UHC Alligator Malans

Nurmela und Vestlund verlassen den Verein

Ein Tag nach dem Saisonende steht fest, dass Jarkko Nurmela und Anton Vestlund den Verein in Richtung Heimat verlassen werden.

#42 Jarkko Nurmela hat seit der Saison 2016/17 mit einem Jahr Unterbruch für Alligator Malans gespielt. Dabei hat unser finnischer Stürmer seine Skorerqualitäten eindrücklich unter Beweis gestellt und in 102 Pflichtspielen stolze 134 Skorerpunkte (85 Tore/49 Assists) gesammelt.

#73 Anton Vestlund kehrt nach einer Saison wieder zurück in seine Heimat. Der Powerflügel, welcher mit seinem körperbetonten Spiel die gegnerische Verteidigung immer wieder gefordert hat, musste verletzungsbedingt leider immer wieder pausieren. Dennoch konnte er 20 Skorerpunkte (14 Tore/6 Assists) verbuchen.

Wir danken Jarkko und Anton für ihren Einsatz und wünschen den beiden für die Zukunft alles Gute.

 

 

Saisonende trotz viel Moral

Alligator Malans scheidet im Playoff-Halbfinal gegen Floorball Köniz aus. Die Alligatoren holten in den Schlussminuten ein 5:2-Rückstand auf, bevor Köniz die Serie in der Verlängerung doch noch zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

Autor: UHC Alligator Malans

Wer die bisherige Playoff-Serie zwischen Alligator Malans und Floorball Köniz verfolgt hat, der musste kein Prophet sein, um ein enges sechstes Spiel zu prognostizieren. Häufig entschieden Details über Sieg oder Niederlage. Besonders eng ging es am Mittwoch zu und her, als Malans nach 14 Penaltys das Saisonende abwenden konnte. Und doch stand dieses sechste Spiel dem fünften punkto Dramatik in nichts nach – leider dieses Mal mit dem schlechteren Ende für Alligator.

Die Ausgangslage blieb auch vor Spiel 6 die gleiche für Malans. Sie lautete: verlieren verboten. Für dieses Unterfangenerwischten die Alligatoren allerdings einen denkbar schlechten Start. Köniz wirkte deutlich wacher und führte bereits nach fünf Minuten mit 2:0. Zuerst verwertete in der zweiten Minute Pascal Michel nach einem wunderschönen Diagonalpass von Manuel Maurer. In der fünften Minute legte Michel nach einem Ballverlust von Christoph Camenisch als letzter Mann nach. Doch in dieser Serie wurde zur Genüge bewiesen, dass eine 2:0-Führung nicht allzu viel aussagt. So war es auch in diesem TV-Spiel. Bis zur 22. Minute war das Verdikt wieder ausgeglichen. Besonders das 2:2 war sehr sehenswert. Lukas Veltsmid liess zuerst seinen Landsmann Martin Kisugite mit einem schönen Lob über seine Kelle stehen und verwertete dann gleich mittels Volleyschuss den Ball im Tor. Jyrki Holopainen sorgte in der 28. Minute dann aber mit einem ähnlich sehenswerten Treffer für die erneute Könizer Führung. Der Finne lenkte ein Schuss von Raul Willfratt ins Malanser Tor ab.

Diesem Ein-Tore-Rückstand rannten die Alligatoren auch im Schlussdrittel noch nach. Die Malanser agierten dort nur noch mit zwei Formationen und versuchten so, das Tempo hochzuhalten. Die Tore fielen vorerst aber auf der anderen Seite. In der 44. Minute lancierte Nationalspieler Manuel Engel Topskorer Manuel Maurer mit einem flachen Pass durch die Mitte. Maurer stand alleine vor Wittwer und verzögerte geschickt. Und in der 45. Minute wurde die Ausgangslage für Alligator noch ungemütlicher. Jonas Ledergerber traf genau ins Lattenkreuz. Es war nicht so, dass die Malanser keine Chancen hatten, aber die Könizer bewiesen in dieser Phase im Abschluss mehr Kaltblütigkeit und Präzision.

Die Alligatoren steckten aber trotz diesem Drei-Tore-Rückstand keineswegs auf. In der 54. Minute nutzte das Auswärtsteam eine Powerplaysituation aus. Kevin Berry und Tim Braillard spielten sich den Ball hin und her. Schliesslich fasste sich Braillard von der linken Seite ein Herz und erzielte tatsächlich das 5:3. Die Alligatoren drückten nun auf den Anschlusstreffer. Doch dieser wollte und wollte nicht gelingen. Gut 2,5 Minuten vor Schluss nahm Malans schliesslich das Timeout und ersetzte Wittwer gleich gegen einen sechsten Feldspieler. Doch die Zeit lief unerbittlich runter. Schliesslich war nur noch eine Minute zu spielen. Die Alligatoren nahmen noch einmal einen Anlauf. Und tatsächlich zappelte der Ball 39 Sekunden vor Schluss im Netz. Remo Buchli verwertete mit viel Zug zum Tor einen Pass von Dan Hartmann und brachte die Hoffnungen für Malans zurück. Die Malanser nach dem Bully gleich wieder im Ballbesitz, setzten gleich zum nächsten Angriff an. Nach einer schön anzuschauenden Ballstafette landete der Ball bei Tim Braillard. Und dieser schoss aus der Mitte tatsächlich zum Ausgleich ein! Die Malanser Bank im Freudentaumel – der sich dann einige Minuten später in puren Frust verwandelte. Nachdem die Alligatoren in der Verlängerung eher mehr vom Spiel hatten – ohne allerdings wirklich zwingend zu werden, brachten sie den Ball in der 67. Minute nicht aus dem Slot weg. Schliesslich kam das Spielgerät zu Stefan Hutzli, dieser sah Ledergerber in der Mitte. Und dieser besiegelte das Malanser Saisonende. So nahe liegen Freude und Trauer im Unihockey manchmal beieinander.

