UHC Alligator Malans

Dritter Sieg nach nervenaufreibendem Spiel

Alligator Malans meldet sich nach zwei Niederlagen gegen Rychenberg in der Playoff-Serie zurück. Beim Heimspiel in Maienfeld waren die Alligatoren allerdings der Verzweiflung nahe, bis schliesslich das Schlussdrittel die Erlösung brachte.

Autor: UHC Alligator Malans

Beim Duell zwischen dem Zweit- und dem Sechstplatzierten der Qualifikation sind die Rollen in einer Playoff-Serie klar verteilt. Malans startete als Favorit in die Viertelfinals gegen Rychenberg Winterthur. Standesgemäss gingen die Alligatoren denn auch 2:0 in Führung. Doch nach der Niederlage am vergangenen Sonntag in Maienfeld und der Niederlage nach Penaltys im Fernsehspiel am Samstag war die Serie neu lanciert. Alligator war beim Heimspiel am Sonntag also gefordert, zu beweisen, dass sie zurecht die Favoritenrolle zugesprochen erhalten haben.

Das schien den Alligatoren, die in leicht geänderter Formation aufliefen – Joshua Schnell und Simon Nett tauschten die Formationen und Lukas Veltsmid spielte erstmals von Anfang an – bewusst. Die Alligatoren markierten von Beginn an Präsenz. Sie starteten mit einem kompromisslosen Pressing und setzten Winterthur unter Druck. Diese Bemühung fruchteten allerdings nicht wirklich. Stattdessen waren es die Gäste, die in der vierten Minute in Führung gingen. Ein Block eines Malanser Verteidigers wurde zur Vorlage für Tim Aeschimann, der im Slot den freistehenden Noah Püntener fand. Und die Startphase entwickelte sich nur knapp eine Minute später endgültig zum Worst Case für die Malanser. Erneut mussten die Alligatoren einen Treffer aus dem Slot hinnehmen. Daniel Keller erhielt zu viel Freiraum.

Dieser Doppelschlag stellte die Basis dar für das, was danach folgte. Winterthur machte es den Malanser enorm schwierig in die gefährliche Zone zu kommen. Das Abwehrbollwerk hielt. Die Alligatoren hatten zwar mehr Ballbesitz, aber es schien sich zunehmend auch etwas Verzweiflung einzunisten. Denn wirkliche Grosschancen waren in den ersten zwei Drittel an einer Hand abzuzählen. Sinnbildlich dafür war,dass der erste Malanser Treffer in der 24. Minute durch ein Weitschusstor von Nationalmannschaftsverteidiger Christoph Camenisch fiel. Und die Winterthurer waren in der Chancenverwertung weiter gnadenlos. Nachdem Simon Nett gut eine Minute nach dem Anschlusstreffer alleine vor Rychenberg-Torhüter Schüpbach übers Gehäuse schoss, verwandelte auf der Gegenseite Daniel Keller nach einer 2:1-Situation seine Chance souverän.

Vor dem Schlussdrittel machte sich trotz des Anschlusstreffers – erneut von Camenisch – etwas Verzweiflung breit, weil die Winterthurer so wenig gefährliche Torchancen zuliessen. Alligator-Cheftrainer Pius Caluori reagierte und stellte vor dem Schlussabschnitt auf zwei Linien um. Diese Massnahme fruchtete dann tatsächlich. Tim Braillard schoss in der 44. Minute nach einem Querpass durch die Defensivzone von Winterthur von Kevin Berry direkt und fand so die Lücke bei Schüpbach. Nach diesem viel umjubelten Ausgleich kippte das Spiel. Den Winterthurer gelang es nun nicht länger, Abschlüsse aus zentralen Positionen zu verhindern. So erzielte Romano Schubiger in der 49. Minute die erstmalige Führung für die Alligatoren. Nun ging es Schlag auf Schlag. Bereits eine Minute später erhöhte Kevin Berry nach schöner Vorlage von Joel Friolet das Verdikt aus dem Slot auf 5:3, in der 53. Minute fasste sich Remo Buchli auf der rechten Seite ein Herz und netzte mit einem Weitschuss zum 6:3 ein. Mit diesem Treffer war der Mist in dieser Begegnung geführt und die Alligatoren siegten schliesslich mit 8:4.

Damit hat Alligator nun am nächsten Samstag die Chance, diese Serie zu beenden. Allerdings wartet dabei noch einmal ein hartes Stück Arbeit auf die Herrschäftler.

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 8:4 (0:2, 2:1, 6:1)
Sporthalle Lust, Maienfeld. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 4. T. Aeschimann (N. Püntener) 0:1. 5. D. Keller (N. Püntener) 0:2. 24. C. Camenisch (L. Veltsmid) 1:2. 26. D. Keller (D. Foelix) 1:3. 40. C. Camenisch (J. Schnell) 2:3. 44. T. Braillard (K. Berry) 3:3. 49. R. Schubiger (J. Friolet) 4:3. 50. K. Berry (J. Friolet) 5:3. 53. R. Buchli (R. Schubiger) 6:3. 58. C. Camenisch (J. Nurmela) 7:3. 60. M. Wöcke (L. Conrad) 7:4. 60. T. Braillard 8:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Veltsmid; Holenstein, Tromm; Braillard, Nett, Vestlund; Hartmann D., Nurmela, Schnell; Friolet, Vetsch, Buchli;

Ersatz: Breu, Gartmann, Obrecht, Schubiger V, Rohner, Hartmann M.

Bemerkungen: Alligator ohne Schmid, Capatt, Flütsch (verletzt) Krättli (überzählig)

Beste Spieler: Christoph Camenisch (Alligator Malans), Noah Püntener (Rychenberg Winterthur)

Aus best-of-7 wird best-of-3

Im Duell um den Einzug ins Playoff- Halbfinale verliert Alligator Malans gegen Rychenberg Winterthur denkbar knapp im Penaltyschiessen. Im SRF TV-Spiel entschieden Nuancen über Sieg oder Niederlage – charakteristisch für die gesamte Serie, in der die finale Entscheidung naht.

von Thomas Rentsch

Die eigentliche Auseinandersetzung begann mit Beginn des dritten Spielabschnitts. Mit den Erkenntnissen aus 40 Spielminuten, in denen es Malans nicht gelingen wollte, Torchancen in einen relevanten Vorsprung umzusetzen und der HCR mit funktionierenden Lösungen gegen das Bündner Offensivspiel zunehmend Fahrt aufnahm, bündelte der Malanser Coachingstaff seine Kräfte.

