UHC Alligator Malans

Saisonende trotz viel Moral

Alligator Malans scheidet im Playoff-Halbfinal gegen Floorball Köniz aus. Die Alligatoren holten in den Schlussminuten ein 5:2-Rückstand auf, bevor Köniz die Serie in der Verlängerung doch noch zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

Autor: UHC Alligator Malans

Wer die bisherige Playoff-Serie zwischen Alligator Malans und Floorball Köniz verfolgt hat, der musste kein Prophet sein, um ein enges sechstes Spiel zu prognostizieren. Häufig entschieden Details über Sieg oder Niederlage. Besonders eng ging es am Mittwoch zu und her, als Malans nach 14 Penaltys das Saisonende abwenden konnte. Und doch stand dieses sechste Spiel dem fünften punkto Dramatik in nichts nach – leider dieses Mal mit dem schlechteren Ende für Alligator.

Die Ausgangslage blieb auch vor Spiel 6 die gleiche für Malans. Sie lautete: verlieren verboten. Für dieses Unterfangenerwischten die Alligatoren allerdings einen denkbar schlechten Start. Köniz wirkte deutlich wacher und führte bereits nach fünf Minuten mit 2:0. Zuerst verwertete in der zweiten Minute Pascal Michel nach einem wunderschönen Diagonalpass von Manuel Maurer. In der fünften Minute legte Michel nach einem Ballverlust von Christoph Camenisch als letzter Mann nach. Doch in dieser Serie wurde zur Genüge bewiesen, dass eine 2:0-Führung nicht allzu viel aussagt. So war es auch in diesem TV-Spiel. Bis zur 22. Minute war das Verdikt wieder ausgeglichen. Besonders das 2:2 war sehr sehenswert. Lukas Veltsmid liess zuerst seinen Landsmann Martin Kisugite mit einem schönen Lob über seine Kelle stehen und verwertete dann gleich mittels Volleyschuss den Ball im Tor. Jyrki Holopainen sorgte in der 28. Minute dann aber mit einem ähnlich sehenswerten Treffer für die erneute Könizer Führung. Der Finne lenkte ein Schuss von Raul Willfratt ins Malanser Tor ab.

Diesem Ein-Tore-Rückstand rannten die Alligatoren auch im Schlussdrittel noch nach. Die Malanser agierten dort nur noch mit zwei Formationen und versuchten so, das Tempo hochzuhalten. Die Tore fielen vorerst aber auf der anderen Seite. In der 44. Minute lancierte Nationalspieler Manuel Engel Topskorer Manuel Maurer mit einem flachen Pass durch die Mitte. Maurer stand alleine vor Wittwer und verzögerte geschickt. Und in der 45. Minute wurde die Ausgangslage für Alligator noch ungemütlicher. Jonas Ledergerber traf genau ins Lattenkreuz. Es war nicht so, dass die Malanser keine Chancen hatten, aber die Könizer bewiesen in dieser Phase im Abschluss mehr Kaltblütigkeit und Präzision.

Die Alligatoren steckten aber trotz diesem Drei-Tore-Rückstand keineswegs auf. In der 54. Minute nutzte das Auswärtsteam eine Powerplaysituation aus. Kevin Berry und Tim Braillard spielten sich den Ball hin und her. Schliesslich fasste sich Braillard von der linken Seite ein Herz und erzielte tatsächlich das 5:3. Die Alligatoren drückten nun auf den Anschlusstreffer. Doch dieser wollte und wollte nicht gelingen. Gut 2,5 Minuten vor Schluss nahm Malans schliesslich das Timeout und ersetzte Wittwer gleich gegen einen sechsten Feldspieler. Doch die Zeit lief unerbittlich runter. Schliesslich war nur noch eine Minute zu spielen. Die Alligatoren nahmen noch einmal einen Anlauf. Und tatsächlich zappelte der Ball 39 Sekunden vor Schluss im Netz. Remo Buchli verwertete mit viel Zug zum Tor einen Pass von Dan Hartmann und brachte die Hoffnungen für Malans zurück. Die Malanser nach dem Bully gleich wieder im Ballbesitz, setzten gleich zum nächsten Angriff an. Nach einer schön anzuschauenden Ballstafette landete der Ball bei Tim Braillard. Und dieser schoss aus der Mitte tatsächlich zum Ausgleich ein! Die Malanser Bank im Freudentaumel – der sich dann einige Minuten später in puren Frust verwandelte. Nachdem die Alligatoren in der Verlängerung eher mehr vom Spiel hatten – ohne allerdings wirklich zwingend zu werden, brachten sie den Ball in der 67. Minute nicht aus dem Slot weg. Schliesslich kam das Spielgerät zu Stefan Hutzli, dieser sah Ledergerber in der Mitte. Und dieser besiegelte das Malanser Saisonende. So nahe liegen Freude und Trauer im Unihockey manchmal beieinander.

Vielen Dank an Floorball Köniz für die hartumkämpfte und toll anzuschauende Playoff-Serie. Alligator freut sich bereits jetzt auf eine Revanche in der neuen Saison – dann hoffentlich wieder vor Zuschauern. Vorerst gilt es nun aber das bittere Ausscheiden zu verdauen.

 

Floorball Köniz – UHC Alligator Malans 6:5 n.V. (2:1, 1:1, 2:3, 1:0)
AXA Arena, Winterthur. SR Hohler/Koch.
Tore: 2. P. Michel (M. Maurer) 1:0. 5. P. Michel (M. Maurer) 2:0. 12. J. Schnell (M. Holenstein) 2:1. 22. L. Veltsmid (V. Schubiger) 2:2. 28. J. Holopainen (R. Willfratt) 3:2. 44. M. Maurer (M. Engel) 4:2. 45. J. Ledergerber (P. Michel) 5:2. 54. T. Braillard (K. Berry) 5:3. 60. R. Buchli (D. Hartmann) 5:4. 60. T. Braillard (K. Berry) 5:5. 67. J. Ledergerber (S. Hutzli) 6:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz. keine Strafen.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Tromm; Veltsmid, Holenstein; Braillard, Buchli, Nurmela; Hartmann D., Vetsch, Nett; Friolet, Schubiger V., Schnell;

Ersatz: Breu, Obrecht, Gartmann, Schmid, Hartmann M., Vestlund

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Flütsch, Krättli, Rohner

Beste Spieler: Lukas Veltsmid (Alligator Malans), Pascal Michel (Floorball Köniz)

Den Sieg aus den Händen gegeben

Alligator Malans verliert erneut gegen Floorball Köniz und liegt nun in der Playoff-Serie mit 1:2 zurück. Dieses dritte Spiel dürfte Malans allerdings aufgrund des Spielverlaufes niemals verlieren.