Vielen Dank an Floorball Köniz für die hartumkämpfte und toll anzuschauende Playoff-Serie. Alligator freut sich bereits jetzt auf eine Revanche in der neuen Saison – dann hoffentlich wieder vor Zuschauern. Vorerst gilt es nun aber das bittere Ausscheiden zu verdauen.

 

Floorball Köniz – UHC Alligator Malans 6:5 n.V. (2:1, 1:1, 2:3, 1:0)
AXA Arena, Winterthur. SR Hohler/Koch.
Tore: 2. P. Michel (M. Maurer) 1:0. 5. P. Michel (M. Maurer) 2:0. 12. J. Schnell (M. Holenstein) 2:1. 22. L. Veltsmid (V. Schubiger) 2:2. 28. J. Holopainen (R. Willfratt) 3:2. 44. M. Maurer (M. Engel) 4:2. 45. J. Ledergerber (P. Michel) 5:2. 54. T. Braillard (K. Berry) 5:3. 60. R. Buchli (D. Hartmann) 5:4. 60. T. Braillard (K. Berry) 5:5. 67. J. Ledergerber (S. Hutzli) 6:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz. keine Strafen.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Tromm; Veltsmid, Holenstein; Braillard, Buchli, Nurmela; Hartmann D., Vetsch, Nett; Friolet, Schubiger V., Schnell;

Ersatz: Breu, Obrecht, Gartmann, Schmid, Hartmann M., Vestlund

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Flütsch, Krättli, Rohner

Beste Spieler: Lukas Veltsmid (Alligator Malans), Pascal Michel (Floorball Köniz)

Saisonende verschoben – Alligator gewinnt in Extremis!

In einem intensiven und an Spannung kaum zu überbietenden Spiel setzt sich der UHC Alligator Malans im Penaltyschiessen durch. In der Serie steht es jetzt noch 2:3

14.04.2021 – Maienfeld – Die Partie hatte kaum begonnen, da führte Alligator in diesem kapitalen Spiel bereits nach 42 Sekunden mit 1:0. Es war Jarkko Nurmela, der den Ball direkt auf den freistehenden Remo Buchli in den Slot weitergeleitet hatte und dieser konnte Patrick Eder im Tor der Könizer mit einem satten Schuss bezwingen. Das frühe Tor gab den Herrschäftlern die nötige Sicherheit und die Malanser wirkten in der Anfangsphase etwas entschlossener und spielbestimmender. Die Berner fanden in der Folge nur langsam ins Spiel. Alligator setzte nach. In der 10. Minute konnte Nino Vetsch nach einem sehenswerten Doppelpass mit Simon Nett gar auf 2:0 erhöhen. In der Schlussphase des ersten Drittels wurden die Berner etwas stärker und nach dem Nino Vetsch wegen eines Haltens für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt wurde, erzielten die Könizer in ihrem erstes Überzahlspiel das wichtige Anschlusstor. Die Gäste schienen nun definitiv im Spiel angekommen zu sein und konnten gar etwas glücklich durch Oliver Schmocker in der 19. Minute zum 2:2 ausgleichen.

Es entwickelte sich eine spannende und intensive Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Nur wegen der Torhüter, die sich mit starken Paraden auszeichnen konnten, blieb es bis weit nach Spielmitte beim Unentschieden. Es dauerte schliesslich bis zur 36. Minute, ehe durch eine schnelle Passkombination die Gäste zum ersten Mal in Führung gehen konnten. Tim Braillard stand für einmal vor dem Tor nicht nahe genug bei Oliver Schmocker und dieser konnte eiskalt zum 2:3 abschliessen. Den Bernern bot sich dann eine weitere Überzahlmöglichkeit und damit die Chance, den Vorsprung auszubauen, doch dieses Mal liess Alligator kein weiters Tor zu.

Mit dem Messer am Hals und dem Saisonende vor Augen startete Alligator ins letzte Drittel. Von Beginn weg suchten die Malanser mutig den Ausgleichstreffer, Köniz lauerte auf Konter. In der 49. Minute wurde Yann Ruh von den Könizer für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Alligator zog ein starkes Powerplay auf und tatsächlich traf Jarkko Nurmela zum 3:3. Nur ein paar Minuten später wurde dem Heimteam erneut eine weiter Strafe zugesprochen. Der Führungstreffer wollte jedoch nicht fallen und dies läutete den Beginn einer hektischen Schlussphase ein, ohne dass ein weiterer Treffer gelingen sollte.

In der Verlängerung wollte Alligator etwas entschlossener den Sieg, doch letztendlich musste das Spiel im Penaltyschiessen entschieden werden. Jonas Wittwer behielt in dieser mit Spannung kaum auszuhaltenden Situation die Nerven und wehrte mit unglaublichen Reflexen die meisten Abschlüsse der Könizer ab. Zurecht wurde er am Ende des Spiels als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet. Jarkko Nurmela war es schliesslich, der den entscheidenden Penalty versenken konnte und Alligator weiterhin vom Superfinale träumen lässt.