Sofort waren erfreuliche Effekte im Spielaufbau und eine zuvor vermisste Dominanz in der Offensive erkennbar. Dem Gegner konnte während zehn Spielminuten das Spieldiktat aufgezwungen werden. Zählbares erarbeiteten sich die Alligatoren jedoch nur unter hohem Aufwand: Torhüter Jonas Wittwer rettete in der 45. Minute nach dem Ballverlust eines Mitspielers mirakulös, seine Vorderleute konnten ihrerseits einen Ball gewinnen und Simon Nett erzielte nach einem Hochtempo-Angriff die Führung für sein Team. Endlich, hatte man als Beobachter mit Bündner Brille das Gefühl: die Alligatoren sind in den Playoffs angekommen. Vorne wurde zielstrebig und zweikampfstark der Ball laufen gelassen, an den wenigen Zürcher Konterangriffen spielte sich Jonas Wittwer stark. Dies galt aber auch für seinen Antipoden im HCR Tor, Nicolas Schüpbach, der dafür besorgt war, dass der Ansturm auf sein Tor weitgehend folgenlos blieb. Und so kam es, dass sich die Bündner resultatmässig nicht absetzen konnten, und damit, einer alten Regel folgend, den in dieser Phase unterlegenen Gegner im Spiel beliess: Neubauer in der 52. nach einer schönen Passfolge und Püntener in der 55. Minute stellten das Resultat auf den Kopf. Mit dem Rücken zur Wand gelang durch Rückkehrer Lukas Veltsmid, der im letzten Drittel an der Seite von Christoph Camenisch zu seinen ersten Einsatzminuten seit langer Zeit kam, zeitnah der Ausgleich zum 4:4. In den verbleibenden Spielminuten gaben sich die Alligatoren keine Blösse, spielten mit hohem Pressing und dem damit verbundenen Risiko auf Sieg. Vergebenen Möglichkeiten der Herrschäftler und die Entschärfung der wenigen, aber gefährlichen Gegenstösse des HCR deuteten den Weg in die Verlängerung.

Dass die Zusatzschicht über die vollen zehn Minuten ging, lag nicht an verbremstem Spiel der Teams. Im Gegenteil: ein Spektakel, allerbeste Werbung für unsern Lieblingssport flimmerte zur besten Sendezeit in die Wohnstuben. Erneut machte HCR-Torhüter Schüpbach mit Grosstaten und nötigem Wettkampfglück erstklassige Torchancen von Remo Buchli und Co. zunichte. Dazwischen schepperte es hinter Jonas Wittwer im Malanser Tor an der Latte. Nichts für schwache Nerven, ein Penaltyschiessen lag zwar nicht in der Luft, war aber irgendwie logisch an diesem Abend. Und dies ging für Alligator Malans recht deutlich verloren, da mit Jarkko Nurmela nur ein Bündner Schütze seinen Versuch verwerten konnte.

Das Spiel hätte Alligator gut und gerne für sich entscheiden können. Dafür haben etwas Glück und ein Gegner, der seine Hausaufgaben gemacht hat, gesorgt. Nach vier Spielen in Folge zwischen zwei taktisch gut aufgestellten Teams gibt es keine Geheimnisse mehr. Zwei nötige Siege liegen in Reichweite, erfordern aber von den Alligatoren mehr Leidensbereitschaft, kämpferische Zermürbung des Gegners und die Abrufung individueller Geniestreiche der Schlüsselspieler.

 

HC Rychenberg Winterthur – UHC Alligator Malans 5:4 n.P. (1:1, 1:1, 2:2, 0:0)
AXA Arena, Winterthur. SR Fässler/Schläpfer.

Tore: 2. T. Braillard (J. Schnell) 0:1. 17. T. Aeschimann (S. Gutknecht) 1:1. 28. T. Braillard (K. Berry) 1:2. 35. T. Aeschimann (P. Doza) 2:2. 45. S. Nett (J. Nurmela) 2:3. 52. R. Neubauer (T. Studer) 3:3. 55. N. Püntener (Y. Fitzi) 4:3. 56. L. Veltsmid (C. Camenisch) 4:4.

Penaltyschiessen: M. Wöcke trifft 1:0. L. Veltsmid verschiesst. T. Studer verschiesst. J. Nurmela trifft 1:1. P. Doza trifft 2:1. D. Hartmann verschiesst. Y. Fitzi verschiesst. T. Braillard verschiesst. N. Conrad trifft 3:1.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Gartmann; Berry, Tromm; Romano Schubiger, Holenstein; D. Hartmann, Nurmela, Nett; Braillard, Vestlund, Schnell; Vetsch, Friolet, Buchli.
Ersatz: Breu; Obrecht, Veltsmid, V. Schubiger, Mauro Hartmann, Rohner.
Verletzt: Schmid, Flütsch, Capatt.

Beste Spieler:  Tim Braillard für Alligator Malans, Tim Aeschimann für Rychenberg Winterthur.

Unkonzentrierte Alligatoren verlieren Heimspiel – HCR ist zurück in der Serie

Die Winterthurer zeigten eines ihrer bisher besten Playoff-Spiele in dieser Serie. Mit der Devise, verlieren verboten, nutzten sie ihre wenigen Torchancen und holen sich mit einer kämpferischen Leistung gegen den UHC Alligator Malans verdient, den ersten Playoff-Sieg.

von Jörg Rutz

Mit zwei zu null Siegen im Rücken startete Alligator etwas druckvoller und befreiter in das dritte Playoff-Spiel innert Wochenfrist. Doch es waren die Winterthurer, die in der 5. Minute das Score eröffneten. Pius Studer kam nach einer originell geschlagenen Freistossvariante an den Ball, sein Abschluss gelang ihm nicht optimal und dennoch erwischte er Jonas Wittwer ein erstes Mal in der unteren rechten Ecke. In der Folge entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Malanser. Anton Vestlund, einer der auffälligsten bei den Herrschäftlern, vergab zwei Mal in aussichtsreicher Position. Remo Buchli setzte den Ball an die Latte und auch der HCR durfte in der Folge zwei Postenschüsse notieren. Immer mehr geriet Torhüter Nicolas Schüpbach, einer der stärksten Spieler in den Reihen der Gäste, in den Mittelpunkt des Spielgeschehens. Bis zur 14. Minute verteidigte er die Führung mit starken Paraden, ehe er sich dann nach einem Schuss von Jarkko Nurmela zum ersten Mal geschlagen geben muss. Der Ball glitt ihm etwas unglücklich unter dem Arm durch und landete hinter der Torlinie. Die Zürcher, die dieses Spiel unbedingt gewinnen mussten, um in der Playoff Serie nicht mit null zu drei in Rückstand zu geraten, spielten weiter mutig nach vorne. Und es sollte sich auszahlen. Joshua Schnell wurde kurz vor der ersten Pause wegen überhartem Körpereinsatz auf die Straffbank geschickt und diese Überzahl nutzte Manuel Schaub eiskalt acht Sekunden vor der Sirene zur erneuten 2:1 Führung aus.