Autor: UHC Alligator Malans

Das dritte Spiel im Playoff-Halbfinal zwischen Malans und Köniz war zum zweiten Mal das TV-Spiel. Das erste am Ostermontag istAlligator nicht in guter Erinnerung geblieben. Das Spiel ging verdient mit 6:2 an Köniz. Damit stand es in dieser Serie vor Spiel 3 1:1. Die Alligatoren waren gefordert, auf diesen kleinen Rückschlag zu reagieren. Lange schien es, als würde das auch gelingen. Doch dann kamen die letzten sieben Minuten.

Aber der Reihe nach. Die Malanser waren in diesem dritten Spiel von Beginn an bereit und machten äusserst wenig Fehler. Dadurch gelang es Köniz nur selten, gefährlich vor Alligator-Torhüter Jonas Wittwer aufzutauchen. Und die Malanser erzielten endlich «die einfachen Tore» wie es Alligator-Verteidiger Kevin Berry im Pauseninterview nach dem ersten Drittel mit SRF nannte. Und so führten die Malanser zu diesem Zeitpunkt mit 3:0. Nicht, weil sie deutlich überlegen waren, aber weil sie ihre Chancen konsequenter suchten als noch am Montag und die Körpersprache eine völlig andere war. Den Auftakt machte in der neunten Minute Berry in seiner bekannten Manier. Er zog etwa von der Mittellinie einfach mal ab und fand den Weg durch viele Beine hindurch. In der 16. Minute gelang es der neu formierten ersten Linie nachzudoppeln. Tim Braillard erhielt auf der linken Seite Platz und nutzte diesen für einen platzierten Abschluss zum 2:0. Braillard hatte auch beim dritten Treffer zwei Sekunden vor dem Drittelsende seine Finger im Spiel. Er fand Romano Schubiger von der linken Ecke im Slot quasi blind, Schubiger verwertete souverän.

Im Mitteldrittel konnten die Alligatoren die Führung dann sogar noch um einen Treffer ausbauen. Zwar konnte Jonas Ledergeber in der 26. Minute nach einer schnellen Auslösung auf der linken Seite den Anschlusstreffer erzielen. Doch die Alligatoren liessen sich dadurch nicht verunsichern und konnten nur kurze Zeit später von einer zwei-Minuten-Strafe profitieren. Raul Willfratt fällte Remo Buchli an der Bande. Joshua Schnell konnte daraufhin in der 28. Minute mit einem schönen Bogenlauf den alten Vorsprung wiederherstellen. Und kurz nach Spielhälfte gelang es Markus Holenstein, einem Könizer den Ball in der Vorwärtsbewegung abzuluchsen und eine 1:0-Situation souverän zu verwerten. Weitere Tore gab es im zweiten Abschnitt nicht mehr zu bewundern, auch weil Dan Hartmann einen Penalty in der 32. Minute nicht ausnutzen konnte.

Und so folgte das verhängnisvolle Schlussdrittel. Bereits nach 48 Sekunden lag der Ball in diesem Abschnitt ein erstes Mal hinter Wittwer im Kasten. Ein Könizer Schuss wurde von Schubiger unglücklich zum 5:2 ins eigene Tor abgelenkt. Bis Mitte des Drittels entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Dabei gelang es den Alligatoren, den vier-Tore-Vorsprung wiederherzustellen. 7:3 lautete der Spielstand zu diesem Zeitpunkt. Auch noch in der 54. Minute, als die Könizer nach einem tollen Auswurf von Köniz-Torhüter Patrick Eder zum schönsten Angriff der Partie ansetzten. Der Ball wurde über mehrere Stationen gespielt und gelangte schliesslich hoch vors Tor zu Willfratt, der scheinbar ohne Probleme Volley zum 7:4 einschoss. Dieses Tor war rückblickend wohl der Wendepunkt in dieser Partie. Nur neun Sekunden später lag der Ball erneut im Malanser Tor. Stefan Hutzli nutzte eine Unsauberheit im Vorwärtsspiel der Alligatoren aus. Als dann in der 57. Minute Pascal Michel gar zum 7:6 verkürzen konnte, war bei Malans endgültig Feuer unter dem Dach. Auch die Entstehung dieses Tors dürfte den Malansern nicht gut getan haben. Der Ball rollte nämlich unglücklich zwischen den Beinen von Wittwer ins Tor. Wieder nur 40 Sekunden später tauchte der Könizer Nationalspieler Manuel Engel auf der linken Seite gefährlich vor dem Alligator Tor auf. Auch sein Abschluss sass. Zu diesen bitteren Schlussminuten passte, dass Buchli nach einem Rempler knapp 2,5 Minuten vor Schluss noch auf die Strafbank musste. Michel erhielt auf der linken Seite zu viel Platz, Wittwer konnte sich nicht mehr schnell genug zurückverschieben. 7:8. Malans rannte zwar noch einmal an, elf Sekunden vor Schluss besiegelte Köniz aber auch die letzten Hoffnungen auf ein Comeback.

Viel Zeit diese bittere Niederlage zu verarbeiten bleibt nicht. Bereits am Sonntag um 16 Uhr steht in Köniz Spiel 4 an. Alligator muss versuchen, die ersten 40 Minuten dieses Spiel 3 im Kopf zu behalten. Denn da haben die Malanser gezeigt, dass sie Köniz durchaus in die Schranken weisen können.

UHC Alligator Malans – Floorball Köniz 7:9 (3:0, 2:1, 2:8)
AXA Arena, Winterthur. SR Hohler/Koch.
Tore: 9. K. Berry (J. Nurmela) 1:0. 16. T. Braillard (K. Berry) 2:0. 20. R. Schubiger (T. Braillard) 3:0. 26. J. Ledergerber (C. Haldemann) 3:1. 28. J. Schnell (K. Berry) 4:1. 31. M. Holenstein 5:1. 41. J. Holopainen (O. Schmocker) 5:2. 44. D. Hartmann (C. Camenisch) 6:2. 45. R. Baumann (S. Hutzli) 6:3. 50. M. Holenstein 7:3. 54. R. Willfratt (J. Guggisberg) 7:4. 54. S. Hutzli (J. Ledergerber) 7:5. 57. P. Michel (C. Haldemann) 7:6. 58. M. Engel (M. Kisugite) 7:7. 59. P. Michel (S. Hutzli) 7:8. 60. J. Ledergerber 7:9.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Gartmann; Veltsmid, Tromm; Braillard, Buchli, Nurmela; Hartmann D., Vestlund, Nett; Friolet, Holenstein, Schnell;

Ersatz: Breu, Obrecht, Schmid, Hartmann M., Vetsch

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Flütsch, Krättli, Rohner, Schubiger V.