 

UHC Alligator Malans vs. Floorball Köniz 4:3 (Drittelergebnisse 2:2 / 0:1 / 1:0 / 1:0)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 0 Zuschauer, SR Steven Preisig / Cyrille Schädler

Tore: 01. R. Buchli (J. Nurmela) 0:1, 10. N. Vetsch (S. Nett) 2:0, 18. S. Hutzli (P. Michel) 2:1, 19. O. Schmocker (S. Hutzli) 2:2, 36. O. Schmocker (T. Aebersold) 2:3, 50. J. Nurmela (T. Braillard) 3:3

Strafen: Köniz 2x2Min / UHC Alligator Malans 2x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm (C), Nurmela, Camenisch, Schmid, Friolet, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Gartmann, Schmid, Braillard, R. Schubiger, Veltsmid, Holenstein, Nett,         V. Schubiger, D. Hartmann, M. Hartmann, Vestlund

Ersatz: Breu

Floorball Köniz: Eder, Haldemann, Holopainen, Hutzli, Jirebeck, Aebersold, Ruh, Tringaniello, Engel, Michel, Maurer, Schmocker, Kisugite, Guggisberg, Saner, Ledergerber, Münger, Müller, Sigrist, Wilfratt, Baumann, Hammer

Bemerkungen: Alligator ohne Flütsch, Capatt (alle verletzt), Rohner (Militär), 50. Timeout Alligator,

Bester Spieler: Alligator: Jonas Wittwer, Köniz: Jyrki Holopainen

Alligatoren mit dem Rücken zur Wand

Das vierte Halbfinalspiel verliert Alligator Malans in Köniz mit 5:6 nach Verlängerung. Trotz Kontrolle des Spiels und einer niedrigen Fehlerquote geht der Lohn an den Gegner.

von Thomas Rentsch

Im hervorragenden Rundumservice der Floorball Köniz-Livestream-Macher bekannte sich Trainer Pius Caluori in seiner glaubhaften Art zu seinen Lehren aus der Frust-Niederlage vom Vortag: «Mit der Umstellung auf zwei Linien nach 40, sowie dem Timeout nach 54 Minuten wollte ich der Mannschaft heute frühe Impulse geben. Das ist einigermassen gelungen, wenn auch das Gefühl nicht viel besser ist als nach der gestrigen Partie.» Es waren mutige Massnahmen, die der Bündner Trainer in der zweiten Pause beschloss. Zahlreiche Spieler, die in den ersten zwei Dritteln dem Spiel den Stempel aufdrückten, fanden sich auf der Bank wieder. Auf der anderen Seite gelang es damit, das Spiel, bis auf eine Ausnahme, zu kontrollieren. Einzig der Könizer Captain Jonas Ledergerber erwischte Namensvetter Wittwer im Malanser Tor in der 50. Minute am kurzen Pfosten. Der Ausgleich zum 5:5 war nicht unverdient – auf jeden Fall aber bot er immense Spannung bis zum Sudden Death. Weil mit Anton Vestlund und Christian Gartmann zwei Malanser Teamstützen im letzten Abschnitt verletzungsbedingt ausfielen, musste Caluori erneut Anpassungen im Line-up vornehmen. In einem, durch routinierte Spieler völlig auf Sicherheit geführten Spiels, war die Spannung beim Zuschauen gross. Gefehlt hat eine mitgehende Tribüne – einmal mehr schmerzlich vemisst…

Zum Bündner Unglück führte eine Aktion, in der Kevin Berry, als erster Protagonist notabene nach fast zehn Spielminuten in der Verlängerung, etwas reissen wollte. Als ob er sich die Worte des Nationaltrainers im Livestream der Drittelspause zu Herzen genommen hätte («welcher meiner Stammkräfte sagt: «Hier, ich! Ich mach`s für mein Team!»?»), nutze er etwas Raum in seiner bevorzugten Abschlussposition – und verzog. Mit dem eiskalt ausgespielten Konter bestraften Maurer, Michel und Ledergerber, die drei besten Könizer des Abends, Berry hart für seinen Mut.

In den ersten 40 Minuten glich die Performance der Alligatoren jener vom Vortag: Zielstrebig nach vorne, bei gleichzeitig solider Defensivarbeit und einem sich stetig steigernden Jonas Wittwer spielten sie sich die Niederlage aus dem Kopf. Hervorzuheben ist die nominell dritte Linie, in der Joshua Schnell, Markus Holenstein und Joel Friolet für offensive Musik sorgten. Leider wurde eine 2:0 Führung unmittelbar vor der Pause leichtfertig verspielt. Im Mitteldrittel erzielte Floorball Köniz durch Pascal Michel entgegen den Spielverlauf die Führung. Darauf konnten aber Christoph Camenisch und zweimal Anton Vestlund reagieren: Ein Schuss aus der Ferne, ein schön herausgespieltes Überzahltor (endlich!) und einmal energisch durchgesetzt, und schon war der Rückstand in eine Zweitoreführung gekehrt (3:5, 30`). Das Könizer Überzahlspiel, im Gegensatz zu den Herrschäftlern hochdekoriert, funktionierte kurz darauf ebenfalls, und Michel reüssierte zum zweiten Mal an diesem Abend.

Im mehr taktisch als kämpferisch geführten Spiel zeigten Dan Hartmann und Tim Braillard eine ausgezeichnete Leistung in der Defensive. Mit vielen abgefangenen Bälle, millimetergenauem Positionsspiel und Zweikampfstärke liessen sie den beiden Könizern Paradeformationen wenig Abschlussmöglichkeiten zu.

Letztlich ist dies aber Makulatur. Zumindest auf die Konsequenzen bezogen: 1:3 Rückstand im best of seven bedeutet 1:3 Rückstand im best of seven. Heisst, Köniz ist nicht durch, die Alligatoren haben am Mittwoch ein Heimspiel, das, mit demselben Elan bestritten, auch für sie ausgehen kann.

