UHC Alligator Malans

Malans mit hart umkämpftem Sieg gegen die Tigers

Nach der erfolgreichen Qualifikation für den Schweizer Mobiliar-Cup Halbfinal vom Vortag können die Alligatoren gegen ein ersatzgeschwächtes Team von Tigers Langnau mit einem 5:3 Sieg nachlegen. Dank diesen beiden wichtigen Siegen haben sich die Alligatoren erfolgreich aus ihrer covidbedingten Pause zurückgemeldet.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans

Die Verletzungshexe hat dem heutigen Gastteam von Tigers-Langnau offensichtlich arg zugesetzt. So standen gerade mal 16 Spieler auf dem offiziellen Matchblatt des Abends. Unterschiedlich war zudem sicher noch die mentale Ausgangslage vor diesem für die Malanser ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres. Während die Malanser tags zuvor gegen den SV Wiler-Ersigen dank des goldenen Treffers von Remo Buchli in der Verlängerung den Cup-Halbfinaleinzug geschafft haben, mussten die Emmentaler beim Leader GC Zürich mit einer 15:4 Niederlage arg unten durch. Ein weiteres Highlight beim Studium der Teamaufstellung seitens der Malanser ist sicherlich das Comeback von Torhüter Martin Hitz, welcher heute, knapp 5 Jahre nach seinem Rücktritt aus der obersten Liga, wieder zwischen den Pfosten amten durfte.

Gian Luca Schiessl, der Langnauer Schlussmann, welcher am Vortag sein Debut in der NLA feiern konnte, musste bereits den allerersten Schuss von Markus Holenstein zur 1:0 Führung passieren lassen. Gleiches widerfuhr postwendend auch beim Malanser Hüter Hitz durch den frühen Treffer von Thomas Gfeller. Zu diesem Zeitpunkt waren nur gerade etwas mehr als drei Minuten gespielt. Zunehmend gewannen die Alligatoren aber mehr Spielanteile gegen die nummerisch arg gebeutelten Gäste und kamen dank schnell vorgetragenen Spielzügen immer wieder gefährlich vors Emmentaler Gehäuse. Weitere Tore waren aber in der Folge eine Fehlanzeige. Hitz zeichnete sich zwischenzeitlich dennoch mit grossartigen Paraden aus, wie wenn er die NLA nie verlassen hätte. In der 18. Minute ahndeten die Schiedsrichter einen Stockschlag gegen Christoph Camenisch, welcher sein Team dadurch in numerische Unterlegenheit brachte. Die Langnauer zeigten daraufhin ein beherztes Powerplayspiel, wenn auch mit eher hohem Risiko gespielt. Denn während dieser Strafzeit konnten die Malanser mehrmals gefährliche Konterangriffe auslösen. Die Strafzeit verstrich jedoch torlos und so auch die Zeit bis zur ersten Sirene. Mit dem 1:1 nach 20 Minuten durften von der gegebenen Konstellation her eigentlich nur die Gäste zufrieden sein.

Das Emmentaler Rumpfteam zeigte sich auch zu Beginn des Mittelabschnittes äusserst kämpferisch und sie gingen sogar während der 22. Minute durch den zweiten Treffer von Gfeller an diesem Abend mit 2:1 in Front. Die Malanser ihrerseits wurden durch die windigen Langnauer immer wieder aus ihrer gewohnten Komfortzone herausgenommen und mussten sich mehrheitlich mit rein defensiven Aufgaben beschäftigen. Erst eine Strafe gegen Joel Nyh infolge einer Unsportlichkeit sorgte in der 26. Minute für etwas Ruhe vor dem Malanser Gehäuse. Das Powerplay zu Gunsten von Malans wurde denn auch zum Ausgleich durch den Treffer von Tim Braillard kurz vor Ende der Strafzeit ausgenützt. Bei Spielhälfte drehte dann das Rad aus Sicht des Heimteams wieder in die richtige Richtung. Kevin Berrys Knaller auf Zuspiel von Topskorer Remo Buchli endete in den Langnauer Maschen zur erneuten Malanser Führung. Das Spiel weiterhin beidseitig kämpferisch geführt, wirkte aber auch zunehmend etwas zerfahren. Viele Aktionen waren eher auf Zufall basierend als schön herausgespielt. Das strenge Cupspiel vom Vortag trug sicher zu einem wesentlichen Anteil bei, dass die Malanser Akteure in dieser Phase nicht mehr so wirklich frisch wirkten. Mit der knappen Führung der Platzherren endete dann auch dieses Drittel.