Wir schreiben die 30. Minute. Die Gäste gaben bis zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Schuss auf Jonas Wittwer ab im Mitteldrittel. Alligator wurde zunehmend stärker. Der Trainer des HCR musste reagieren. Philipp Krebs nahm also etwas überraschend sein Timeout und sein Weckruf sollte die Wende einleiten. Noah Püntener erzielte noch in der gleichen Minute mit der ersten richtigen Torchance das 3:1. Drei Minuten später knallte Remo Buchli mit der Wut im Bauch im Stile eines Eishockeyspielers mittels Slapshot den Ball zum 2:3 in die Maschen. Die Gäste zeigten sich aber weiterhin sehr effizient. Moritz Schaub konnte für seine Farben in der 35. Minute eiskalt 4:2 erhöhen. Alligator geriet nun völlig aus dem Tritt und spielte zunehmend frustrierter. Das Spiel wurde ruppiger. David Fölix traf unabsichtlich mit dem Stock Jarkko Nurrmela im Gesicht und wanderte dafür für zwei Minuten auf die Strafbank. Doch das Powerplay konnten die Malanser nicht ausnutzen.

Viele passt in der Folge bei den zunehmend müderen Malansern nicht mehr zusammen. Rychenberg verteidigte den Vorsprung routiniert und konnte die Führung gar auf 6:2 ausbauen. Das Anschlusstor durch Tim Braillard blieb Resultatkosmetik.

Die Gäste besassen heute mehr Biss und Siegeswillen. Mit dem Messer am Hals wollte Rychenberg diesen Auswärtssieg unbedingt. Nicht unverdient haben sich die Winterthurer zurück in der Serie gekämpft und Alligator wird definitiv ein hartes Auswärtsspiel nächsten Samstag in der Axa Arena erwarten.

 

UHC Alligator Malans vs. UHC Rychenberg Winterthur 3:7 (Drittelergebnisse 1:2 / 1:2 / 1:3)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 0 Zuschauer, SR Remo Geissbühler / Philipp Schmocker

Tore: 05. T. Studer (N. Conrad) 0:1, 14. J. Nurmela (S. Nett) 1:1, 20. M. Schaub (P. Doza) 1:2, 30. N. Püntener (M. Krebs) 1:3, 34. R. Buchli (N. Vetsch) 2:3, 35. M. Schaub (T. Aeschimann) 2:4, 45. P. Kern (M. Wöcke) 2:5, 48. M. Schaub (S. Gutknecht) 2:6, 55. T. Braillard (K. Barry) 3:6, 60. T. Studer (Y. Fitzi) ins leere Tor

Strafen: HCR 3x2Min / UHC Alligator Malans 3x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm (C), Nurmela, Camenisch, Schmid, Friolet, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Gartmann, Schmid, M. Hartmann, Braillard, R. Schubiger, Vestlund, Veltsmid, Holenstein, Krättli, V. Schubiger, D. Hartmann

Ersatz: Breu

UHC Rychenberg Winterthur: Schüpbach, Fölix, L. Conrad, Krebs, Keller, Püntener, Aeschimann, Gutknecht, Wöcke, Schaub, Kern, Nussbächer, N. Conrad, Doza, Studer, Lutz, Ott, Dall’Oglio, Neubauer, Fitzi, Aeschimann

Bemerkungen: Alligator ohne Schmid, Capatt, Flütsch (alle Verletzt) und Rohner (in der RS), 30. Timeout HCR, 58. Timeout Alligator, 58. Alligator ohne Torhüter

Bester Spieler: Alligator: Dan Hartmann, HCR: Nicolas Schüpbach

Malanser Defensiv-Festung bleibt für Rychenberg ungeknackt

Mit einer starken und äusserst konzentrierten Defensiv-Leistung sichern sich die Alligatoren in Winterthur dank ihrem 3:1 Erfolg den zweiten Play-off Punkt.

von Heinz Grass

Die Spielzeit in diesem zweiten Playoff-Viertelfinalspiel war noch keine Minute alt, bis sie durch einen Treffer bereits erstmals gestoppt werden musste. Praktisch mit der allerersten Passstafette gingen die Alligatoren durch Jarkko Nurmela bereits 1:0 in Front. Der Finne, herrlich bedient durch einen Zuckerpass von Simon Nett in die Tiefe, stand plötzlich alleine vor Hüter Nicolas Schüpbach, welcher sich darauf erstmals geschlagen geben musste. Fortan kontrollierte das Gastteam das Spielgeschehen aus einer gesicherten Defensive weiter. Die Winterthurer konnten nur selten die gut organisierte Malanser Abwehrmauer überwinden und wenn, dann wurde es für den Malanser Schlussmann Jonas Wittwer vorerst noch nicht allzu gefährlich. Einzig Patrik Doza sah sein Geschoss in der 6. Spielminute von der Latte hinter dem geschlagenen Wittwer abprallen. Auf der gegenüberliegenden Seite musste sich Schüpbach jedoch wesentlich mehr über Arbeit beklagen, meisterte aber die gestellten Aufgaben bislang erfolgreich. Ab der 12. Minute konnten denn auch die Platzherren den Ball länger in ihren Reihen halten und das Spiel auf einem taktischen, aber dennoch intensiven Niveau halten. Am Ergebnis aber änderte ist bis zur ersten Pause nichts mehr.