Beste Spieler: Romano Schubiger (Alligator Malans), Pascal Michel (Floorball Köniz)

Malans steht im Halbfinale!

Alligator Malans schafft den vierten Sieg in den Playoff-Viertelfinals gegen den HC Rychenberg Winterthur und steht in der Runde der letzten vier. Die Winterthurer verlangten den Malansern beim 7:4 aber noch einmal alles ab.

Autor: UHC Alligator Malans/Foto: Martin Deuring (deuring photography)

Am Samstagabend stand das erste Entscheidungsspiel zwischen Alligator und Rychenberg auf dem Programm. Alligator fehlte vor dieser Partie ein Sieg zum Einzug in die nächste Runde. Diese Ausgangslage war in der Startphase auf dem Spielfeld deutlich ersichtlich. Beide Mannschaften waren darauf bedacht, möglichst keinen Fehler zu begehen und liessen sich viel Zeit bei der Auslösung. Dementsprechend schnell ist die Geschichte des ersten Drittels erzählt: In den ersten zehn Spielminuten war Winterthur eher die bessere Mannschaften mit der einen oder anderen Chance mehr, in den zweiten zehn Minuten die Malanser. Der Unterschied: Alligator konnte eine der Möglichkeiten verwerten. Nino Vetsch gelang mittels eines Drehschusses nach einer einstudierten Freistossvariante die Führung kurz vor der Pause. Das Spiel, das für einmal in der Sporthalle Oberseen in Winterthur ausgetragen wurde, riss in den ersten 20 Minuten aber noch niemanden vom Hocker – was angesichts der Bedeutung des Spiels aber auch nicht weiter erstaunlich war.

Erstaunlicher war deshalb, wie der zweite Abschnitt ablief. Gleich sieben Tore gab es zu vermelden. Aus Malanser Sicht das Wichtigste vorweg: Die Führung konnte bis Drittelsende auf zwei Tore ausgebaut werden. Danach sah es allerdings zu Beginn des Drittels ganz und gar nicht aus. Die Malanser kamen etwas unkonzentriert aus der Kabine. Dies ermöglichte Moritz Schaub nach einem Ballgewinn in der Mittelzone eine 1:0-Situation und den Ausgleich. Eine Minute später jubelten die Winterthurer erneut. Patrik Doza erwischte Malans-Hüter Wittwer nach einem guten Pressing zwischen den Beinen. Und es hätte aus Sicht von Alligator gar noch schlimmer kommen können. Einige Sekunden nach dem 2:1 jubelte das Heimteam erneut, der Treffer von Daniel Keller wurde aber wegen eines hohen Stocks aberkannt. Danach fingen sich die Malanser wieder und konnten bereits gut eine Minute nach dem 2:1 reagieren. Christoph Camenisch, der bereits in Spiel 5 drei Mal getroffen hatte, verwertete eiskalt, nachdem er geduldig gewartet hatte, bis der Torhüter des Gastgebers sich hingelegte, um ihn dann zu umkurven. Nachdem beide Teams bis Spielhälfte ein weiteren Treffer erzielt hatten, übernahm Malans doch wieder zunehmend das Spieldiktat und bereitete den Winterthurer mit dem aggressiven Pressing immer wieder Probleme. Die logische Folge: das vierte Malanser Tor. Remo Buchli legte quer übers Feld und Romano Schubiger zog trocken ab. Gut zwei Minuten vor dem Ende des zweiten Drittels verwertete schliesslich Dan Hartmann ein Penalty nach einem hohen Stock eines Winterthurers vor dem Tor souverän. Er umkurvte den extra für den Penalty eingewechselten Luca Locher ohne Probleme.

Dass die letzten 20 Minuten in diesem Spiel noch einmal ein hartes Stück Arbeit werden dürfte, war wohl auch den Gästen aus der Herrschaft klar. Die Winterthurer reduzierten auf zwei Formationen und kamen tatsächlich bereits früh im Drittel durch Daniel Keller zum Anschlusstreffer. Er brach auf der linken Seite durch und liess Wittwer keine Chance. Es war nicht sein erstes Tor in dieser Serie aus dieser Position. Danach erhielten die Winterthurer in der 47. Minute eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Simon Nett musste auf der Strafbank Platz nehmen. Doch das Powerplay blieb ungenutzt. Aber auch in der Folge hatte Rychenberg noch die eine oder andere gute Chance zum Ausgleich. Doch sie blieben alle ungenutzt. Auch Malans verpasste die sich bietenden Kontermöglichkeiten, sodass der Spielstand auch fünf Minuten vor Schluss noch 5:4 lautete. Schliesslich zeigte die Anzeigetafel noch drei und dann noch zwei Minuten an. Rychenberg verzweifelte nun schier an Wittwer, der wie immer in entscheidenden Momenten auf dem Posten war. Schliesslich musste das Heimteam alles riskieren und Kevin Berry konnte 75 Sekunden vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor alles entscheiden. Eine spannende Viertelfinalserie fand schliesslich mit einem Tor von Braillard ihr Ende.

An dieser Stelle ein Dank an Rychenberg für die umkämpfte Serie und die tollen Spiele und auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison, dann hoffentlich wieder vor Zuschauern.

Für Malans geht es nun am 3. April mit dem ersten Halbfinalspiel gegen Floorball Köniz weiter.

HC Rychenberg Winterthur – UHC Alligator Malans 4:7 (0:1, 3:4, 1:2)
Oberseen, Winterthur. SR Ambühl/Brechbühler.
Tore: 20. N. Vetsch (F. Tromm) 0:1. 22. M. Schaub (P. Kern) 1:1. 24. P. Doza (S. Nussbächer) 2:1. 25. C. Camenisch (D. Hartmann) 2:2. 28. J. Schnell (N. Vetsch) 2:3. 29. D. Keller (N. Püntener) 3:3. 31. R. Schubiger (T. Braillard) 3:4. 38. D. Hartmann 3:5. 43. D. Keller (M. Krebs) 4:5. 59. K. Berry 4:6. 60. T. Braillard (N. Vetsch) 4:7.
Strafen: Rychenberg keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Tromm; Braillard, Friolet, Buchli; Hartmann D., Nurmela, Nett; Schnell, Vetsch, Holenstein;

Ersatz: Breu, Schmid, Obrecht, Schubiger V, Rohner, Hartmann M.