Im dritten Abschnitt zeigten die Alligatoren wieder bessere und schnell ausgeführte Spielkombinationen und hatten dann auch die Spielanteile wieder in ihre Reihen verlagert. Damian Rohner war dann für die erstmalige Zweitoreführung verantwortlich. Er nützte einen Abwehrfehler der Langnauer kaltblütig zum 4:2 Zwischenstand aus. Die Emmentaler kämpften mutig und beherzt weiter und als Janis Lauber alleine vor Hitz stehend zum Anschlusstreffer einnetzen konnte, wurde dieses Spiel nochmals von Neuem lanciert. Das Spiel nahm nun richtig an Fahrt auf und auch die Zuschauer in der Halle steigerten sich nun mit Anfeuerungsrufen trotz der hindernd getragenen Masken. Die Tigers warfen ab der 53. Minute nun alles nach Vorne und suchten vehement den neuerlichen Ausgleichstreffer. Sie nahmen in der 58. Spielminute noch ihr Timeout und spielten in der Folge mehrheitlich ohne Torhüter mit einem Mann mehr auf dem Feld. Es lief bereits die vorletzte Minute in diesem Drittel als Holenstein mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum 5:3 erhöhen konnte. Dieser Treffer bedeutete denn auch gleich das Endergebnis dieses Spiels. Das kurz vor Spielende noch geahndete Handspiel gegen den zweifachen Torschützen blieb jedoch ohne weiteren Gegentreffer. Dank diesem Sieg können sich die Alligatoren in der Tabelle auf dem playoffheimberechtigten vierten Platz mit 29 Punkten nach 15 gespielten Runden halten.

Bereits kommenden Mittwoch, 26. Januar folgt das nächste Heimspiel von Alligator Malans. Sie empfangen in der Sporthalle Lust Maienfeld den UHC Waldkirch-St.Gallen (Spielbeginn 20.00 Uhr).

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Das heutige Spiel war emotional keine leichte Aufgabe. Mit der Qualifikation für den Cuphalbfinal und den drei Punkten gegen die Tigers können wir jedoch leben».

UHC Alligator Malans – Tigers Langnau 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)
NLA Qualifikation – Runde 17; MZH Lust Maienfeld; 240 Zuschauer.
SR; Röder | Anderegg
Tore: 3. Holenstein (Gartmann) 1:0. 4. Gfeller (L. Steiner) 1:1. 22. Gfeller (Gerber) 1:2. 28. Berry (Braillard) 2:2. 30. Berry (Buchli) 3:2. 44. Rohner 4:2. 49. Lauber (Gfeller) 4:3. 59. Holenstein (Braillard) 5:3.
Strafen:  2mal 2 Minuten gegen Malans. 1mal 2 Minuten, 1mal 10 Minuten (J. Nyh) gegen Tigers Langnau.
Alligator Malans: Hitz; Berry, Veltsmid; Camenisch, R.Schubiger; Tromm, Gartmann; Hartmann, Nett, Buchli; Braillard, Rohner, V.Schubiger; Holenstein, Jäger, Vetsch. Ersatz: Breu, Schmid, Obrecht, Schnell, Capatt, Friolet.
Tigers Langnau
: Schiessl; Luca Steiner, Strohl; Nyh, Mosimann; Simon Steiner, Langenegger; Gfeller, Lauber, Gerber; Blatter, Matteo Steiner, Kropf; Mathias Steiner, Ewald, Flühmann.
Ersatz: Siegenthaler, Fasel.
Bemerkungen:
Malans ohne Wittwer, Flütsch (beide verletzt). Tigers ohne Beck, Stucki, Jakob, Schlegel, Fankhauser, Schenkel, Lehmann, Rentsch, Pfister (alle verletzt). 52. Pfostenschuss Tromm; 58. Timeout Tigers Langnau; ab. 58. Tigers Langnau mehrheitlich ohne Torhüter.
Beste Spieler: Martin Hitz für Malans, Marc Oliver Gerber für Tigers Langnau

Sieg gegen Wiler-Ersigen im Cup-Viertelfinal

Alligator Malans gewinnt ein Spiel auf Messers Schneide in der Verlängerung. Remo Buchli lässt die Maienfelder Lust in der 66. Minute explodieren. Es hätte aber auch ganz anders kommen können.

von Thomas Rentsch

Beide Teams versuchten zu Beginn die Partie zu kontrollieren, es gab kaum gefährliche Aktionen. Dennoch gingen die Alligatoren mit einem 2:0 Vorsprung in die erste Pause. Ein aussergewöhnlich guter Lohn, zwei Tore aus nur einer echten Chance im ersten Drittel. Nach einem Fehlpass der Wiler Defensive fand Damian Rohner seine Sturmkollegen in der Feldmitte, Joshua Schnell liess den Ball elegant passieren und Tim Braillard vollendete zum 1:0. Kurze Zeit später, in der 20.Minute, brachte das Pressing der dritten Linie die Wiler Abwehr in Bedrängnis, was zu einem Slapstick-Eigentor aus ziemlicher Distanz führte.

Ohne grosse Fehler in Defensive und Spielaufbau starteten die Malanser ins Mitteldrittel. Ein sehenswerter Treffer in Überzahl bedeutete das 3:0. Dan Hartmann veredelte eine geschwinde Passfolge über die ganze Formation. Läuft heute bei den Alligatoren, so das Gefühl auf der Tribüne. Wiler seinerseits investierte nun in Emotionen und Zielstrebigkeit. Dies zahlte sich für die Berner aus, als Gian Mühlemann nach einem Abspielfehler in der Bündner Verteidigung Torhüter Breu aus der Distanz bezwang. Dieselbe 37. Minute lief, als Verteidigerlegende Tatu Väänänen mit schlauem erstem Pass den Anschlusstreffer durch Gianluca Persici einleitete. Und noch vor der zweiten Pause war der komfortabel ausgebaute Vorsprung der Alligatoren dahin. Topskorer Dudovic belohnte den Effort seines Teams mit dem 3:3 Ausgleich.