Auch zu Beginn des Mitteldrittels lagen die Spielanteile mehrheitlich auf Seite der Bündner. Die Früchte dieser Bemühungen durften dann auch zurecht geerntet werden. Erneut war es die erste Malanser Sturmformation welche in der 23. Minute das Skore durch Nurmela auf Zuspiel von Nett auf 2:0 erhöhen konnte. Winterthur tat sich weiterhin schwer, den Abwehrriegel der Malanser zu durchbrechen. In der 30. Minute beorderten die Schiedsrichter wegen eines Stockschlags, Nino Vetsch für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Rychenberger Überzahlspiel wirkte vorerst äusserst harmlos. Im Gegenteil: Malans konnte mehrmals im Boxplay einen Konterangriff auslösen. 11 Sekunden vor Ablauf der Strafzeit kam es für die Alligatoren noch ernster, denn nun musste auch noch Nett auf die Strafbank. Auch ihm wurde ein Stockschlag geahndet. Das Malanser Unterzahlspiel war in dieser heiklen Phase aber äusserst effizient. Die Winterthurer wirkten gar harmlos und die Alligatoren konnten beide Strafen schadlos und absolut verdient überstehen. In der 38. Minute traf es dann wegen einer Regelwidrigkeit auch Tim Aeschimann und gab den Alligatoren somit erstmals die Chance, das Skore mittels eines Powerplay-Tors zu erhöhen. Das Überzahlspiel fruchtete denn auch durch die hervorragende Effizienz der Alligatoren mit den 3:0. Schwedensöldner Anton Vestlund konnte den Laserpass von Joshua Schnell direkt in die Rychenberger Maschen einnetzen. Goalie Schüpbach hatte ob diesem Geschoss keine Chance zur Gegenwehr. Dies war denn auch gleich das Ergebnis bis zum zweiten Pausentee. Malans wirkte abgeklärt und hatte das Spielgeschehen fest unter Kontrolle. Das Zwischenergebnis bis zu diesem Zeitpunkt war denn auch vollends gerechtfertigt.

Auch im dritten Spielabschnitt änderte sich am Spielgeschehen vorerst nichts Wesentliches. Malans bestimmte das Spiel und drückte vehement aufs Winterthurer Gehäuse, während die Zürcher ihrerseits nur noch Abwehraufgaben lösen mussten. Malans wirkte weiterhin abgeklärt, ruhig und spielbestimmend, Winterthur in den ersten Minuten dieses Schlussabschnittes grösstenteils in ihre eigene Platzhälfte zurückgedrängt. Malans sichtlich gewillt, das Heft nicht mehr aus der Hand zu geben. Ab der 47. Spielminute erhöhten die Rychenberger auf Grund der drohenden Niederlage ihr Pressing und kamen fortan auch ihrerseits zu gefährlicheren Abschlüssen. Einerseits eröffnete dieses offensivere Vorgehen den Alligatoren die Chance zu weiteren Kontervorstössen und andererseits führte das Vorhaben in der 51. Minute denn auch zum Erfolg aus Winterthurer Sicht. Niklas Rutz war es gegönnt, das Skore mit seinem Treffer auf 1:3 zu verkürzen. Sofort witterten die Platzherren ihre Chance, umgehend auch noch den Anschlusstreffer zu erzielen. Plötzlich waren es die bislang dominierenden Bündner, welche dem enormen Druck ausgesetzt waren. Das Spiel nun ausgeglichen und auf Augenhöhe, jedoch auch mit erhöhtem Risiko, die Partie dadurch offensiver anzugehen und das defensive Dispositiv zu verlassen. Das geöffnete Spiel der Winterthurer brachte die Alligatoren plötzlich in bislang nicht festgestellte Schwierigkeiten. Headcoach Philipp Krebs nahm in der 57. Minute ein Timeout für sein Team und ging fortan auf «all-in». Er ersetzte Schüpbach zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. In der Folge benötigten die Alligatoren auch das perfekte Können von Schlussmann Wittwer. Immer wieder musste er mit glänzenden Paraden sein Team vor weiterem Ungemach schützen. Es blieb bis zur Schlusssirene spannend, aber Tore fielen beiderseitig keine mehr.

Damit gehen die leicht favorisierten Alligatoren in dieser Play-off Serie mit 2:0 in Führung. Bereits heute Sonntagnachmittag um 16 Uhr folgt nun Spiel 3 wieder in Maienfeld. Können die Alligatoren an die Disziplin und die Leistung des gestrigen Spiels anknüpfen, dürften sie mit einem weiteren Sieg einen grossen Schritt in Richtung der Halbfinals machen.

 

HC Rychenberg Winterthur – UHC Alligator Malans 1:3 (0:1, 0:2, 1:0)

Playoff-Viertelfinal Spiel 2 (best of seven); Stand 0:2
AXA Arena, Winterthur. SR Ambühl, Brechbühler
Tore: 1. Nurmela (S. Nett) 0:1. 23. Nurmela (Nett) 0:2. 39. Vestlund (Schnell, Ausschluss Aeschimann) 0:3. 52. Rutz 1:3.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.
HC Rychenberg Winterthur: Schüpbach; Nussbächer, Foelix, L. Conrad; N. Conrad; T. Aeschimann, Gutknecht; Doza, Studer, Lutz; Wöcke, Schaub, Kern; Krebs, Keller, Neubauer.
Ersatz: Locher; Ott, Fitzi, N. Aeschimann, Püntener, Rutz.

UHC Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Gartmann; Berry, Tromm; R. Schubiger, Holenstein; D. Hartmann, Nurmela, Nett; Braillard, Vestlund, Schnell; Vetsch, Friolet, Buchli.Ersatz: Breu; Obrecht, Veltsmid, V. Schubiger, Krättli, M. Hartmann.
Abwesend: Schmid, Flütsch, Capatt (alle verletzt), Rohner (Militär).

Bemerkungen: 6. Doza Lattenschuss; 57. Timeout HC Rychenberg Winterthur

Beste Spieler: Nicolas Schüpbach für HC Rychenberg Winterthur, Jonas Wittwer für UHC Alligator Malans.