 

Floorball Köniz – UHC Alligator Malans 6:5 n.V. (2:2, 2:3, 1:0, 1:0)
Sporthallen Weissenstein, Bern. SR Preisig/Schädler.
Tore: 13. J. Schnell (M. Holenstein) 0:1. 15. J. Friolet (J. Schnell) 0:2. 19. M. Engel (P. Michel) 1:2. 20. T. Aebersold (S. Hutzli) 2:2. 22. P. Michel (M. Maurer) 3:2. 24. C. Camenisch (S. Nett) 3:3. 28. A. Vestlund (T. Braillard) 3:4. 30. A. Vestlund 3:5. 31. P. Michel (M. Engel) 4:5. 50. J. Ledergerber (J. Holopainen) 5:5. 69. J. Ledergerber (P. Michel) 6:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

 

Floorball Köniz: Eder; Schmocker, Holopainen; Ruh, Tringaniello; Haldemann, Kisugite; Willfratt, Hutzli, Aebersold; Michel, Engel, Maurer; Saner, Guggisberg, Ledergerber.

Ersatz: D. Münger; Hammer, Sigrist, Baumann, L. Münger, Müller.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Gartmann; Veltsmid, Tromm; Braillard, Buchli, Nurmela; Hartmann D., Vestlund, Nett; Friolet, Holenstein, Schnell;

Ersatz: Breu, Obrecht, Schmid, Hartmann M., Vetsch

 

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Flütsch, Krättli, Rohner, Schubiger V.

 

Beste Spieler: Anton Vestlund für Alligator Malans, Manuel Maurer für Floorball Köniz.

Den Sieg aus den Händen gegeben

Alligator Malans verliert erneut gegen Floorball Köniz und liegt nun in der Playoff-Serie mit 1:2 zurück. Dieses dritte Spiel dürfte Malans allerdings aufgrund des Spielverlaufes niemals verlieren.

Autor: UHC Alligator Malans

Das dritte Spiel im Playoff-Halbfinal zwischen Malans und Köniz war zum zweiten Mal das TV-Spiel. Das erste am Ostermontag istAlligator nicht in guter Erinnerung geblieben. Das Spiel ging verdient mit 6:2 an Köniz. Damit stand es in dieser Serie vor Spiel 3 1:1. Die Alligatoren waren gefordert, auf diesen kleinen Rückschlag zu reagieren. Lange schien es, als würde das auch gelingen. Doch dann kamen die letzten sieben Minuten.

Aber der Reihe nach. Die Malanser waren in diesem dritten Spiel von Beginn an bereit und machten äusserst wenig Fehler. Dadurch gelang es Köniz nur selten, gefährlich vor Alligator-Torhüter Jonas Wittwer aufzutauchen. Und die Malanser erzielten endlich «die einfachen Tore» wie es Alligator-Verteidiger Kevin Berry im Pauseninterview nach dem ersten Drittel mit SRF nannte. Und so führten die Malanser zu diesem Zeitpunkt mit 3:0. Nicht, weil sie deutlich überlegen waren, aber weil sie ihre Chancen konsequenter suchten als noch am Montag und die Körpersprache eine völlig andere war. Den Auftakt machte in der neunten Minute Berry in seiner bekannten Manier. Er zog etwa von der Mittellinie einfach mal ab und fand den Weg durch viele Beine hindurch. In der 16. Minute gelang es der neu formierten ersten Linie nachzudoppeln. Tim Braillard erhielt auf der linken Seite Platz und nutzte diesen für einen platzierten Abschluss zum 2:0. Braillard hatte auch beim dritten Treffer zwei Sekunden vor dem Drittelsende seine Finger im Spiel. Er fand Romano Schubiger von der linken Ecke im Slot quasi blind, Schubiger verwertete souverän.

Im Mitteldrittel konnten die Alligatoren die Führung dann sogar noch um einen Treffer ausbauen. Zwar konnte Jonas Ledergeber in der 26. Minute nach einer schnellen Auslösung auf der linken Seite den Anschlusstreffer erzielen. Doch die Alligatoren liessen sich dadurch nicht verunsichern und konnten nur kurze Zeit später von einer zwei-Minuten-Strafe profitieren. Raul Willfratt fällte Remo Buchli an der Bande. Joshua Schnell konnte daraufhin in der 28. Minute mit einem schönen Bogenlauf den alten Vorsprung wiederherstellen. Und kurz nach Spielhälfte gelang es Markus Holenstein, einem Könizer den Ball in der Vorwärtsbewegung abzuluchsen und eine 1:0-Situation souverän zu verwerten. Weitere Tore gab es im zweiten Abschnitt nicht mehr zu bewundern, auch weil Dan Hartmann einen Penalty in der 32. Minute nicht ausnutzen konnte.

Und so folgte das verhängnisvolle Schlussdrittel. Bereits nach 48 Sekunden lag der Ball in diesem Abschnitt ein erstes Mal hinter Wittwer im Kasten. Ein Könizer Schuss wurde von Schubiger unglücklich zum 5:2 ins eigene Tor abgelenkt. Bis Mitte des Drittels entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Dabei gelang es den Alligatoren, den vier-Tore-Vorsprung wiederherzustellen. 7:3 lautete der Spielstand zu diesem Zeitpunkt. Auch noch in der 54. Minute, als die Könizer nach einem tollen Auswurf von Köniz-Torhüter Patrick Eder zum schönsten Angriff der Partie ansetzten. Der Ball wurde über mehrere Stationen gespielt und gelangte schliesslich hoch vors Tor zu Willfratt, der scheinbar ohne Probleme Volley zum 7:4 einschoss. Dieses Tor war rückblickend wohl der Wendepunkt in dieser Partie. Nur neun Sekunden später lag der Ball erneut im Malanser Tor. Stefan Hutzli nutzte eine Unsauberheit im Vorwärtsspiel der Alligatoren aus. Als dann in der 57. Minute Pascal Michel gar zum 7:6 verkürzen konnte, war bei Malans endgültig Feuer unter dem Dach. Auch die Entstehung dieses Tors dürfte den Malansern nicht gut getan haben. Der Ball rollte nämlich unglücklich zwischen den Beinen von Wittwer ins Tor. Wieder nur 40 Sekunden später tauchte der Könizer Nationalspieler Manuel Engel auf der linken Seite gefährlich vor dem Alligator Tor auf. Auch sein Abschluss sass. Zu diesen bitteren Schlussminuten passte, dass Buchli nach einem Rempler knapp 2,5 Minuten vor Schluss noch auf die Strafbank musste. Michel erhielt auf der linken Seite zu viel Platz, Wittwer konnte sich nicht mehr schnell genug zurückverschieben. 7:8. Malans rannte zwar noch einmal an, elf Sekunden vor Schluss besiegelte Köniz aber auch die letzten Hoffnungen auf ein Comeback.