Schlussabschnitt, beide Mannschaften forcierten ihre besten Kräfte in zwei Linien. Die Qualität im Spiel steigerte sich im Gleichschritt mit der Spannung. Ein Cup-Fight mit vergebenen Grosschancen, herzhaften Zweikämpfen, gleichmässigen Spielanteilen. Besonders beeindruckte bei beiden Teams die Konsequenz in der Rückwärtsbewegung, die aufopfernde Blockarbeit. So stieg die Spannung sukzessive an, mit expliziten Möglichkeiten zur Entscheidung kurz vor der 60. Minute beiderseits. So auch in der Verlängerung, in der sich Malans nach langer offensiver Druckphase plötzlich in einer unübersichtlichen Situation vor dem eigenen Tor behaupten musste. Das Siegtor von Remo Buchli erarbeitete sich dieser in bekannter Manier: Harte Arbeit an der Bande, Balleroberung in der offensiven Ecke, freier Raum hinters Tor, Bubentrick. Offensichtlich, vorhersehbar, mit Buchlis Energielevel ausgeführt aber unberechenbar und zwingend.

So zwangen die Herrschäftler gegen den ewigen Rivalen aus dem Emmental das Wettkampfglück auf ihre Seite. Sowohl spielerisch, wie auch kämpferisch zeigten sie eine ansprechende Leistung nach der langen Pause. Der Lohn ist der Einzug ins Cup-Halbfinale. Relativierend sollte angefügt werden, dass Wiler-Ersigen deutlich ersatzgeschwächt anreiste und mit insgesamt drei Metalltreffern und diversen Topchancen den Sieg auch nicht gestohlen hätten.

Das sagt Headcoach Pius Caluori zum Spiel: «Ein harterkämpfter Teamsieg dank einer Willensleistung in der Verlängerung. Ich hoffe, wir können die positive Energie mitnehmen und uns nun Schritt für Schritt steigern.»

Am Sonntagabend sind mit den Unihockeytigers Langnau bereits die nächsten Gäste aus dem Emmental zu Besuch. Spielbeginn um 18:00 Uhr in der MZH Lust in Maienfeld.

 

UHC Alligator Malans – SV Wiler-Ersigen 4:3 n.V. (2:0, 1:3, 0:0, 1:0)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 497 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 19. T. Braillard (D. Rohner) 1:0. 20. D. Schmid (Eigentor) 2:0. 28. D. Hartmann (D. Rohner) 3:0. 37. G. Mühlemann 3:1. 37. G. Persici (M. Dudovic) 3:2. 39. M. Dudovic (Y. Wyss) 3:3. 66. R. Buchli 4:3.
Strafen: keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen

Alligator Malans: Breu; Berry, Veltsmid : Camenisch, R. Schubiger; Tromm, Obrecht; Hartmann, Friolet, Buchli; Braillard, Rohner, Schnell; Holenstein, Jäger, Nett.

Ersatz: Hitz; Schmid, Gartmann, V. Schubiger, Capatt, Vetsch.

SV Wiler-Ersigen: Flury; Wyss, Väänänen; Hollenstein, Davet; Tambini, Krebner; Pylsy, Dudovic, Persici; Siegenthaler, Sikora, Louis; Mühlemann, Eser, Döbeli; Wyden; Kramer.

Bestplayer: Gianluca Persici für SV Wiler-Ersigen, Dan Hartmann für Alligator Malans

 

Spielabsagen zum Jahresauftakt

Die beiden Partien vom Wochenende (Cup-1/4-Final gegen den SV Wiler-Ersigen und das Meisterschaftsspiel gegen Floorball Köniz) finden nicht statt. Nach einer Häufung von coronapositiv getesteten Spielern über die Festtage hat der Teamarzt Dr. Ehrler der Mannschaft nach Rücksprache mit dem Kantonsarzt eine Trainings- und Spielquarantäne auferlegt.

Wann die beiden Partien nachgeholt werden, informieren wir baldmöglichst auf unseren Kanälen. Wir danken für euer Verständnis.

Hitz gibt Comeback in der NLA

Martin Hitz spielt bis auf Weiteres wieder in der ersten Mannschaft des UHC Alligator Malans. Es ist für die 38-jährige Torhüterlegende ein überraschendes und gleichzeitig spezielles Engagement, kehrt er doch an seine alte Wirkungsstätte zurück.

von UHC Alligator Malans/Foto: Claudio Schwarz

Spezielle Situationen erfordern spezielle Massnahmen. Seit Corona gilt diese Weisheit wohl mehr denn je.

Gründe für den Transfer seines Bruders zurück in die NLA gibt es für den Sportchef, Thomas Hitz, gleich mehrere. «Einerseits geht es um die Absicherung der ungewissen Corona-Einflüsse und die Kompensation des verletzungsbedingten Ausfalls von Jonas Wittwer. Das strenge Programm bis zu den Playoffs hat bei unseren Überlegungen ebenfalls eine Rolle gespielt. Kurz zusammengefasst: Wir müssen auf der Torhüterposition sicher und für alle Eventualitäten bereit sein in den nächsten Wochen und Monaten», so Hitz zum überraschenden Transfer.