Mit harter Arbeit zum ersten Playoffsieg

Gegen eine äusserst bereite Winterthurer Mannschaft zittern sich die feldüberlegenen Alligatoren zum Startsieg. Das Siegtor fällt erst zwei Minuten vor Spielende. Zuvor waren viele Sünden im Abschluss zu beklagen.

von Thomas Rentsch

Nach einem veritablen Steigerungslauf schien zu Beginn des Schlussdrittels das Momentum der Partie auf die Seite von Alligator zu kippen. Florian Tromm wurde von der Zürcher Hintermannschaft zu einem Durchbruch durch die Mitte förmlich eingeladen und netzte humorlos zur 2:1 Führung ein. Beim Gast schien die defensive Sicherheit verloren gegangen zu sein, der Winterthurer Torhüter Schüpbach kam unter intensiven Beschuss. Aus heiterem Himmel und mit den ersten beiden Abschlüssen im Schlussabschnitt gelang es den Gästen jedoch, den Rückstand in eine Führung zu verwandeln (47.). Die Alligatoren agierten im Anschluss einige Minuten gehemmt, während sich die Winterthurer Abwehr zu stabilisieren vermochte. In der 55. Minute bewies Christian Gartmann in der Mittelzone ausgezeichnete Spielübersicht und bediente mit einem schönen Pass Dan Hartmann, der den Ausgleich erzielen konnte. «Es war ein Tor wie jedes andere auch, Dan und ich spielen schon lange zusammen, was sich hier instinktiv ausbezahlt hat», meinte der Passgeber nach dem Spiel. Das Malanser Verteidiger Urgestein berichtet von einem Geknorze im ersten Playoffspiel: «Wir haben lange gebraucht, bis wir die nötige Konzentration und Qualität auf den Platz brachten. Winterthur trat nach unserer Wahl als Gegner hochmotiviert auf und machte uns das Leben schwer.»

Fürs Siegtor zeigte sich Flügelstürmer Joshua Schnell verantwortlich. Nach einer bemühten Partie, in der dem Seewiser zunächst wenig gelingen wollte, verdiente er sich das Erfolgserlebnis in der 59. Minute mit einem Drehschuss aus dem Slot.

Die Bündner Stürmer vergaben über das ganze Spiel ein deutliches Plus an hochkarätigen Chancen. Rychenberg Winterthur trat gut organisiert und mit der nötigen Playoffhärte auf. Je länger das Spiel dauerte, desto öfter fanden die Malanser Lösungen, um den Abwehrriegel zu überwinden. Zählbares schaute dabei aber lange nichts heraus – ganz im Gegensatz zum Antipoden, der mit wenigen Kontermöglichkeiten die Herrschäftler in Bedrängnis bringen konnte. Dass der Sieg auch nach dem Treffer von Remo Buchli ins leere Tor nicht im Trockenen war, ist den fokussierten Winterthurern zu verdanken. Eine Mentalität, die harte Gegenwehr in den kommenden Partien verspricht. Für Christian Gartmann ist klar: «Wir müssen bereit sein, unser Spiel konsequent durchzuziehen. Wir haben das Vermögen, die Serie zu unseren Gunsten zu entscheiden. Der Sieg nach den heutigen Schwierigkeiten ist wertvoll.»

Die Playoffserie ist für die Alligatoren also moralisch günstig lanciert. Winterthur wird offensiv mehr Risken eingehen müssen als in der heutigen Partie, was den Alligatoren zusätzlich entgegenkommen könnte. Die teilweise intensiven Duelle der ersten Begegnung, die Körpersprache der Vorkämpfer der Teams, die Emotionen auf der Bank lassen Vorfreude auf eine spannende Zeit aufkommen. Es ist Playoff!

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Es war ein typisches erstes Spiel einer Serie. Wir sind froh, konnten wir auf den Rückstand reagieren und einen klar verdienten Sieg einfahren.»

 

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 5:4 (0:0, 1:1, 4:3)
Sporthalle Lust, Maienfeld. SR Ambühl/Brechbühler.
Tore: 24. J. Lutz (P. Doza) 0:1. 33. J. Nurmela (S. Nett) 1:1. 42. F. Tromm 2:1. 46. M. Krebs (N. Püntener) 2:2. 47. L. Conrad 2:3. 55. D. Hartmann (C. Gartmann) 3:3. 59. J. Schnell (T. Braillard) 4:3. 59. R. Buchli (S. Nett) 5:3. 60. T. Studer (P. Doza) 5:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Gartmann; Berry, Tromm; Romano Schubiger, Holenstein; D. Hartmann, Nurmela, Nett; Braillard, Vestlund, Schnell; Vetsch, Friolet, Buchli.

Ersatz: Breu; Obrecht, Veltsmid, V. Schubiger, Mauro Hartmann.
Verletzt: Schmid, Flütsch, Capatt. Militär: Rohner.

Rychenberg Winterthur: Schübbach; Nussbächer, N. Conrad; T. Aeschimann, Gutknecht; Foelix, L. Conrad; Doza, Studer, Lutz; Wöcke, Schaub, Kern; Krebs, Keller, Neubauer.
Ersatz: Locher; Ott, Fitzi, N. Aeschimann, Püntener, Rutz.

Beste Spieler:  Markus Holenstein für Alligator Malans, Nils Conrad für Rychenberg Winterthur.

Alligator Malans bereit für die Playoffs

Im letzten Spiel der Masterround setzten sich die Alligatoren gegen Wiler-Ersigen in überzeugender Manier durch. Dank körperlicher Präsenz, konsequenter Abriegelung der Defensivzone und rechtzeitig erzielten Toren konnte der Schweizer Meister bezwungen werden. Malans sichert sich mit diesen drei Punkten Rang zwei und damit Heimrecht in den Playoffs.

von Thomas Rentsch/Archivbild: Marcel Bieri

Mit grosser Vehemenz stiegen die Berner in die Partie und erarbeiteten sich in den ersten Minuten viele Torchancen. Die drei Malanser Formationen benötigten je einen Einsatz, um die defensive Abstimmung zu finden. So wurde der Slot vor Jonas Wittwer nach den Startminuten nachhaltig dichtgemacht, Positionen und Winkel waren gefunden. Gegen die Bündner Aufstellung, mit nur zeitweisem hohem Pressing, fand der Meister wenige Lösungen für gute Abschlüsse. Anton Vestlund erzielte in der achten Spielminute mit einem satten Drehschuss das erste Tor der Partie. Der Malanser Schwede sorgte mit seinem leidenschaftlichen Spiel für Emotionen und gehörte zu den prägenden Figuren der Partie. In der 19. Minute konnten die Alligatoren das Spiel ein erstes Mal in ihre Richtung lenken: Wiler hatte Minuten zuvor die Partie ausgleichen können, als Krister Savonen zu einem Penalty gegen Jonas Wittwer im Malanser Tor anlaufen konnte. Das Duell der Nationalspieler entschied Wittwer magistral für die Bündner, die nur Sekunden später erneut in Führung gehen konnten.