Bemerkungen: Alligator ohne Vestlund, Capatt, Flütsch (verletzt) Krättli (überzählig)

Beste Spieler: Daniel Keller (Rychenberg Winterthur), Nino Vetsch (Alligator Malans)

Dritter Sieg nach nervenaufreibendem Spiel

Alligator Malans meldet sich nach zwei Niederlagen gegen Rychenberg in der Playoff-Serie zurück. Beim Heimspiel in Maienfeld waren die Alligatoren allerdings der Verzweiflung nahe, bis schliesslich das Schlussdrittel die Erlösung brachte.

Autor: UHC Alligator Malans

Beim Duell zwischen dem Zweit- und dem Sechstplatzierten der Qualifikation sind die Rollen in einer Playoff-Serie klar verteilt. Malans startete als Favorit in die Viertelfinals gegen Rychenberg Winterthur. Standesgemäss gingen die Alligatoren denn auch 2:0 in Führung. Doch nach der Niederlage am vergangenen Sonntag in Maienfeld und der Niederlage nach Penaltys im Fernsehspiel am Samstag war die Serie neu lanciert. Alligator war beim Heimspiel am Sonntag also gefordert, zu beweisen, dass sie zurecht die Favoritenrolle zugesprochen erhalten haben.

Das schien den Alligatoren, die in leicht geänderter Formation aufliefen – Joshua Schnell und Simon Nett tauschten die Formationen und Lukas Veltsmid spielte erstmals von Anfang an – bewusst. Die Alligatoren markierten von Beginn an Präsenz. Sie starteten mit einem kompromisslosen Pressing und setzten Winterthur unter Druck. Diese Bemühung fruchteten allerdings nicht wirklich. Stattdessen waren es die Gäste, die in der vierten Minute in Führung gingen. Ein Block eines Malanser Verteidigers wurde zur Vorlage für Tim Aeschimann, der im Slot den freistehenden Noah Püntener fand. Und die Startphase entwickelte sich nur knapp eine Minute später endgültig zum Worst Case für die Malanser. Erneut mussten die Alligatoren einen Treffer aus dem Slot hinnehmen. Daniel Keller erhielt zu viel Freiraum.

Dieser Doppelschlag stellte die Basis dar für das, was danach folgte. Winterthur machte es den Malanser enorm schwierig in die gefährliche Zone zu kommen. Das Abwehrbollwerk hielt. Die Alligatoren hatten zwar mehr Ballbesitz, aber es schien sich zunehmend auch etwas Verzweiflung einzunisten. Denn wirkliche Grosschancen waren in den ersten zwei Drittel an einer Hand abzuzählen. Sinnbildlich dafür war,dass der erste Malanser Treffer in der 24. Minute durch ein Weitschusstor von Nationalmannschaftsverteidiger Christoph Camenisch fiel. Und die Winterthurer waren in der Chancenverwertung weiter gnadenlos. Nachdem Simon Nett gut eine Minute nach dem Anschlusstreffer alleine vor Rychenberg-Torhüter Schüpbach übers Gehäuse schoss, verwandelte auf der Gegenseite Daniel Keller nach einer 2:1-Situation seine Chance souverän.

Vor dem Schlussdrittel machte sich trotz des Anschlusstreffers – erneut von Camenisch – etwas Verzweiflung breit, weil die Winterthurer so wenig gefährliche Torchancen zuliessen. Alligator-Cheftrainer Pius Caluori reagierte und stellte vor dem Schlussabschnitt auf zwei Linien um. Diese Massnahme fruchtete dann tatsächlich. Tim Braillard schoss in der 44. Minute nach einem Querpass durch die Defensivzone von Winterthur von Kevin Berry direkt und fand so die Lücke bei Schüpbach. Nach diesem viel umjubelten Ausgleich kippte das Spiel. Den Winterthurer gelang es nun nicht länger, Abschlüsse aus zentralen Positionen zu verhindern. So erzielte Romano Schubiger in der 49. Minute die erstmalige Führung für die Alligatoren. Nun ging es Schlag auf Schlag. Bereits eine Minute später erhöhte Kevin Berry nach schöner Vorlage von Joel Friolet das Verdikt aus dem Slot auf 5:3, in der 53. Minute fasste sich Remo Buchli auf der rechten Seite ein Herz und netzte mit einem Weitschuss zum 6:3 ein. Mit diesem Treffer war der Mist in dieser Begegnung geführt und die Alligatoren siegten schliesslich mit 8:4.

Damit hat Alligator nun am nächsten Samstag die Chance, diese Serie zu beenden. Allerdings wartet dabei noch einmal ein hartes Stück Arbeit auf die Herrschäftler.

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 8:4 (0:2, 2:1, 6:1)
Sporthalle Lust, Maienfeld. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 4. T. Aeschimann (N. Püntener) 0:1. 5. D. Keller (N. Püntener) 0:2. 24. C. Camenisch (L. Veltsmid) 1:2. 26. D. Keller (D. Foelix) 1:3. 40. C. Camenisch (J. Schnell) 2:3. 44. T. Braillard (K. Berry) 3:3. 49. R. Schubiger (J. Friolet) 4:3. 50. K. Berry (J. Friolet) 5:3. 53. R. Buchli (R. Schubiger) 6:3. 58. C. Camenisch (J. Nurmela) 7:3. 60. M. Wöcke (L. Conrad) 7:4. 60. T. Braillard 8:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Schubiger; Camenisch, Veltsmid; Holenstein, Tromm; Braillard, Nett, Vestlund; Hartmann D., Nurmela, Schnell; Friolet, Vetsch, Buchli;

Ersatz: Breu, Gartmann, Obrecht, Schubiger V, Rohner, Hartmann M.