Sein letztes Spiel in der NLA bestritt Martin Hitz beim Superfinal 2017, welchen der SV Wiler-Ersigen auf dramatische Art und Weise im Penaltyschiessen für sich entscheiden konnte. Den Unihockeyhelm hat Hitz danach aber nicht an den Nagel gehängt. Zu gross ist seine Leidenschaft für den Unihockeysport nach wie vor. Seit der Saison 2017/18 hütete Hitz beim mehrfachen Schweizermeister und Cupsieger Blau Gelb Cazis das Tor in der 1. Liga Kleinfeld. Nun kehrt der mehrfache Meister- und Cupsiegertorhüter also vorübergehend zurück auf die grosse Bühne des Unihockeys.

Hitz freut sich auf sein Comeback: „Natürlich war das meinerseits nicht so geplant, aber nachdem mich die Alligatoren um Hilfe gebeten haben, werde ich nun alles versuchen, um dem Team in dieser ausserordentlichen Situation zu helfen.»

Wir freuen uns auf Martins Comeback und wünschen ihm viel Erfolg.

Zwei Punkte unter dem Weihnachtsbaum

Alligator Malans gewinnt das letzte Spiel des Jahres gegen Waldkirch St. Gallen in der Verlängerung. In einer Partie, die erst in der Schlussphase packenden Sport bot, rettete erst Torhüter Sandro Breu mirakulös, bevor Lukas Veltsmid den Siegtreffer erzielte.

von Thomas Rentsch/UHC Alligator Malans

Es waren 52 Minuten gespielt, als Waldkirch den Ausgleichtreffer zum 3:3 erzielte und das Spielgeschehen eine Wendung zum Ästhetischen fand. Beide Teams legten nun Wert auf Ballkontrolle und fanden mit ansehnlichen Spielzügen den Weg vors Tor. Die Spannung war greifbar. Sandro Breu im Malanser Tor krönte seine Leistung mit Big Saves in der 60. Minute. In der Verlängerung erspielten sich die Alligatoren durch Dan Hartmann und Damian Rohner hochkarätige Torchancen. In der Abwehr wurden mit guter Blockarbeit entscheidende Bälle abgefangen. Lukas Veltsmid fasste sich ein Herz aus der Distanz und nutzte eine Lücke in der St. Galler Defensive zum Siegestor.

Die Punkteteilung nach 60 Spielminuten ist gerecht. Im ersten Drittel waren die Alligatoren überlegen und gingen durch Markus Holenstein in der 4. Minute in Führung. Waldkirch hatte Mühe, die Kombinationen der Bündner zu unterbinden und blieb in Ballbesitz ungefährlich. Florian Tromm traf in der 9. Minute aus grosser Distanz zum 0:2. Das flotte Spiel der Herrschäftler erstaunte, waren doch einige gewichtige Ausfälle in der Defensive zu beklagen.

Die Bündner Führung nach 20 Minuten war aber auch dem zahnlosen Spiel der St. Galler zuzuschreiben, wie der zweite Abschnitt zeigen sollte. Dieser ging klar an die Heimmannschaft, es waren die Alligatoren, die sich nun nicht mehr aus der Umklammerung lösen konnten. Chiplunkar und Zahner bezwangen Sandro Breu nach Kontern zum 2:2 Ausgleich. Erinnerung an das schwache Spiel am letzten Wochenende in Thun wurden wach: Es wollte wenig gelingen und die Bündner Bemühungen wirkten fehlerhaft und nicht überzeugend.

Der Coachingstaff um Pius Caluori war nun gefordert. Als Massnahme wurde im Schlussdrittel auf zwei Linien umgestellt, was ein höheres Tempo ermöglichte und die Fehlerquote bei den Auslösungen reduzierte. Sinnbildlich für die kämpferische Steigerung der Alligatoren erzielte Simon Nett nach schneller Passfolge im Sturzflug das spektakulärste Tor des Abends. Anschliessend folgte viel Zufälliges auf beiden Seiten. Remo Buchli vergab in Extremis an Wasas Schlussmann, im Gegenzug traf mit Luca Holenstein ein Bündner in St. Galler Diensten zum 3:3 Ausgleich. Die folgenden Minuten entschädigten das stimmungsvolle Publikum dann aber für die zähe Kost der ersten 50 Minuten. Mit etwas Glück hätte das Spiel vor der Verlängerung auf die eine oder andere Seite kippen können.

Das kurze Intermezzo zwischen WM und Weihnachtspause konnte mit einem Sieg versöhnlich abgeschlossen werden. Für ein gutes Gefühl sorgt neben dem Sieg auch die Tatsache: In St. Gallen konnte im letzten Drittel zugelegt werden.

Am 8. Januar kommt es um 18:00 Uhr in Maienfeld zum Cup-Knaller gegen den SV Wiler-Ersigen. Und am Sonntag, 9. Februar ist der Schweizermeister Floorball Köniz zu Gast: Spielbeginn 19:00 in der LUST Maienfeld. Freuen wir uns auf eine großartige Unihockeyshow zu Jahresbeginn. Bis dahin allen eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch!

 

Waldkirch-St. Gallen – UHC Alligator Malans 3:4 n.V. (0:2, 2:0, 1:1, 0:1)

Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen. 455 Zuschauer. SR Schuler/Sprecher.