Viel Zeit diese bittere Niederlage zu verarbeiten bleibt nicht. Bereits am Sonntag um 16 Uhr steht in Köniz Spiel 4 an. Alligator muss versuchen, die ersten 40 Minuten dieses Spiel 3 im Kopf zu behalten. Denn da haben die Malanser gezeigt, dass sie Köniz durchaus in die Schranken weisen können.

UHC Alligator Malans – Floorball Köniz 7:9 (3:0, 2:1, 2:8)
AXA Arena, Winterthur. SR Hohler/Koch.
Tore: 9. K. Berry (J. Nurmela) 1:0. 16. T. Braillard (K. Berry) 2:0. 20. R. Schubiger (T. Braillard) 3:0. 26. J. Ledergerber (C. Haldemann) 3:1. 28. J. Schnell (K. Berry) 4:1. 31. M. Holenstein 5:1. 41. J. Holopainen (O. Schmocker) 5:2. 44. D. Hartmann (C. Camenisch) 6:2. 45. R. Baumann (S. Hutzli) 6:3. 50. M. Holenstein 7:3. 54. R. Willfratt (J. Guggisberg) 7:4. 54. S. Hutzli (J. Ledergerber) 7:5. 57. P. Michel (C. Haldemann) 7:6. 58. M. Engel (M. Kisugite) 7:7. 59. P. Michel (S. Hutzli) 7:8. 60. J. Ledergerber 7:9.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Gartmann; Veltsmid, Tromm; Braillard, Buchli, Nurmela; Hartmann D., Vestlund, Nett; Friolet, Holenstein, Schnell;

Ersatz: Breu, Obrecht, Schmid, Hartmann M., Vetsch

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Flütsch, Krättli, Rohner, Schubiger V.

Beste Spieler: Romano Schubiger (Alligator Malans), Pascal Michel (Floorball Köniz)

Vom Captain zum Coach

Im Sportteil der Lokalzeitung Sarganserländer wurde vergangene Woche eine lesenswerter Artikel von Sportredaktor und Unihockeykenner Reto Voneschen über unseren Assistenztrainer Roman Fehr veröffentlicht.

Hier geht es zum Artikel: Artikel_Fehr_Sarganserlaender_01042021

Besten Dank an Reto Voneschen und den Sarganserländer fürs Zurverfügungstellen des Artikels.

Malans verliert den Faden in Spiel 2

Nach einem vielversprechendem Startdrittel bauten die Alligatoren mit Dauer des Spiels immer mehr ab und mussten den Ausgleich im zweiten Spiel der Halbfinalserie hinnehmen. Viel Verkrampfung und wenig Zusammenhängendes in der Offensive führten zu einer diskussionslosen Niederlage.

von Thomas Rentsch

Diametral in umgekehrter Richtung verlief die Leistungskurve der Gegner aus der Berner Vorstadt: Floorball Köniz gelang es im Schlussdrittel, die Alligatoren-Defensive zunehmend in Bedrängnis zu bringen. Entscheidendes ereignete sich ab Spielminute 48, als Jonas Guggisberg in einer unübersichtlichen Situation mit einem sogenannt dreckigen Tor die 3:2 Führung für Köniz erzielte. Was folgte, waren bange Minuten für die Malanser Defensive, zwei Metalltreffer und eine vergebene Hundertprozentige, ein Gegner im Spielrausch.  Logische Folge davon der Treffer von Yann Ruh in der 54. Minute zur erstmaligen Zweitoreführung für sein Team. Der Bündner Trainerstaff reagierte kurz darauf mit einem Timeout und der Bündelung der Kräfte: nur noch zwei Linien im Einsatz, Torhüter Wittwer zu Gunsten einer 6 gegen 5 Situation zeitweise aus dem Spiel. Der Effekt wirkte kurzzeitig, zwei, drei gute Abschlüsse auf das Könizer Tor führten aber zu nichts Zählbarem. Mit zwei weiteren Kontertoren, der Könizer Kernkompetenz schlechthin, schwanden die letzten Malanser Hoffnungen auf eine Wende.

Im Startdrittel agierte Malans sehr dominant, Köniz kam zu vereinzelt gefährlichen Kontern. Gegen den sehr gepflegten Spielaufbau der Bündner hatten die abwartenden Berner wenig auszurichten. Nur Tore wollten den Herrschäftlern einmal mehr keine gelingen, bekannte Umstände aus der Viertelfinalserie gegen den HCR. Erst in der 16. Minute gelang Jarkko Nurmela das erste Tor des Spiels: nach einer raschen Auslösung über die Seite erwischte der Finne den Könizer Schlussmann mit einem Drehschuss. Patrick Eder wurde kurz darauf ein weiteres Mal bezwungen – wobei er gegen Remo Buchlis scharf-präzise Direktabnahme völlig chancenlos blieb. Dasselbe lässt sich über Jonas Wittwer im Alligator-Tor berichten, der eine Minute später von Nationalspieler Manuel Engel ebenso mit einem Traumtor bezwungen wurde. Der Anschlusstreffer der Könizer war ein sehr guter Lohn nach zwanzig Minuten.