Bemerkungen: Alligator ohne Schmid, Capatt, Flütsch (verletzt) Krättli (überzählig)

Beste Spieler: Christoph Camenisch (Alligator Malans), Noah Püntener (Rychenberg Winterthur)

Malans rückt auf Rang 2 vor

Alligator Malans bezwingt nach einem sattelfesten Defensivauftritt Rychenberg Winterthur mit 5:2. Aufgrund der gleichzeitigen Niederlage von Wiler Ersigen gegen Floorball Köniz rückt Alligator auf den zweiten Tabellenplatz vor.

Autor: UHC Alligator Malans

Das grosse Spektakel war es nicht, das Alligator und Rychenberg am Samstagabend zu Beginn aufs Feld brachten. Beide Mannschaften legten viel Wert auf eine kontrollierte Defensive. Torszenen waren deshalb rar gesät. Die Malanser tauchten erst in der 7. Minute erstmals gefährlich vor dem Winterthurer Gehäuse auf. Christoph Camenisch verpasste den Führungstreffer nach einer schönen Kombi der ersten Formation rund um den aus einer Verletzung zurückgekehrten Dan Hartmann. Er war es auch, der dann schliesslich am Ursprung der Malanser Führung stand. Er passte rechts auf Simon Nett, dieser sah, dass Jarkko Nurmela in der Mitte Freiraum bekam und fand seine Schaufel. Die Führung hatte allerdings nur gut eine Minute Bestand. Dann bekam Noah Püntener mittig den Ball, nachdem die Winterthurer einem Spielerknäuel um den Anspielpunkt mit dem Ball entwichen waren. Püntener hatte keine Mühe, Malans-Torhüter Jonas Wittwer erstmals zu bezwingen.

Es war allerdings lange Zeit das letzte Mal, dass sich Wittwer bezwingen lassen musste. Erst in der 55. Minute musste er erneut hinter sich greifen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Alligatoren allerdings bereits mit 4:1. Der Grund dafür, weshalb es zuvor solange keinen Treffer mehr für Winterthur zu sehen gab, lag auch an Wittwer selbst. Er parierte einige gefährliche Winterthurer Konterchancen abgeklärt und liess sich auch von Überzahlsituationen nicht verunsichern. Es lag aber auch an der sehr sortierten und abgeklärten Malanser Hintermannschaft. Die Alligatoren machten zwar etwas mehr Fehler als noch im Spitzenkampf gegen GC vor einer Woche, aber die Abwehr wirkte trotzdem sehr sattelfest.

Gegen vorne deuteten die Malanser allerdings gegen Rychenberg nur an, zu was sie an einem sehr guten Tag fähig wären. Es gab zwar die eine oder andere gefällige Kombination zu betrachten, aber häufig blieb man auch an der Winterthurer Abwehr hängen. Trotzdem kristallisierte sich ab dem zweiten Abschnitt schon heraus, welche Mannschaft den Sieg davontragen könnte. Mit einem Doppelschlag bei Spielhälfte zogen die Malanser auf 3:1 davon. Tim Braillard mit einem satten Handegelenkschuss und Nurmela, nachdem er nach einem Freistoss in der offensiven Ecke sträflich allein gelassen wurde, waren dafür besorgt.

Diese zwei-Tore-Führung geriet bis am Schluss nie mehr in Gefahr, sodass die Malanser einen – gemessen an den Spielanteilen – verdienten 5:2-Sieg einfuhren. Am nächsten Sonntag schliesst Malans die Masterround gegen den langjährigen Konkurrenten SV Wiler Ersigen ab. Mit einem Sieg verbleibt Malans definitiv auf Rang 2 – was das definitive Heimrecht in einem allfälligen Halbfinale bedeuten würde.

 

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)

Sporthalle Lust, Maienfeld. SR Britschgi/Gasser.

Tore: 11. J. Nurmela (S. Nett) 1:0. 12. N. Püntener (L. Conrad) 1:1. 30. T. Braillard (F. Tromm) 2:1. 31. J. Nurmela (S. Nett) 3:1. 49. K. Berry (Eigentor) 4:1. 55. J. Lutz (L. Dall’Oglio) 4:2. 59. R. Buchli (J. Friolet) 5:2.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. keine Strafen.

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Gartmann; Berry, Tromm; Holenstein, Obrecht; Schubiger R., Schmid; Hartmann D., Nurmela, Nett; Braillard, Hartmann M., Vestlund; Friolet, Vetsch, Buchli; Schubiger V, Rohner, Schnell

Ersatz: Breu

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Flütsch (verletzt) Veltsmid, Krättli (überzählig)

Beste Spieler: Jarkko Nurmela (Alligator Malans), Nicolas Schüpbach (Rychenberg Winterthur)

 

 

 

 

Malanser lassen Tabellenführer GC keine Chance

Gleich mit 11:4 überfährt Alligator GC. Eine abgeklärte Defensivleistung, enorme Effizienz und grosser Fokus führten zu diesem klaren Verdikt.

von Alligator Malans

Alligator Malans gegen Grasshopper Club Zürich verspricht stets viele Torszenen und ein spannendes Spiel. Das erste Aufeinandertreffen der laufenden Saison gewann Malans mit 8:4. Und die Malanser waren auch beim Spiel am Samstagnachmittag in Zürich gewillt, drei Punkte aus dieser Affiche mitzunehmen. Es war bis fast am Ende wohl einer der fokussiertesten Malanser Auftritte dieser Saison. Trotzdem dürften einige beim Blick auf den Totomat doch etwas verwundert die Augen gerieben haben. Gleich mit 11:4 gewann Alligator Malans die Partie gegen den Tabellenführer. Das Schlussergebnis war aufgrund der Chancenverteilung sicher zu deutlich. Trotzdem, Malans gewann hochverdient.

Aus einem starken Kollektiv stach dabei insbesondere die Formation um den jungen Stürmer Mauro Hartmann heraus. Er alleine traf vier Mal. Sinnbildlich für die Partie war etwa der Treffer in der 20. Minute. Zu diesem Zeitpunkt führte Malans bereits 3:0. Die Alligatoren gewannen den Ball links an der Bande in der eigenen Hälfte mit einem resoluten Zweikampfverhalten. Anton Vestlund und Hartmann starteten durch und fanden sich schliesslich in einer 2:0-Situation wieder. Hartmann hatte schliesslich keine Mühe, den Ball im Zürcher Tor unterzubringen. Diese Szene war deshalb typisch, weil sie zwei Eigenschaften der Malanser an diesem Nachmittag aufzeigt. Die Malanser waren an diesem Samstag zum einen sehr kampfstark und fokussiert. Sie liessen in der eigenen Zone nur sehr wenig zu und blockten so viele Schüsse wie wohl noch selten in dieser Saison. Zum anderen zeigten sich die Alligatoren sehr konterstark und effizient. Immer wieder schlug es nach schnell vorgetragenen Kontern im GC-Tor ein.