Tore: 4. M. Holenstein (M. Jäger) 0:1. 9. F. Tromm (D. Schmid) 0:2. 26. Ra. Chiplunkar (M. Schiess) 1:2. 37. M. Zahner (A. Veteläinen) 2:2. 47. S. Nett 2:3. 51. L. Holenstein (T. Kivioja) 3:3. 67. L. Veltsmid (D. Hartmann) 3:4.
Strafen: keine Strafen. keine Strafen.

Aufstellung Alligator Malans: Breu; Tromm, Holenstein; Berry, Veltsmid; R. Schubiger, Schnell; Schmid, Jäger, Vetsch; D. Hartmann, Nett, Buchli; V. Schubiger, Rohner, M. Hartmann;

Ersatz: Bardill; Krättli, Capatt.

Verletzt: Wittwer, Flütsch, Camenisch, Friolet, Braillard, Gartmann.

Bestplayer: Moser für Waldkirch St. Gallen, Veltsmid für Malans.

Enttäuschender Start nach der WM-Pause

Alligator Malans wird vom UHC Thun mit 7:4 bezwungen. Das Tabellenschlusslicht hält die Alligatoren nach einem effizienten Startdrittel auf Distanz. Eine durchschaubare Spielanlage, eingerostet wirkende Automatismen und technische Mängel liegen der Niederlage zu Grunde.

von Thomas Rentsch/UHC Alligator Malans

Vielleicht waren es die süssen Erinnerungen an einen einfachen, aber emotionalen Kantersieg in der Hinrunde, die einem gelungenen Spielstart für die Bündner im Wege standen. Oder der gebrochene Rhythmus der WM-Pause und einige verletzungsbedingte Absenzen. Könnte man als Ausrede für ein verkorkstes Startdrittel gelten lassen, wenn daraufhin eine Steigerung einsetzen würde. Die 4:1 Führung zur ersten Drittelspause erspielten sich die Berner Oberländer mit stabilen Positionen und raschem Umschaltspiel. Die riskante, aber in der Regel gut kalkulierbare 1-2-2 Aufstellung der Malanser Defensive generierte Überzahlsituationen, die vom Thuner Angriff effizient in Tore umgemünzt wurden. Dagegen verhielten sich die Alligatoren offensiv zu wenig zielstrebig, scheiterten am starken Schlussmann Eckhart.

Das Selbstvertrauen der Berner Oberländer war nach dem Startdrittel gestärkt. Zwei Tore durch Damian Rohner und Remo Buchli noch vor Spielhälfte zum Anschluss (4:3) bedeuteten keine Kehrtwende im Spiel. Viel Bündner Ballbesitz und wenig Gefahr fürs Thuner Tor, keine Lösungen gegen die Thuner Defensive haben – ein Muster, das sich durch den Abend zog. Beim Gastgeber gegenteilig: Topskorer Nicolas Ammann stellte mit zwei präzisen Abschlüssen die Dreitoreführung wieder her.

Mit Fortdauer des Spiels verschwand die Gelassenheit zunehmend, dass die Alligatoren mit einem energischen Zwischenspurt die Wende gegen das Schlusslicht schon noch einleiten werden. Zwar erzielte Damian Rohner in der 50. Minute einen zweiten persönlichen Treffer, dieser hatte aber keinen positiven Einfluss auf das Spielgeschehen. Die Herrschäftler begingen auch in den letzten zehn Minuten zu viele Abspiel- und Stockfehler und konnten deshalb auch im Spiel 6 gegen 5 keine Akzente setzen.

Die Thuner, die in der Hinrunde ohne jede Siegchancen aus Maienfeld abreisten, zeigten an diesem Abend eine bissige, NLA-würdige Partie. Andere Teams gerieten auf dem ungewohnten Parkettbelag zuletzt auch in Rücklage, ausser Sarnen ging in dieser Saison aber noch niemand als Verlierer vom Feld. Die ausgebliebene Steigerung während des Spiels ist enttäuschend. Ein Schuss vor den Malanser Bug, die den vierten Platz dennoch halten können.

Vor Weihnachten steht am kommenden Mittwoch die Auswärtspartie gegen Waldkirch St. Gallen an.

 

UHC Thun – UHC Alligator Malans 7:4 (4:1, 2:2, 1:1)
MUR, Thun. 236 Zuschauer. SR Gasser/Por.
Tore: 7. Y. Bärtschi (N. Ammann) 1:0. 11. Y. Zimmermann (E. Garbely) 2:0. 17. T. Baumann (N. Ammann) 3:0. 18. L. Veltsmid 3:1. 20. N. Ammann (T. Baumann) 4:1. 24. D. Rohner (J. Schnell) 4:2. 28. R. Buchli (K. Berry) 4:3. 31. N. Ammann (R. Graber) 5:3. 34. N. Ammann (J. Rehor) 6:3. 50. D. Rohner (D. Hartmann) 6:4. 54. R. Graber (T. Baumann) 7:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Thun. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Aufstellung Alligator Malans: Breu; Tromm, Obrecht; Berry, Veltsmid; R. Schubiger, Gartmann; Holenstein, Jäger, Capatt; Hartmann, Schmid, Buchli; V. Schubiger, Rohner, Schnell;

Ersatz: Bardill, Krättli, Braillard, Nett, Vetsch.

Verletzt: Wittwer, Flütsch, Camenisch, Friolet.