Mit Fortdauer des Spiels entwickelte sich ein munteres Spiel auf Augenhöhe. Harte Körperchargen und emotional geführte Duelle wiesen auf die bevorstehende schönste Zeit der Saison hin. Wiler zeigte den etwas gepflegteren Spielaufbau, während Malans seine Angriffe teilweise zu hastig anging. Da aber der eigene Slot hervorragend abgeschirmt wurde, fanden die Berner nur wenig günstige Abschlusspositionen. Markus Holenstein nutzte einen Abspielfehler der Wiler Defensive in der 29. Minute zur Zweitoreführung für seine Farben. Dieser Treffer gab den Bündnern eine gewisse Sicherheit, so dass nun auch offensiv mehr und mehr zusammenpasste. Immer im Brennpunkt dabei: Anton Vestlund, der sich mit seiner körperlichen Wucht oder alternativ auch fintenreich durchsetzen konnte. In der 46. Minute setzten die Schiedsrichter der zunehmenden Härte im Spiel mit einer Strafe gegen Tim Braillard Grenzen. Wiler-Ersigen gelang in Überzahl der Anschlusstreffer, der Meister nahm Fahrt auf. In dieser Phase verloren die Alligatoren etwas zu viele Risikopässe an den Gegner, was die Berner aber nicht in weitere Tore ummünzen konnten. Eine Grosstat von Torhüter Wittwer leitete in der 57. Minute die Spielentscheidung ein: Markus Holenstein wurde von Joel Friolet ideal freigespielt und kürte sich mit dem 4:2 zum Doppeltorschützen und Bestplayer. Das Spiel war damit entschieden, zwei Treffer ins leere Wiler-Tor und ein zwischenzeitlicher Anschlusstreffer sorgten für Resultatkosmetik. Wiler musste in den Schlussminuten auf Krister Savonen verzichten, der nach einem harten Zweikampf benommen vom Feld geführt werden musste. Wir wünschen gute Besserung.

Mit Wiler-Ersigen konnte heute ein starker Gegner bezwungen werden. Das Berner Spitzenteam wirkt zwar noch nicht auf der ganzen Höhe seiner Möglichkeiten, bot aber erbitterte Gegenwehr. Die Alligatoren konnten den bereits zuvor funktionierenden Elementen mannschaftliche Breite und Spielanlage die Komponente Leidenschaft hinzufügen. Zeit für neue Abenteuer in den Playoffs!

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Eine überzeugende Teamleistung. Jetzt gilt es den Schwung in die Playoffs mitzunehmen.»

SV Wiler-Ersigen – UHC Alligator Malans 3:6 (1:2, 0:1, 2:3)
Sporthalle Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil. SR Bühler/Bühler.
Tore: 8. A. Vestlund (T. Braillard) 0:1. 15. R. Sikora (M. Dudovic) 1:1. 19. J. Nurmela (S. Nett) 1:2. 29. M. Holenstein (J. Friolet) 1:3. 46. T. Väänänen (J. Pylsy) 2:3. 57. M. Holenstein (J. Friolet) 2:4. 59. R. Buchli 2:5. 59. J. Pylsy (M. Dudovic) 3:5. 60. N. Vetsch (J. Friolet) 3:6.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans

 

Wiler Ersigen: Flury; Holenstein, Savonen; Bürki, Vänänen; Ziehli, Känzig; Mendelin, Pylsy, Affolter; Mutter, Louis, Rentsch; Sikora, Dudovic, Siegenthaler.

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Gartmann; Berry, Tromm; Romano Schubiger, Holenstein; D. Hartmann, Nurmela, Nett; Braillard, Vestlund, Schnell; Vetsch, Friolet, Buchli.

Ersatz: Breu, Obrecht, Veltsmid, Krättli, Mauro Hartmann.

Verletzt: Schmid, Flütsch, Capatt, V. Schubiger. Militär: Rohner.

 

Beste Spieler: Tatu Vänänen für Wiler Ersigen, Markus Holenstein für Alligator Malans.

Malans rückt auf Rang 2 vor

Alligator Malans bezwingt nach einem sattelfesten Defensivauftritt Rychenberg Winterthur mit 5:2. Aufgrund der gleichzeitigen Niederlage von Wiler Ersigen gegen Floorball Köniz rückt Alligator auf den zweiten Tabellenplatz vor.

Autor: UHC Alligator Malans

Das grosse Spektakel war es nicht, das Alligator und Rychenberg am Samstagabend zu Beginn aufs Feld brachten. Beide Mannschaften legten viel Wert auf eine kontrollierte Defensive. Torszenen waren deshalb rar gesät. Die Malanser tauchten erst in der 7. Minute erstmals gefährlich vor dem Winterthurer Gehäuse auf. Christoph Camenisch verpasste den Führungstreffer nach einer schönen Kombi der ersten Formation rund um den aus einer Verletzung zurückgekehrten Dan Hartmann. Er war es auch, der dann schliesslich am Ursprung der Malanser Führung stand. Er passte rechts auf Simon Nett, dieser sah, dass Jarkko Nurmela in der Mitte Freiraum bekam und fand seine Schaufel. Die Führung hatte allerdings nur gut eine Minute Bestand. Dann bekam Noah Püntener mittig den Ball, nachdem die Winterthurer einem Spielerknäuel um den Anspielpunkt mit dem Ball entwichen waren. Püntener hatte keine Mühe, Malans-Torhüter Jonas Wittwer erstmals zu bezwingen.

Es war allerdings lange Zeit das letzte Mal, dass sich Wittwer bezwingen lassen musste. Erst in der 55. Minute musste er erneut hinter sich greifen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Alligatoren allerdings bereits mit 4:1. Der Grund dafür, weshalb es zuvor solange keinen Treffer mehr für Winterthur zu sehen gab, lag auch an Wittwer selbst. Er parierte einige gefährliche Winterthurer Konterchancen abgeklärt und liess sich auch von Überzahlsituationen nicht verunsichern. Es lag aber auch an der sehr sortierten und abgeklärten Malanser Hintermannschaft. Die Alligatoren machten zwar etwas mehr Fehler als noch im Spitzenkampf gegen GC vor einer Woche, aber die Abwehr wirkte trotzdem sehr sattelfest.