Weiteres Beispiel gefällig? GC stellte im zweiten Drittel kurzzeitig auf zwei Formationen um und presste aggressiver. So auch in der 26. Minute. Die Malanser können sich dem Pressing aber entziehen und es entstand eine 2:1-Überzahl. Erneut sind es Hartmann und Vestlund, die keine Probleme haben, den Ball im GC-Kasten unterzubringen.

Ein Kränzchen winden muss man aber Malans dieses Mal auch für den Auftritt im dritten Abschnitt. Wer die Alligatoren in den letzten Jahren regelmässig verfolgt hat, weiss, dass eine zu hohe Führung vor dem Schlussdrittel nicht selten durch ein zu unkonzentriertes Schlussdrittel gefährdet wurde. Dem war diese Mal nicht so. Nach 50 Minuten lautete der Spielstand wie bereits nach 40 Minuten unverändert 7:1. Erst in der Schlussphase, als der Mist aber bereits definitiv geführt war, kamen beide Mannschaften noch zu mehreren weiteren Toren und beide Mannschaften zeigten noch einmal ihre offensiven Qualitäten.

Die Malanser können nun mit breiter Brust in die letzten beiden Partien der Master Round starten. Es stehen noch Duelle mit Winterthur und dem Erzrivalen Wiler an. Mit zwei Siegen könnten die Malanser noch einen Sprung nach vorne in der Tabelle machen. Auch das Heimrecht in einem allfälligen Halbfinal (mindestens Rang 2) liegt wieder in Reichweite.

 

Grasshopper Club Zürich – UHC Alligator Malans 4:11 (0:4, 1:3, 3:4)
Sporthalle Hardau, Zürich. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 5. D. Schmid (C. Camenisch) 0:1. 8. J. Friolet (M. Holenstein) 0:2. 18. A. Vestlund (S. Nett) 0:3. 20. M. Hartmann (A. Vestlund) 0:4. 26. M. Hartmann (A. Vestlund) 0:5. 29. C. Laely (T. Heller) 1:5. 30. M. Hartmann (T. Braillard) 1:6. 31. R. Buchli (J. Friolet) 1:7. 52. M. Hartmann (T. Braillard) 1:8. 52. J. Rüegger (C. Laely) 2:8. 54. K. Berry (A. Vestlund) 2:9. 54. J. Rüegger (C. Laely) 3:9. 56. C. Gartmann (D. Schmid) 3:10. 57. T. Braillard (A. Vestlund) 3:11. 58. Y. Kindler (C. Zolliker) 4:11.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch Schubiger R.; Berry, Tromm; Holenstein, Veltsmid; Obrecht, Gartmann; Schmid, Nurmela, Nett; Braillard, Vestlund, Hartmann M.; Friolet, Vetsch, Buchli; Schubiger V, Krättli, Schnell; Breu

Bemerkungen: Malans ohne Hartmann D, Capatt, Flütsch (verletzt), Rohner (Militär)

Sieg ohne Glanz gegen Sarnen

Alligator erfüllt auswärts beim NLA-Schlusslicht Ad Astra Sarnen mit 7:4 die Pflicht. Der Sieg war verdient, die Malanser überzeugten aber vor allem im Schlussabschnitt nicht vollends.

Autor: UHC Alligator Malans, Foto: André Düsel

Nachdem am vergangenen Wochenende gleich zwei Gegner aus der vordersten Tabellenregion auf Alligator Malans gewartet hatten, reisten die Herrschäftler an diesem Wochenende zum Tabellenschlusslicht Ad Astra Sarnen. Die Obwaldner müssen bisher in der zweiten Saison in der obersten Schweizer Liga Lehrgeld bezahlen und konnten noch keinen Punkt holen. Das änderte sich auch an diesem Wochenende nicht. Die Alligatoren, die unter anderem ohne die beiden Nationalmannschaftsspieler Tim Braillard und Dan Hartmann nach Sarnen gereist waren, übernahmen von Beginn an das Zepter in dieser Partie. Das Spiel verlief nicht ganz überraschend mehrheitlich in Richtung des Tors des Heimteams. Wirklich zwingend waren die Angriffe aber in der Startphase noch zu selten. Trotzdem konnte der Gast aus Graubünden in der achten Minute durch Anton Vestlund in Führung gehen. Der Schwede profitierte von einem Auslösungsfehler der Sarner und traf nach einem Schuss in den Block im zweiten Versuch aus halblinker Position. Bei diesem einen Tor blieb es nach 20 Minuten. Sarnen hätte trotz wenig Ballbesitz ebenfalls Chancen auf ein Tor gehabt – respektive sie haben auch eines erzielt. Dieses wurde aber wegen eines Torraumvergehens aberkannt.

Das knappe 1:0 schien den Alligatoren nicht so recht zu passen. Zumindest schalteten die Gäste nach der Pause einen Gang höher. Die Malanser pressten konsequenter und zeigten sich auch zunehmend passsicherer. Erfreulich war ausserdem, dass das Powerplay deutlich besser funktionierte als noch am vergangenen Wochenende. Gleich zwei Tore erzielten die Alligatoren in diesem zweiten Abschnitt in Überzahl. Simon Nett (in der 25. zum 2:0) und Joshua Schnell (in der 31. Minute zum 4:0) besserten die bisher ziemlich magere Powerplayausbeute der Malanser in dieser Saison auf. Daneben trafen im zweiten Abschnitt noch Markus Holenstein (er verwertete in der 26. Minute einen Abpraller zum 3:0) und Romano Schubiger (er erzielte das 5:0 mit einem trockenen Abschluss nach 33 Minuten). Das Spiel schien mit diesem Resultat kurz nach Spielhälfte bereits gelaufen, auch wenn Sarnen danach mit einer schönen Kombination vor – und einem Abpraller-Tor kurz nach der zweiten Pause zwischenzeitlich wieder auf drei Tore herankamen.