Ins Mitteldrittel startete Malans mit Willen und Körpersprache, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Leider ging ein Überzahlspiel der Bündner wenig zwingend zu Ende. Ein unglückliches Bodenspiel von Tim Braillard eröffnete Köniz dieselbe Möglichkeit, allerdings mit Ertrag. Auch ohne den schwedischen Schlüsselspieler Simon Jirebeck, der sich beim Einschiessen unglücklich verletzte, rollte der Ball gut: Manuel Engel fand Manuel Maurer im Slot, wo dieser seine überdurchschnittlichen Fähigkeiten zum 2:2 Ausgleich nutzte. Mit einem unnötigen Frustfoul ermöglichten die Alligatoren dem Gegner in der 32. Minute eine weitere Überzahlmöglichkeit. Diese ging zwar dank einer grossen Parade von Torhüter Wittwer günstig aus, den roten Faden in der Spielgestaltung gaben die Malanser aber mehr und mehr aus der Hand. Köniz bewirkte fortan mit langsamem, aber deshalb nicht minder gefährlichem Spielaufbau einen Bruch im Spielrythmus. Die Alligatoren wirkten zeitweise passiv, kamen nicht mehr in die Zweikämpfe. Das ungewohnt lang andauernde Spiel ohne Ballbesitz sorgte für Verkrampfung in den Offensivaktionen.

Die Niederlage ist auf Grund der Spielanteile gerechtfertigt. Die Taktiker im Staff um Pius Caluori sind nun gefordert, aus den Erkenntnissen der ersten beiden Spiele erfolgsversprechende Optionen zu entwickeln. Beide Teams verfügen über hervorragende Spielanlagen – für den Erfolg scheint entscheidend zu sein, wer das Spieldiktat führt und darin aufblühen kann.

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Eine Leistung, die nicht reicht um Köniz zu schlagen. Am nächsten Samstag geht es weiter.»

Floorball Köniz – UHC Alligator Malans 6:2 (1:2, 1:0, 4:0)
AXA Arena, Winterthur. SR Hohler/Koch.
Tore: 16. J. Nurmela (C. Gartmann) 0:1. 18. R. Buchli (J. Friolet) 0:2. 19. M. Engel (L. Tringaniello) 1:2. 31. M. Maurer (M. Engel) 2:2. 48. J. Guggisberg (J. Ledergerber) 3:2. 54. Y. Ruh (P. Michel) 4:2. 57. J. Ledergerber (M. Maurer) 5:2. 59. T. Aebersold (M. Maurer) 6:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

56′ Timeout Malans, 50′ und 52′ Lattenschüsse Köniz.

 

Alligator Malans: Wittwer; Berry, R. Schubiger; Camenisch, Gartmann; Tromm, Veltsmid; Braillard, Friolet Buchli; Hartmann, Nurmela, Nett; Holenstein, Vetsch, Schnell.

Ersatz: Breu; Obrecht, Schmid, V. Schubiger, M. Hartmann, Vestlund.

Verletzt: Flütsch, Capatt.

Überzähig: Krättli, Rohner.

 

Beste Spieler: Tim Braillard für Alligator Malans, Manuel Engel für Floorball Köniz.

 

Floorball Köniz, der erwartet zähe Halbfinalgegner

Spannender Playoff Fight bis zur letzten Sekunde. Beide Teams schenkten sich nichts und erst im letzten Drittel konnte Alligator den Sieg nach Hause bringen.

von Jörg Rutz

Das erste Halbfinalspiel hatte kaum begonnen, da führte Köniz bereits nach 35 Sekunden mit 1:0. Simon Jirebeck erhielt im Slot den Ball und lupfte diesen unhaltbar über Jonas Wittwer ins Tor. Die Alligatoren brauchten in der Folge etwas Zeit, bis sie besser ins Spiel fanden und mussten in dieser Phase gar das 2:0 hinnehmen. Die Berner wirkten etwas entschlossener und erspielten sich noch weitere gefährliche Torchancen. In der 10. Minute stand jedoch Roman Schubiger goldrichtig vor dem Tor und auf Pass von Joel Friolet nutzte dieser die Chance zum wichtigen Anschlusstor. Dieses Tor tat dem Spiel der Malanser gut, denn ab diesem Zeitpunkt glich sich das Geschehen auf dem Feld etwas aus. In der 14. Minute schlenzte Markus Holenstein nach einem schnell gespielten Konter den Ball zum 2:2 ins Netz. Bei diesem Spielstand blieb es bis zur 20. Minute.

Die Malanser schienen mit ihren Gedanken noch in der Pause zu sein, dieses Mal dauerte es nach dem Balleinwurf nur vier Sekunden, da gingen die Berner durch Roman Hutzli bereits wieder mit 3:2 in Führung. Obwohl die Herrschäftler reagieren konnten und Remo Buchli mit einem Slapshot den Ausgleich erzielte, fand Alligator nur langsam ins Spiel zurück. Für Köniz war es die beste Phase. Sie nutzten die Verunsicherung der Heimmannschaft geschickt aus und konnten bis Spielmitte mit einer zwei Tore Führung davonziehen. In der 36. Minute bot sich für die Malanser die Chance zum Anschlusstreffer, doch sie liessen ihr erstes und einziges Überzahlspiel ungenutzt verstreichen. Köniz rettete in der Folge den Vorsprung problemlos in die Pause.