Gegen vorne deuteten die Malanser allerdings gegen Rychenberg nur an, zu was sie an einem sehr guten Tag fähig wären. Es gab zwar die eine oder andere gefällige Kombination zu betrachten, aber häufig blieb man auch an der Winterthurer Abwehr hängen. Trotzdem kristallisierte sich ab dem zweiten Abschnitt schon heraus, welche Mannschaft den Sieg davontragen könnte. Mit einem Doppelschlag bei Spielhälfte zogen die Malanser auf 3:1 davon. Tim Braillard mit einem satten Handegelenkschuss und Nurmela, nachdem er nach einem Freistoss in der offensiven Ecke sträflich allein gelassen wurde, waren dafür besorgt.

Diese zwei-Tore-Führung geriet bis am Schluss nie mehr in Gefahr, sodass die Malanser einen – gemessen an den Spielanteilen – verdienten 5:2-Sieg einfuhren. Am nächsten Sonntag schliesst Malans die Masterround gegen den langjährigen Konkurrenten SV Wiler Ersigen ab. Mit einem Sieg verbleibt Malans definitiv auf Rang 2 – was das definitive Heimrecht in einem allfälligen Halbfinale bedeuten würde.

 

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)

Sporthalle Lust, Maienfeld. SR Britschgi/Gasser.

Tore: 11. J. Nurmela (S. Nett) 1:0. 12. N. Püntener (L. Conrad) 1:1. 30. T. Braillard (F. Tromm) 2:1. 31. J. Nurmela (S. Nett) 3:1. 49. K. Berry (Eigentor) 4:1. 55. J. Lutz (L. Dall’Oglio) 4:2. 59. R. Buchli (J. Friolet) 5:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. keine Strafen.

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Gartmann; Berry, Tromm; Holenstein, Obrecht; Schubiger R., Schmid; Hartmann D., Nurmela, Nett; Braillard, Hartmann M., Vestlund; Friolet, Vetsch, Buchli; Schubiger V, Rohner, Schnell

Ersatz: Breu

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Flütsch (verletzt) Veltsmid, Krättli (überzählig)

Beste Spieler: Jarkko Nurmela (Alligator Malans), Nicolas Schüpbach (Rychenberg Winterthur)

 

 

 

 

Malanser lassen Tabellenführer GC keine Chance

Gleich mit 11:4 überfährt Alligator GC. Eine abgeklärte Defensivleistung, enorme Effizienz und grosser Fokus führten zu diesem klaren Verdikt.

von Alligator Malans

Alligator Malans gegen Grasshopper Club Zürich verspricht stets viele Torszenen und ein spannendes Spiel. Das erste Aufeinandertreffen der laufenden Saison gewann Malans mit 8:4. Und die Malanser waren auch beim Spiel am Samstagnachmittag in Zürich gewillt, drei Punkte aus dieser Affiche mitzunehmen. Es war bis fast am Ende wohl einer der fokussiertesten Malanser Auftritte dieser Saison. Trotzdem dürften einige beim Blick auf den Totomat doch etwas verwundert die Augen gerieben haben. Gleich mit 11:4 gewann Alligator Malans die Partie gegen den Tabellenführer. Das Schlussergebnis war aufgrund der Chancenverteilung sicher zu deutlich. Trotzdem, Malans gewann hochverdient.

Aus einem starken Kollektiv stach dabei insbesondere die Formation um den jungen Stürmer Mauro Hartmann heraus. Er alleine traf vier Mal. Sinnbildlich für die Partie war etwa der Treffer in der 20. Minute. Zu diesem Zeitpunkt führte Malans bereits 3:0. Die Alligatoren gewannen den Ball links an der Bande in der eigenen Hälfte mit einem resoluten Zweikampfverhalten. Anton Vestlund und Hartmann starteten durch und fanden sich schliesslich in einer 2:0-Situation wieder. Hartmann hatte schliesslich keine Mühe, den Ball im Zürcher Tor unterzubringen. Diese Szene war deshalb typisch, weil sie zwei Eigenschaften der Malanser an diesem Nachmittag aufzeigt. Die Malanser waren an diesem Samstag zum einen sehr kampfstark und fokussiert. Sie liessen in der eigenen Zone nur sehr wenig zu und blockten so viele Schüsse wie wohl noch selten in dieser Saison. Zum anderen zeigten sich die Alligatoren sehr konterstark und effizient. Immer wieder schlug es nach schnell vorgetragenen Kontern im GC-Tor ein.

Weiteres Beispiel gefällig? GC stellte im zweiten Drittel kurzzeitig auf zwei Formationen um und presste aggressiver. So auch in der 26. Minute. Die Malanser können sich dem Pressing aber entziehen und es entstand eine 2:1-Überzahl. Erneut sind es Hartmann und Vestlund, die keine Probleme haben, den Ball im GC-Kasten unterzubringen.

Ein Kränzchen winden muss man aber Malans dieses Mal auch für den Auftritt im dritten Abschnitt. Wer die Alligatoren in den letzten Jahren regelmässig verfolgt hat, weiss, dass eine zu hohe Führung vor dem Schlussdrittel nicht selten durch ein zu unkonzentriertes Schlussdrittel gefährdet wurde. Dem war diese Mal nicht so. Nach 50 Minuten lautete der Spielstand wie bereits nach 40 Minuten unverändert 7:1. Erst in der Schlussphase, als der Mist aber bereits definitiv geführt war, kamen beide Mannschaften noch zu mehreren weiteren Toren und beide Mannschaften zeigten noch einmal ihre offensiven Qualitäten.

Die Malanser können nun mit breiter Brust in die letzten beiden Partien der Master Round starten. Es stehen noch Duelle mit Winterthur und dem Erzrivalen Wiler an. Mit zwei Siegen könnten die Malanser noch einen Sprung nach vorne in der Tabelle machen. Auch das Heimrecht in einem allfälligen Halbfinal (mindestens Rang 2) liegt wieder in Reichweite.