 

Bestplayer: Nicolas Ammann für Thun, Damian Rohner für Malans.

Tim Braillard nach Verletzungspause wieder zurück im Geschäft

Nach fünf verpassten Pflichtspielen hat Tim Braillard am vergangenen Wochenende just vor der Nationalmannschaftspause gegen Rychenberg Winterthur wieder einen Ernstkampf bestreiten können.

Im Gespräch hat uns der 29-jährige Internationale verraten, was ihn zur Pause gezwungen hat und wie er die letzten Wochen erlebt hat.

„Anfangs sind wir davon ausgegangen, dass ich mir im Training vor dem Spiel gegen Wiler-Ersigen eine Muskelzerrung zugezogen habe. Genauere Untersuchung haben nun gezeigt, dass die muskulären Probleme von der Lendenwirbelsäule, die unter höchster Belastung zunehmend Schmerzen provozierte, ausgelöst worden sind. Ich habe zusammen mit unserem Medicalteam mit einem neuen Setup der Schuhe und mit spezifischen Einlagen versucht, die Ursachen der Problematik anzugehen. Die muskuläre Anpassung an die neuen Belastungsmuster hat seine Zeit gebraucht, weil immer wieder muskuläre Dysbalancen auftraten. Dank intensivem spezifischem Training, Physiotherapie, Osteopathie und Akupunktur sind die Probleme nun aber endlich so weit unter Kontrolle, dass ein sorgfältiger und gezielter Trainingsaufbau im Hinblick auf die WM möglich ist.

Ich bin froh, dass wir einen Weg gefunden haben, das Problem ganzheitlich anzugehen. Das Spiel gegen Rychenberg hat mir gezeigt, dass ich mit dem neuen Setup auch wieder unter Belastung performen kann. Nun gilt es für mich, die verbleibenden Tage bis zum Start der WM gut zu nutzen. Ich freue mich extrem auf die WM!“

Alligator gewinnt wichtiges Heimspiel

In einer lange umkämpften Partie bringt Alligator Malans trotz vieler verletzungsbedingter Ausfälle die drei geforderten Punkte gegen den HC Rychenberg Winterthur ins Trockene.

von Jörg Rutz/Alligator Malans

Nach der 2:4 Niederlage gegen Zug United vom vergangenen Sonntag war vom Team eine Reaktion gefordert worden. Und diese folgte prompt und vehement. Nach einer missglückten Auslösung der Gäste in der zweiten Minute stand Damian Rohner goldrichtig, dieser passte den Ball auf Valentin Schubiger und der konnte zum 1:0 einschiessen. Auch in der Folge agierte die Winterthurer Abwehr unsicher, Remo Buchli und Damian Rohner erzielten in der 6. Minute durch einen Doppelschlag innert weniger Sekunden die Tore zwei und drei. Philipp Krebs, der Trainer von Rychenberg, musste früh reagieren und nahm sein Time-Out. Und seine Worte schienen angekommen zu sein. Sandro Breu stand nun mehr im Mittelpunkt. Beim ersten Gegentreffer war er chancenlos, beim zweiten Tor durch Noah Püntener sah er unglücklich aus. Ein leicht geschossener Ball glitt ihm über die Hände ins Tor. Die Gäste konnten nun das Spielgeschehen ausgleichen und Alligator vermehrt unter Druck setzen.

Im zweiten Drittel änderte sich wenig am Gesamtbild, auf beiden Seiten schlichen sie viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten ein. Alligator bekundete nun ebenfalls Mühe im Spielaufbau und Rychenberg gelang durch einen Konter tatsächlich das 3:3 durch Ryan Neubauer. Erst eine Powerplaymöglichkeit in der 30. Minute brachte Alligator wieder in Führung. Kevin Berry schlenzte den Ball sehenswert unter die Latte. Doch das Geknorze blieb. Sandro Breu musste in den darauffolgenden Minuten mehrmals mit starken Paraden eingreifen. Das 5:3 durch Dan Hartmann entstand aus einem Freistoss. Auch in dieser Situation war der Torhüter der Gäste nicht bereit und diskutierte mit dem Schiedsrichter, Dan Hartmann sah die grosse Lücke und nutzte dies eiskalt aus.

Dan Hartmann war es dann auch, der dem letzten Drittel den Stempel aufdrückte. Mit einem sehenswerten Solo in der 42. Minute gelang ihm das 6:3 und acht Minuten später gar der Hattrick. Rychenberg kämpfte, aber liess zu viele Torchancen ungenutzt. Besser machte es Alligator, das sich letztendlich auf ihre spielerischen Mittel besann und einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg erringen konnte.