Es lief bereits die 51. Minute, bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Malanser zwei Unterzahlsituationen überstanden und vergaben ihrerseits beste Torchancen oder scheiterten am hervorragenden Könizer Schlussmann Patrick Eder. Joel Friolet, einer der auffälligsten Spieler in den Reihen der Alligatoren, fand schliesslich doch die Lücke und brachte seine Farben wieder heran. Es war der berühmte Ketchup-Effekt. Jetzt fielen die Tore plötzlich. Markus Holenstein zum 5:5 und erneut Joel Friolet in der 57. Minute konnten das Spiel drehen. Nur eine Minute später hatte Joel Friolet mittels Penalty gar den Matchball auf dem Stock, doch er scheiterte. In der Schlussphase drückte Köniz ohne Torhüter auf den Ausgleich und erst wenige Sekunden vor Schluss gelang Simon Nett das 7:5 ins leere Tor.

Es brauchte heute viel Geduld und grossen Willen, um dieses hartnäckige Floorball Köniz zu schlagen. Doch der wichtige Heimsieg ist im Trockenen, der erste Schritt in Richtung Superfinal getan. Bereits am Ostermontag geht es mit einem TV-Spiel in dieser Serie weiter. Auch dort dürfen wir uns auf einen spannenden Playoff Fight freuen.

 

UHC Alligator Malans vs. Floorball Köniz 7:5 (Drittelergebnisse 2:2 / 1:3 / 4:0)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 0 Zuschauer, SR Steven Preisig / Cyrille Schädler

Tore: 01. S. Jirebeck (S. Hutzli) 0:1, 7. T. Aebersold (S. Jirebeck) 0:2, 10. R. Schubiger (J. Friolet) 1:2, 14. M. Holenstein (L. Veltsmid) 2:2, 20. S. Hutzli (S. Jirebeck) 2:3, 22. R. Buchli (K. Berry) 3:3, 27. J. Guggisberg (T. Saner) 3:4, 28. P. Michel (M. Maurer) 3:5, J. Friolet (R. Buchli) 4:5, M. Holenstein (L. Veltsmid 5:5, 57. J. Friolet (R. Buchli) 6:5, 60. S. Nett (T. Braillard) 7:5

Strafen: Köniz 1x2Min / UHC Alligator Malans 2x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm (C), Nurmela, Camenisch, Schmid, Friolet, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Gartmann, Schmid, Braillard, R. Schubiger, Veltsmid, Holenstein, V. Schubiger, Hartmann, Rohner

Ersatz: Breu

Floorball Köniz: Eder, Haldemann, Holopainen, Hutzli, Jirebeck, Aebersold, Ruh, Tringaniello, Engel, Michel, Maurer, Schmocker, Kisugite, Guggisberg, Saner, Ledergerber, Münger, Müller, Sigrist, Wilfratt, Baumann

Bemerkungen: Alligator ohne Schmid, Capatt, Flütsch (alle Verletzt) Vestlund, Krättli, 58. Penalty Alligator, 59. Timeout Köniz, 59. Köniz ohne Torhüter,

Bester Spieler: Alligator: Markus Holenstein, Köniz: Simon Jirebeck

Malans steht im Halbfinale!

Alligator Malans schafft den vierten Sieg in den Playoff-Viertelfinals gegen den HC Rychenberg Winterthur und steht in der Runde der letzten vier. Die Winterthurer verlangten den Malansern beim 7:4 aber noch einmal alles ab.

Autor: UHC Alligator Malans/Foto: Martin Deuring (deuring photography)

Am Samstagabend stand das erste Entscheidungsspiel zwischen Alligator und Rychenberg auf dem Programm. Alligator fehlte vor dieser Partie ein Sieg zum Einzug in die nächste Runde. Diese Ausgangslage war in der Startphase auf dem Spielfeld deutlich ersichtlich. Beide Mannschaften waren darauf bedacht, möglichst keinen Fehler zu begehen und liessen sich viel Zeit bei der Auslösung. Dementsprechend schnell ist die Geschichte des ersten Drittels erzählt: In den ersten zehn Spielminuten war Winterthur eher die bessere Mannschaften mit der einen oder anderen Chance mehr, in den zweiten zehn Minuten die Malanser. Der Unterschied: Alligator konnte eine der Möglichkeiten verwerten. Nino Vetsch gelang mittels eines Drehschusses nach einer einstudierten Freistossvariante die Führung kurz vor der Pause. Das Spiel, das für einmal in der Sporthalle Oberseen in Winterthur ausgetragen wurde, riss in den ersten 20 Minuten aber noch niemanden vom Hocker – was angesichts der Bedeutung des Spiels aber auch nicht weiter erstaunlich war.

Erstaunlicher war deshalb, wie der zweite Abschnitt ablief. Gleich sieben Tore gab es zu vermelden. Aus Malanser Sicht das Wichtigste vorweg: Die Führung konnte bis Drittelsende auf zwei Tore ausgebaut werden. Danach sah es allerdings zu Beginn des Drittels ganz und gar nicht aus. Die Malanser kamen etwas unkonzentriert aus der Kabine. Dies ermöglichte Moritz Schaub nach einem Ballgewinn in der Mittelzone eine 1:0-Situation und den Ausgleich. Eine Minute später jubelten die Winterthurer erneut. Patrik Doza erwischte Malans-Hüter Wittwer nach einem guten Pressing zwischen den Beinen. Und es hätte aus Sicht von Alligator gar noch schlimmer kommen können. Einige Sekunden nach dem 2:1 jubelte das Heimteam erneut, der Treffer von Daniel Keller wurde aber wegen eines hohen Stocks aberkannt. Danach fingen sich die Malanser wieder und konnten bereits gut eine Minute nach dem 2:1 reagieren. Christoph Camenisch, der bereits in Spiel 5 drei Mal getroffen hatte, verwertete eiskalt, nachdem er geduldig gewartet hatte, bis der Torhüter des Gastgebers sich hingelegte, um ihn dann zu umkurven. Nachdem beide Teams bis Spielhälfte ein weiteren Treffer erzielt hatten, übernahm Malans doch wieder zunehmend das Spieldiktat und bereitete den Winterthurer mit dem aggressiven Pressing immer wieder Probleme. Die logische Folge: das vierte Malanser Tor. Remo Buchli legte quer übers Feld und Romano Schubiger zog trocken ab. Gut zwei Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels verwertete schliesslich Dan Hartmann ein Penalty nach einem hohen Stock eines Winterthurers vor dem Tor souverän. Er umkurvte den extra für den Penalty eingewechselten Luca Locher ohne Probleme.