Doch die Malanser wirkten auch in der Folge nicht mehr fokussiert und ermöglichten Sarnen so so viele Chancen wie in den ersten zwei Abschnitten nie. Erst nachdem Jan Danis in Überzahl in der 46. Minute im Slot gar auf 5:3 verkürzte, erwachten die Malanser langsam wieder etwas aus dem Tiefschlaf. Nachdem man eine weitere Strafe unbeschadet überstehen konnte, erzielte Valentin Schubiger in der 53. Minute nach einem schnellen Konter das beruhigende 6:3.  Danach verpassten die Malanser mehrere Grosschancen. Sarnen-Torhüter Pascal Amrein konnte sich mehrmals auszeichnen. Und so schlug es stattdessen auf der anderen Seite ein. Sarnen kam dank eines Tors von Luca Rizzi nach einem Ballgewinn in der Malanser Zone wieder auf zwei Tore ran.

Der Malanser Sieg geriet danach zwar nicht in Gefahr, aber es zeigte sich einmal mehr, dass es auch gegen das Tabellenschlusslicht nicht drin liegt, den Fokus auf das Spiel zu verlieren.

 

Ad Astra Sarnen – UHC Alligator Malans 4:7 (0:1, 1:4, 3:2)
Dreifachhalle, Sarnen. SR Ambühl/Brechbühler.
Tore: 8. A. Vestlund (V. Schubiger) 0:1. 25. S. Nett (K. Berry) 0:2. 26. M. Holenstein (N. Vetsch) 0:3. 31. J. Schnell (K. Berry) 0:4. 33. R. Schubiger (C. Camenisch) 0:5. 34. C. von Wyl (T. Haudanlampi) 1:5. 43. J. Sommerhalder (R. Schöni) 2:5. 46. J. Danis (L. Rizzi) 3:5. 53. V. Schubiger (S. Nett) 3:6. 58. L. Rizzi (J. Sommerhalder) 4:6. 60. N. Vetsch 4:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen. 4mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Breu; Camenisch, Schubiger R.; Obrecht, Gartmann; Tromm, Berry; Friolet, Nurmela, Nett; Holenstein, Schmid, Vetsch; Schubiger V., Vestlund, Schnell;

Ersatz: Wittwer, Krättli, Buchli, Hartmann M.

Bemerkungen: Alligator ohne Rohner (Militär), Hartmann D., Braillard, Veltsmid, Flütsch, Capatt (verletzt)

Beste Spieler: Pascal Amrein (Sarnen) und Sandro Breu (Malans)

Malans bezwingt den Leader

Alligator Malans holt sich in einem gefälligen Spitzenkampf gegen Leader GC Zürich drei Punkte. Die Malanser drehten einen 0:2-Rückstand und gewannen schliesslich mit 8:4.

Autor: UHC Alligator Malans

Alligator wurde am nun vergangenen Wochenende gleich zwei Mal hart auf die Probe gestellt. Die Malanser bekamen es mit Floorball Köniz und GC Zürich zu tun. Nachdem die Alligatoren am Samstag gegen den Tabellendritten aus Bern noch knapp in der Verlängerung als Verlierer vom Feld mussten, bezwangen die Herrschäftler am Sonntag den Leader mit 8:4.

Die Schlüsselszene spielte sich in der 54. Minute ab. Malans führte zu diesem Zeitpunkt mit 5:3. GC drückte aber ziemlich vehement auf den Anschlusstreffer und konnte zu dieser Zeit in Überzahl agieren. Das 5:4 hätte wohl für eine hochdramatische Schlussphase gesorgt. Aber es kam anders. Remo Buchli kam in Unterzahl an den Ball lupfte den Ball in die Mitte zu Tim Braillard. Dieser brachte den Ball zum 6:3 im Tor unter. Danach war die Sache gelaufen und GC kam nicht mehr näher als drei Tore an die Alligatoren heran.

Vor allem zu Beginn der Partie sah es noch nicht danach aus, als würde Malans diese Partie gewinnen. Die Zürcher drückten dem Spiel den Stempel auf und bewiesen, weshalb sie der aktuelle Leader der Meisterschaft sind. Immer wieder brachten sie das Heimteam mit schönen Passstafetten in Bedrängnis. So war die Führung in der 12. Minute durch Daniel Johnsson nicht unverdient. Er erhielt in der Mittelzone zu viel Platz und nutzte diesen mit einem präzisen Handgelenkschuss zur Führung. Knapp zwei Minuten später musste Alligator-Torhüter Jonas Wittwer erneut hinter sich greifen. Der ehemalige Malanser Captain Claudio Laely befand sich zum Entstehungszeitpunkt des zweiten Zürcher Treffers in ähnlicher Position wie zuvor Johnsson. Laely schoss aber nicht, sondern suchte und fand auf der rechten Seite Florian Wenk. Dieser 2:0 Rückstand schockte die Malanser aber nicht etwa, er sorgte für eine heftige Reaktion. Zuerst zwickte Anton Vestlund in der 17. Minute den Ball nach einem abgefangenen Ball ins Zürcher Tor. Und kurz vor Drittelsende war Joshua Schnell für ein ausgeglichenes Ergebnis besorgt. Vestlund suchte ihn mit einem weiten Querpass, der zwar hängen blieb, aber Tim Braillard erbte und leitete den Ball doch noch zu Schnell weiter.

Im zweiten Abschnitt suchten beide Mannschaften weiterhin – und anders als gegen Köniz – das Heil in der Offensive. Beide Teams zeigten gefälliges Kombinationsspiel. Tore erzielte in diesem zweiten Abschnitt aber nur eine Mannschaft – die Alligatoren. Dies auch dank einer erneut guten Malanser Defensivleistung. Gleich drei Mal netze Alligator ein. Den Anfang machte in der 27. Minute Romano Schubiger, der von einem missglückten GC-Befreiungsschlag profitierte. Er traf mit einem Drehschuss. Die anderen zwei Toren fielen nach schönen Pässen aus der eigenen Zone. Einmal tauchte dadurch Jarkko Nurmela ganz allein vor GC-Hüter Pascal Meier auf und hatte genug Zeit für gleich zwei Abschlüsse, wobei dann der zweite erfolgreich war. Und in der 39. Minute zeigten Vestlund und Schnell, wie man eine 2:1-Situation sauber ausspielt. Am Ende musste Schnell den Ball nur noch ins leere Tor einschieben.

Alligator liess an diesem Wochenende immer wieder aufblitzen, zu was sie fähig sind. Nun wartet am nächsten Samstag Ad Astra Sarnen. Alles andere als drei Punkte wären gegen das noch sieglose Schlusslicht eine Enttäuschung.