 

UHC Alligator Malans vs. HC Rychenberg Winterthur 9:3 (Drittelergebnisse 3:2 / 2:1 / 4:0)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 352 Zuschauer, SR Christian Crivelli / Davide Rampoldi

Tore: 02. V. Schubiger (D. Rohner) 1:0, 6. R. Buchli (J. Friolet) 2:0, 6. D. Rohner (V. Schubiger) 3:0, 12. N. Püntener (K. Oesch) 3:1, 15. N. Püntener (K. Oesch) 3:2, 23. R. Neubauer (D. Foelix) 3:3, 30. K. Berry (C. Camenisch) 4:3, 38. D. Hartmann (K. Berry) 5:3, 42. D. Hartmann 6:3, 51. D. Hartmann (L. Veltsmid) 7:3, 57. D. Hartmann (J. Friolet) 8:3, 58. V. Schubiger (D. Rohner) 9:3

Strafen: UHC Alligator Malans 0x0Min / HC Rychenberg Winterthur 1x2Min

UHC Alligator Malans: Breu, Tromm (C), Camenisch, Friolet, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Capatt, Gartmann, Schmid, Braillard, R. Schubiger, Veltsmid, Holenstein, V. Schubiger, D. Hartmann, Rohner, Krättli, Schmid

Ersatz: Bardill

HC Rychenberg Winterthur: Schüpbach, Aeschimann, N. Conrad, Oesch, Lindgjerdet, Püntener, Eyer, Gutknecht, Ott, Schaub, Kern, Foelix, L. Conrad, Krebs, Keller, Neubauer, Rutz, Kühl

Bemerkungen: Alligator ohne Wittwer, Nett, R. Schubiger, Jäger, Flütsch, (alle verletzt), Schnell, 6. Time Out HCR, 54. HCR ohne Torhüter,

Bester Spieler: Alligator: Dan Hartmann, HCR: Noah Püntener

 

Erneute Niederlage gegen ein abwehrstarkes Zug United

Wie schon beim Saisonstart verlieren die Malanser auswärts erneut gegen ein hartnäckiges Zug United. Trotz spielerischer Vorteile fanden die Alligatoren auch im Rückrundenspiel gegen die Zuger über weite Strecken kein Rezept, ihr Abwehr-Dispositiv zu knacken.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans /Archivbild: Erwin Keller

Die Malanser zeigten bereits in den ersten Spielminuten den starken Willen, dem Gegner ihren «Gameplan» mit ihrem bekanntem Pressing-Spiel aufzuzwingen, was ihnen zu Beginn auch sichtlich gelang. Konzentriert und druckvoll agierten die Alligatoren, wenn im Abschluss auch noch wenig Nennenswertes passierte. Die Zuger wirkten mit ihrer Defensivarbeit in dieser Phase eher etwas unsicher und dennoch gelang es auch ihnen immer wieder, ein ernsthaftes Zeichen vor dem Malanser Gehäuse zu setzen. Bis zur 16. Spielminute aber blieb die Partie über weite Strecken zerfahren und ineffizient. Auszeichnen konnten sich bis zu diesem Zeitpunkt erst die beiden Schlussmänner mit jeweils guten Paraden. Christoph Camenisch, heute nach seiner Verletzungspause wieder genesen zurück im Einsatz, liess dann dank seinem Treffer die mitgereisten Alligatoren-Fans erstmals jubeln. Mit seinem gezogenen und sehenswerten Hocheckschuss brachte er die Bündner verdient in Führung. Dieses Ergebnis blieb bis zum Schluss eines eher ereignisarmen und emotionslosen Startdrittels.

Nach der Pause zeigte das Spiel einen geänderten Charakter. Nach nur einer gespielten Minute im Mittelabschnitt wurde der Ausgleich mit dem Treffer von Severin Nigg bereits Tatsache. Er erbte den Ball, welcher beim Zuspiel von Adrian Furger am Fuss von Lukas Veltsmid unglücklich abprallte und traf in der Folge unhaltbar für Sandro Breu. Es lief die 23. Minute als Dan Hartmann eine hart gepfiffene Strafzeit entgegennehmen musste. Es winkte die Chance zur erstmaligen Zuger Führung, doch es kam anders. Dem pfeilschnellen Joel Friolet gelang es, aus einer Zuger Unkonzentriertheit im Powerplay, mit einem herrlichen Sololauf und zwei gekonnten Dribblings, Torhüter Petter Nilsson zum Shorthander zu bezwingen. Praktisch mit Ablauf dieser Strafzeit wurde Remo Buchli von Alexander Hallén unsanft über die Bande gestossen, was eine 2 plus 2 Minuten-Strafzeit zur Folge hatte. Zu umständlich nutzten die Alligatoren die daraus ergebene 4-minütige nummerische Überlegenheit. Das Spiel wirkte nun zunehmend um einiges härter und die Platzherren fanden immer besser ins Spiel. Die Ernte der Zuger Bemühungen folgte postwendend. Mit Toren von Alexander Larsson (31.) und Nigg’s zweitem Streich (34.), gingen die Zuger gar erstmals in Führung. Dieser Treffer, wenn zu diesem Zeitpunkt eher entgegen dem bisherigen Spielverlauf, schüchterte auch die Alligatoren ein und das Spielgeschehen glich sich zunehmend aus. Praktisch mit dem Sirenenton zur zweiten Pause verschuldete Kevin Berry wegen einem etwas unmotivierten und überharten Körpereinsatz das nächste Unterzahlspiel der Malanser.