Dass die letzten 20 Minuten in diesem Spiel noch einmal ein hartes Stück Arbeit werden dürfte, war wohl auch den Gästen aus der Herrschaft klar. Die Winterthurer reduzierten auf zwei Formationen und kamen tatsächlich bereits früh im Drittel durch Daniel Keller zum Anschlusstreffer. Er brach auf der linken Seite durch und liess Wittwer keine Chance. Es war nicht sein erstes Tor in dieser Serie aus dieser Position. Danach erhielten die Winterthurer in der 47. Minute eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Simon Nett musste auf der Strafbank Platz nehmen. Doch das Powerplay blieb ungenutzt. Aber auch in der Folge hatte Rychenberg noch die eine oder andere gute Chance zum Ausgleich. Doch sie blieben alle ungenutzt. Auch Malans verpasste die sich bietenden Kontermöglichkeiten, sodass der Spielstand auch fünf Minuten vor Schluss noch 5:4 lautete. Schliesslich zeigte die Anzeigetafel noch drei und dann noch zwei Minuten an. Rychenberg verzweifelte nun schier an Wittwer, der wie immer in entscheidenden Momenten auf dem Posten war. Schliesslich musste das Heimteam alles riskieren und Kevin Berry konnte 75 Sekunden vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor alles entscheiden. Eine spannende Viertelfinalserie fand schliesslich mit einem Tor von Braillard ihr Ende.

An dieser Stelle ein Dank an Rychenberg für die umkämpfte Serie und die tollen Spiele und auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison, dann hoffentlich wieder vor Zuschauern.

Für Malans geht es nun am 3. April mit dem ersten Halbfinalspiel gegen Floorball Köniz weiter.

HC Rychenberg Winterthur – UHC Alligator Malans 4:7 (0:1, 3:4, 1:2)
Oberseen, Winterthur. SR Ambühl/Brechbühler.
Tore: 20. N. Vetsch (F. Tromm) 0:1. 22. M. Schaub (P. Kern) 1:1. 24. P. Doza (S. Nussbächer) 2:1. 25. C. Camenisch (D. Hartmann) 2:2. 28. J. Schnell (N. Vetsch) 2:3. 29. D. Keller (N. Püntener) 3:3. 31. R. Schubiger (T. Braillard) 3:4. 38. D. Hartmann 3:5. 43. D. Keller (M. Krebs) 4:5. 59. K. Berry 4:6. 60. T. Braillard (N. Vetsch) 4:7.
Strafen: Rychenberg keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Tromm; Braillard, Friolet, Buchli; Hartmann D., Nurmela, Nett; Schnell, Vetsch, Holenstein;

Ersatz: Breu, Schmid, Obrecht, Schubiger V, Rohner, Hartmann M.

Bemerkungen: Alligator ohne Vestlund, Capatt, Flütsch (verletzt) Krättli (überzählig)

Beste Spieler: Daniel Keller (Rychenberg Winterthur), Nino Vetsch (Alligator Malans)

Schwedischer Headcoach für die U21A

Mit Theodor Jonsson wechselt auf die Saison 2021/22 ein erfahrener Trainer vom schwedischen Topclub Storvreta IBK zu uns in den Trainerstaff.

Der 25 jährige Schwede, welcher aktuell eng mit Oscar Lundin zusammenarbeitet, wird parallel zu seinem Engagement in der U21A das Trainerteam in der NLA rund um Pius Caluori ergänzen. Theodor arbeitet seit 2017 vollamtlich als Elite-Trainer für Storvreta im Bereich der Eliteausbildung und als Cheftrainer im Juniorenbereich.

Das sagt Theodor zu seinen künftigen Aufgaben:

„Ich freue mich sehr auf die spannende Herausforderung in mehrerlei Hinsicht: neues Land, neue Sprache und eine neue Kultur. Ich bin bereit für diese Herausforderung und werde mich und mein Umfeld weiterentwickeln, so dass wir alle besser werden.

Vom Verein und seinen kurz- und langfristigen Zielen habe ich einen sehr guten Eindruck. Nachdem mich Thomas Hitz kontaktiert und über Alligator Malans informiert hatte, konnte ich einfach nicht nein sagen.

Es wird sicher Spass machen, den eingeschlagenen Weg von Pius Caluori zusammen mit dem Staff weiterzuführen. Zusammen mit den Spielern der NLA werden wir versuchen, um Titel zu spielen.

In der U21 werden wir zielgerichtet die jungen Spieler an die NLA heranführen. Die Mannschaft ist ambitioniert und verdient meine volle Verantwortung, sie auf diesem Weg zur Spitze zu unterstützen.»

Wir freuen uns sehr auf Theodors Engagement und heissen ihn bereits jetzt herzlich willkommen in der Alligator-Familie.

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