UHC Alligator Malans

Torfestival und Kantersieg im ersten Ernstkampf der Saison

Gegen den mühsamsten Opponenten der letzten Spielzeit gelingt den Alligatoren ein locker herausgespielter 14:2 Sieg. Eine geschlossene Teamleistung, mit vielen guten Aktionen von alten, jungen und neuen Spielern sorgte für gute Gefühle und Vorfreude zum Saisonstart.

von Thomas Rentsch

Während Malans eingespielt und zielstrebig agierte, wirkte Zug United unsortiert und passiv. In regelmässiger Folge erzielten die Herrschäftler Tor um Tor, die Absichten des neuen Headcoaches Pius Caluori waren gut ersichtlich: Noch schnelleres Umschaltspiel, noch höheres und aggressiveres Pressing und noch zielstrebigere Abschlüsse als unter Oscar Lundin.

Vom ersten Ballbesitz an wirkten die Alligatoren dominant. Die fünf abwesenden Stammkräfte der letzten Saison wurden durch Neuzugänge oder rückkehrende Langzeitverletzte ersetzt. Ursin Thöny war es in der 7. Minute vergönnt, nach einem Jahr Pause wieder einmal persönlich einzunetzen. Zum 2:0 traf mit Damian, ein Spieler aus dem Förderkader, der sich mit insgesamt 3 Toren und einer unverblümten Spielweise bei den Grossen einführte. Ebenfalls dominant in Szene setzte sich Tim Braillard – wobei die Bezeichnung «Neuzugang» bei ihm nur formal berechtigt ist: Das Zusammenspiel mit seinen (alten) Gefährten liess die zweijährige Absenz nurmehr erahnen. Zu Spielhälfte stand es 8:0, kein einziger Herrschäftler konnte sich bis dahin zweimal als Torschütze notieren. Einziger Wehrmutstropfen war der Ausfall von Anton Vestlund. Der neue schwedische Flügelstürmer fiel nach einer Fussverletzung nach nur zehn Spielminuten aus.

Zug war der Aderlass der Abgänge von Kostov-Bredberg, Billy Nilsson und Emil Julkunen anzumerken. Über den Meisterschaftsbeginn hinaus wird das qualitativ hoch eingestufte Zuger Kader viel in die Abstimmung investieren müssen. Die Alligatoren forderten mit sehr hohem Pressing rasche und riskante Entscheide von der gegnerischen Spielauslösung. Und was Zug in den letzten gewonnenen Spielen gegen Malans stets hervorragend lösen konnte, wollte heute nicht gelingen. So wich das Selbstvertrauen zu Gunsten von Unsicherheit und Fehlern aus dem innerschweizer Spiel. Malans blieb während der gesamten Partie fokussiert und effektiv, nutzte die grosszügigen Platzverhältnisse in der Offensive und hielt die Räume in der Defensive unter Kontrolle.  So erhielt die zweite Spielhälfte Trainingsspielcharakter, wobei auch hier die Bündner zielstrebig und die Zuger gehemmt wirkten.

Ein Spielverlauf, der auf Grund der unterschiedlichen Phasen im Teamentwicklungsprozess eine gewisse Logik zu haben scheint und deshalb auch nicht überbewertet werden sollte. Was aus Malanser Sicht Vorfreude auslöst, war die spielerische Frische der Jungen, die mit den grossen Regisseuren Braillard, Hartmann, Berry, Tromm & Co. ausgezeichnet harmonierte.

 

UHC Alligator Malans – Zug United 14:2 (4:0, 5:1, 5:1)
Saalsporthalle, Zürich. 465 Zuschauer. SR Britschgi/Gasser.
Tore: 7. U. Thöny (S. Nett) 1:0. 10. D. Rohner (V. Schubiger) 2:0. 15. K. Berry 3:0. 17. N. Vetsch 4:0. 25. C. Camenisch (S. Nett) 5:0. 26. G. Capatt (K. Berry) 6:0. 26. D. Hartmann (S. Nett) 7:0. 30. N. Vetsch 8:0. 32. A. Andersson (A. Larsson) 8:1. 39. D. Rohner (R. Buchli) 9:1. 49. D. Rohner (C. Flütsch) 10:1. 51. R. Schubiger (C. Camenisch) 11:1. 52. K. Berry 12:1. 54. K. Berry (N. Vetsch) 13:1. 56. A. Andersson (S. Nigg) 13:2. 59. R. Buchli 14:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Zug United

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Obrecht; Camenisch, R. Schubiger; Flütsch, Tromm; Braillard, Vestlund, Vetsch; Hartmann, Thöny, Nett; V. Schubiger, Rohner, Buchli; Schmid, Capatt, Holenstein, Breu.

Zug United: Nilsson; Graf, Maurer; Schelbert, Staub; Flütsch, Uhr; Andersson, Nigg, Hallén; Furger, Larsson, Rubi; Laely, Mock, Bachmann; Khan, Knüsel, Schmidiger, Schälin.

Bemerkungen: Alligator ohne Nurmela, Schnell, Veltsmid (verletzt); Friolet, Gartmann (abwesend).

Beste Spieler: Kevin Berry für Alligator Malans, Alexander Larsson für Zug United.

Quelle Titelbild: Swiss Unihockey

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