 

Grasshopper Club Zürich – UHC Alligator Malans 4:11 (0:4, 1:3, 3:4)
Sporthalle Hardau, Zürich. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 5. D. Schmid (C. Camenisch) 0:1. 8. J. Friolet (M. Holenstein) 0:2. 18. A. Vestlund (S. Nett) 0:3. 20. M. Hartmann (A. Vestlund) 0:4. 26. M. Hartmann (A. Vestlund) 0:5. 29. C. Laely (T. Heller) 1:5. 30. M. Hartmann (T. Braillard) 1:6. 31. R. Buchli (J. Friolet) 1:7. 52. M. Hartmann (T. Braillard) 1:8. 52. J. Rüegger (C. Laely) 2:8. 54. K. Berry (A. Vestlund) 2:9. 54. J. Rüegger (C. Laely) 3:9. 56. C. Gartmann (D. Schmid) 3:10. 57. T. Braillard (A. Vestlund) 3:11. 58. Y. Kindler (C. Zolliker) 4:11.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch Schubiger R.; Berry, Tromm; Holenstein, Veltsmid; Obrecht, Gartmann; Schmid, Nurmela, Nett; Braillard, Vestlund, Hartmann M.; Friolet, Vetsch, Buchli; Schubiger V, Krättli, Schnell; Breu

Bemerkungen: Malans ohne Hartmann D, Capatt, Flütsch (verletzt), Rohner (Militär)

Attraktives Spiel gegen Floorball Köniz verloren

Aus einer sicheren Defensive heraus war Alligator nahe an einem Punktegewinn dran. Leider drehte Malans etwas zu spät auf und verlor somit die Partie mit 4:6 Toren.

von Jörg Rutz

Köniz drückte im ersten Drittel aufs Tempo, war mehr in Ballbesitz und etwas spielbestimmender. Dennoch gestand Alligator aus einer starken Defensive heraus den Bernern wenig gute Torchancen zu. Ihrerseits verstanden sie es, ihre raren Chancen eiskalt auszunutzen. In der zweiten Minute schloss Anton Vestlund einen Konter, ausgelöst durch Tim Braillard, zum 1:0 ab und etwas überraschend brachte David Schmid seine Farben nach einem Drehschuss in der 20. Minute mit 2:1 in Front. Zuvor hatte Köniz in der 14. Minute durch eine sehenswerte Passkombination zum 1:1 ausgleichen können.

Am Spielgeschehen änderte sich auch nach der Pause wenig. Köniz drückte und wurde gar noch etwas stärker. Jonas Wittwer im Tor der Malanser konnte vorerst mit starken Paraden Schlimmeres verhindern. Der verdiente Ausgleich viel dann doch in der 27. Minute durch Pascal Michel, ebenfalls aus einem Drehschuss heraus. Wiederum nur eine Minute später, über einen Konter, spielte der nach längerer Verletzungspause zurückgekehrte Lukas Veltsmid blind einen Querpass auf Markus Holenstein, der direkt abzog und Malans mit 3:2 in Führung bringen konnte. In der Folge drehte Alligator etwas auf. In der 34. Minute verloren sie jedoch den Ball unnötig in der Vorwärtsbewegung und aus diesem Konter heraus erzielten die Berner das 3:3. Und es sollte noch besser für die Heimmannschaft kommen. Eine streng gepfiffene 2-Minutenstrafe gegen Nino Vetsch nutzte Manuel Mauer in der 35. Minute zur erstmaligen Führung für Köniz aus.

Das Spiel hatte gedreht und als Manuel Maurer in der 43. Minute gar auf 5:3 erhöhen konnte, erwartete man eine heftige Reaktion der Malanser. Doch die blieb vorerst aus. Köniz wirkte in der Folge etwas abgeklärter und bei Alligator vermisste man immer mehr den verletzen Center, Dan Hartmann. Erst in der Schlussphase drückte Alligator mit zwei Linien etwas entschlossener aufs Anschlusstor. Doch das Aufbäumen sollte zu spät kommen. Ein Gewaltschuss von Kevin Berry, der hinter der Mittellinie abgedrückt hatte, lenkte Jarkko Nurmela in der 60. Minute vor dem Tor ab, der Ball zappelte tatsächlich im Netz. Die Spannung war zurück im Spiel. Alligator schnupperte plötzlich wieder an Punkten. Jonas Ledergerber hatte dann etwas dagegen und begrub mit einem Schuss ins leere Tor alle Hoffnungen auf weitere Punkte.

Der UHC Alligator Malans machte an diesem Sonntagabend vieles richtig und muss sich dennoch den Vorwurf gefallen lassen, sich nach dem Rückstand zu lange zu passiv verhalten zu haben. Heute wäre gegen Köniz, mehr drin gelegen.

 

Floorball Köniz vs. UHC Alligator Malans 6:4. (Drittelergebnisse 1:2 / 3:1 / 2:1)

Sporthallen Weissenstein, Bern. 0 Zuschauer, SR Cyrille Schädler / Steven Preisig

Tore: 01. A. Vestlund (T. Braillard) 0:1, 14. M. Engler (M. Mauer) 1:1, 20. D. Schmid (C. Gartmann) 1:2, 27. P. Michel (T. Aebersold) 2:2, 29. M. Holenstein (L Veltsmid) 2:3, 34. S. Jirebeck 3:3, 35. P. Michel (S. Jirebeck) 4:3, 43. M. Maurer (Y. Ruh) 5:3, 60. J. Nurmela (K. Berry), 60. J. Ledergerber (ins leere Tor)

Strafen: Köniz 0x0Min / UHC Alligator Malans 2x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm (C), Nurmela, Camenisch, Schmid, Friolet, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Gartmann, Schmid, M. Hartmann, Braillard, R. Schubiger, Vestlund, Veltsmid, Holenstein, Krättli

Ersatz: Breu

Floorball Köniz: Eder, Kisugite, Sigrist, Holopainen, Müller, Saner, Schmocker, Maurer, Aebersold, Baumann, Jirebeck, Michel, Willfratt, Ledergerber, Würz, O. Müller, Ruh, Engel

Bemerkungen: Alligator ohne Hartmann, Schnell, Nett, Capatt, Flütsch (alle Verletzt) und Rohner (in der RS), 57. Time Out Alligator, 57. Alligator ohne Torhüter

Bester Spieler: Alligator: Anton Vestlund , Köniz: Yann Ruh

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