UHC Alligator Malans – Grasshopper Club Zürich 8:4 (2:2, 3:0, 3:2)
Sporthalle Lust, Maienfeld. SR Schuler/Sprecher.
Tore: 11. D. Johnsson (P. Riedi) 0:1. 13. F. Wenk (C. Laely) 0:2. 17. A. Vestlund (T. Braillard) 1:2. 20. J. Schnell (T. Braillard) 2:2. 27. R. Schubiger 3:2. 33. J. Nurmela 4:2. 38. J. Schnell (A. Vestlund) 5:2. 48. C. Laely (J. Rüegger) 5:3. 54. T. Braillard (R. Buchli) 6:3. 56. A. Vestlund 7:3. 59. C. Laely 7:4. 60. J. Nurmela 8:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 3mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Schubiger R; Tromm, Berry; Holenstein, Obrecht; Schmid, Nurmela, Nett; Vestlund, Braillard, Schnell; Rohner, Schubiger V, Buchli

Ersatz: Breu, Gartmann, Friolet, Vetsch, Hartmann

Bemerkungen: Alligator ohne Veltsmid, Flütsch und Capatt (verletzt)

Beste Spieler: Anton Vestlund (Malans), Christoph Meier (GC)

 

 

 

 

 

WIR BRAUCHEN DICH!

Als Verein sind wir verpflichtet, eine Anzahl von Schiedsrichtern zu stellen, um an den Meisterschaften von swiss unihockey mit allen Teams teilnehmen zu können. Durch die Grösse von Alligator Malans benötigen wir rund 14 Schiedsrichter. Du siehst, der Schiedsrichter ist ein enorm wichtiger Bestandteil, um einen reibungslosen Spielbetrieb sichern zu können. Wir wollen dieser wertvollen Tätigkeit Rechnung tragen und engagieren uns für unsere Schiedsrichter.
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Alligator kassiert vor leeren Rängen das Break

Der Start in die Unihockey-Playoffs gestaltete sich in diesem Jahr speziell. Eine Woche nach dem in der Verlängerung verlorenen Cupfinal vor mehreren tausend Zuschauern fand das erste Spiel in den Playoff-Viertelfinals vor leeren Rängen statt. Es war spannend zu sehen, wie die beiden Mannschaften damit umgehen.

Das Spiel war zu Beginn nicht das ganz grosse Spektakel. Beide Mannschaften waren zwar bemüht, das Timing der Pässe stimmte aber in vielen Situationen noch nicht und zahlreiche Stockfehler prägten das Bild. Erstmals richtig ungemütlich wurde es für die Alligatoren in der 11. Minute, als Dan Hartmann wegen eines Srtockschlags für zwei Minuten auf die Strafbank wanderte. Die Winterthurer kamen zwar zu einigen guten Abschlüssen, das Resultat auf der Anzeigetafel blieb aber unverändert. Auf dieser veränderte sich erst in der 19. Minute etwas. Nino Vetsch schafft sich mit einer geschickten Drehung Platz und nutzte diesen mit einem satten Handgelenkschuss zur 1:0-Führung, die auch nach 20 Minuten noch Bestand hatte.

Nach dem zweiten Abschnitt begann das Spiel wieder von neuem. Die Winterthurer gewannen das Mitteldrittel mit 2:1 und somit herrschte ein 2:2-Gleichstand. Das Unentschieden nach 40 Minuten war durchaus leistungsgerecht. Zwar hatte Malans etwas mehr Ballbesitz, die Winterthurer kamen aber etwas häufiger vors Malanser Tor als umgekehrt. Bei den beiden Gegentoren blieb Alligator-Torhüter Wittwer ohne Schuld. Zuerst traf Tim Aeschimann in der 27. Minute zwischen zwei Malanser Verteidigern hindurch und fand auch beim Malanser Torhüter die Lücke haargenau. Kurz vor Drittelsende schoss Patrik Doza nach tollem Diagonalpass von Daniel Keller das 2:2. Zwischenzeitlich hatte Remo Buchli mit einem klassischen «Buabatrick» die Malanser Führung wiederhergestellt.

Gleichstand herrschte auch noch nach 60 Minuten. Allerdings stand es nun nicht mehr 2:2, sondern 4:4. Und das immer noch Gleichstand herrschte war alles andere als selbstverständlich. Dies hatte zwei Gründe. Zum einen starteten die Winterthurer deutlich besser in diesen Schlussabschnitt und gingen durch zwei Tore von Nils Conrad bis in die 47. Minute nicht unverdient mit 4:2 in Führung und zum anderen mussten die Alligatoren kurz vor Schluss noch in doppelter Unterzahl agieren. Doch die Alligatoren retteten sich dank einem starken Comeback mit zwei Formation und Toren von Lukas Veltsmid (der den Ball nach einem Schuss von Schnell im Slot Volley versenkte) und Hartmann (der einen Diagonalpass übers halbe Feld von Berry nach einem Freistoss im Tor unterbrachte).

Doch die doppelte Unterzahl hatte leider auch in der Verlängerung noch Bestand. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach 17 Sekunden konnte Doza den Ball im Tor hinter Wittwer unterbringen. Somit führt Rychenberg nach Spiel 1 mit 1:0 in der Serie. Am Sonntag besteht bereits die Chance, in Winterthur das Verdikt auszugleichen

 

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 4:5 n.V. (1:0, 1:2, 2:2, 0:1)

Sporthalle Lust, Maienfeld. SR Wehinger/Zurbuchen.

Tore: 19. N. Vetsch (C. Camenisch) 1:0. 27. T. Aeschimann (P. Kern) 1:1. 29. R. Buchli (N. Vetsch) 2:1. 34. P. Doza (P. Kern) 2:2. 43. N. Conrad (M. Wöcke) 2:3. 47. N. Conrad (T. Studer) 2:4. 49. L. Veltsmid (J. Schnell) 3:4. 58. D. Hartmann (K. Berry) 4:4. 61. P. Doza (N. Conrad) 4:5.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Aufstellung Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Tromm; Berry, Veltsmid; Gartmann, Obrecht; Hartmann, Schnell, Tarnutzer; Nett, Nylund, Eriksson-Elfsberg; Flütsch, Buchli, Vetsch

Ersatz: Vogt, Meiler

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Thöny, Holenstein, Friolet (verletzt), Nurmela (krank)

Beste Spieler: Daniel Keller für Rychenberg Winterthur, Lukas Veltsmid für Alligator Malans

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