:3 Louis

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Malans, Keine gegen Wiler

Malans: Wittwer, Berry, Tromm; Veltsmid, Camenisch; R.Schubiger, Obrecht; Braillard, Friolet, Buchli; Hartmann, Rohner, Nett; Holenstein, Jäger, Vetsch.
Ersatz: Krättli, Gartmann, Schmid, Schnell, Capatt, Breu.
Wiler: Flury, Wyss, Väänänen; Krebner, Hollenstein; Ziehli, Tambini; Dudovic, Louis, Persici; D. Känzig, Siegenthaler, Döbeli; Mühlemann, Vogt, Sikora.
Ersatz_Kramer, Pysly

Bemerkungen: Malans ohne Flütsch, V.Schubiger (beide verletzt); Wiler ohne von Arx, Affolter. T.Känzig;
5. Lattenschuss Camenisch, 17. Lattenschuss Vetsch, 19. Pfostenschuss Holenstein, 23 Pfostenschuss D.Känzig, 58. Timeout Wiler-Ersigen, ab 58. Wiler mehrheitlich ohne Torhüter.

Beste Spieler: Remo Buchli für Alligator Malans, Michal Dudovic für Wiler-Ersigen

1 2 3 59