Berry musste nach Wiederbeginn des dritten Drittels nur gerade 30 Sekunden mit der Strafbank Vorlieb nehmen, als Söldner Hallén die Innerschweizer bereits mit zwei Längen in Front bringen konnte. Es folgten weitere physische, mehrheitlich auch hart und emotionsreich gespielte Minuten im Schlussabschnitt, welche letzten Endes mit Strafzeiten gegen Camenisch (46.) und Adrian Uhr (50.) endeten. Die ermöglichten Überzahlsituationen verblieben jedoch beiderseitig torlos. Die Alligatoren hatten es versäumt, ihre zu Beginn gezeigte Überlegenheit, weiterhin fortzusetzen. Die Zuger standen aber auch in ihrer Defensivzone äusserst kompakt und unterbanden die gefürchteten Querpässe durch den Slot allemal. Auch die Umstellung auf zwei Linien brachte nur einen leicht erhöhten Druck aufs Zuger Tor, doch gute Abschlusspositionen der Malanser wurden durch die Zuger Abwehrkräfte allesamt zur Nichte gemacht. Beide Coaches bezogen noch ihre Timeouts, wobei Headcoach Pius Caluori sogar das Risiko auf sich genommen hatte, Torhüter Breu schon in der 56. Spielminute zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld zu nehmen. Am Score indes aber änderte sich nichts mehr. Die Zuger gewinnen dieses Rückrundenspiel mit 4:2 und können in der Tabelle zu den Spitzenteams aufschliessen. Die Alligatoren haben es verpasst, ihre zahlreichen Chancen in diesem Spiel in Zählbares zu verwandeln. Die Zuger bleiben somit wie schon im Hinspiel der erwartet unbequeme und schwer bezwingbare Gegner der Malanser.

Kommenden Samstag empfangen die Alligatoren mit dem HC Rychenberg Winterthur bereits einen nächsten unberechenbaren Gegner in Maienfeld (Sa. 20.11.2021 – 19.00 Uhr). Es wird dies das letzte Meisterschaftsspiel vor der WM-Pause sein und insofern dürften dann auch alle WM-Fahrer in den Reihen der Malanser wieder in einen Ernstkampf zurückkehren.

Das sagt Cheftrainer Pius Caluori zum Spiel: «Zug hat sehr solidarisch verteidigt. Wir machten ihnen 2-3 Geschenke zu viel. Dennoch hätten wir das Spiel mit mehr Abschlussqualität gewinnen können. In diesem Punkt waren wir jedoch ungenügend.»

 

Zug United – UHC Alligator Malans 4:2 (0:1, 3:1, 1:0)
NLA Qualifikation – Spiel 11, Stadthalle Zug (Herti) Zug, 346 Zuschauer.
SR Cyrille Schädler | Steven Preisig

Tore: 16. Camenisch 0:1;  22. Nigg (A. Furger) 1:1; 25. Friolet (in Unterzahl bei Ausschluss D. Hartmann) 1:2; 31. Larsson (Hallén) 2:2; 34. Nigg (T. Flütsch) 3:2; 41. Hallén (Andersson bei Ausschluss Berry) 4:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Malans

Zug: Nilsson; Mock, Uhr; T. Flütsch, Staub; Schelbert, Menon; Larsson, Andersson, Hallén; Nigg, Furger, Bäcklin; A. Flütsch, Schmidiger, Maurer;
Ersatz: Knüsel, Egli, Hess, Schälin.
Malans: Breu; Tromm, Obrecht; Berry, Veltsmid; Camenisch; R. Schubiger; Holenstein, Nett, Vetsch; D. Hartmann, Friolet, Buchli; V. Schubiger, Rohner, Capatt;
Ersatz: Krättli, Schmid, Gartmann, M. Hartmann, Störi, Bardill.

Bemerkungen: Zug ohne Bachmann, Laely, Odermatt und Stocker (alle verletzt)
Malans ohne Braillard, Witter, Jäger, Flütsch (alle verletzt) Schnell (krank); 54. Timeout Zug; 57. Timeout Malans; Malans ab 56.ohne Torhüter;
Beste Spieler: Tim Mock für Zug, Markus Holenstein für Malans

Malans mit verdientem Stängeli gegen Uster

Nach einem klaren 10:4 Stängeli-Sieg gegen den UHC Uster holen die Malanser sechs Punkte aus diesem Wochenende.

von Heinz Grass, UHC Alligator Malans / Archivbild: Erwin Keller

Die Alligatoren starteten äusserst konzentriert und mit einem hohen Tempo in dieses Spiel. Dies im Wissen, dass erneut auf einige Leistungsträger aus Verletzungsgründen verzichtet werden musste. Nach nur drei Spielminuten lagen die Bündner bereits mit zwei Längen voraus. Joel Friolet und David Schmid waren die umjubelten Torschützen. Die Ustermer hatten dem Geschehenen nur wenig entgegenzubieten und mussten sich vorerst mit reinen Abwehraufgaben beschäftigen. Trotzdem kamen auch die Gäste nach neun Spielminuten zu einem Freischlag. Micha Zürcher konnte die passgenaue Hereingabe durch Ramon Zimmermann aus der Ecke mit dem Anschlusstreffer belohnen. Es lief die 10. Spielminute als die Schiedsrichter gegen Nino Vetsch ein Stossen im Schutzraum ahndeten und ihn kurzerhand auf die Strafbank schickten. Dem Beschuldigten passte dies aber nicht wirklich und daraus resultierte folgerichtig eine weitere und zusätzlich längere persönliche Strafzeit gegen ihn, sodass die Alligatoren letzten Endes gar für vier Minuten in Unterzahl amten mussten. Am sehr guten Boxplay-Spiel der Malanser konnten die Ustermer jedoch beinahe verzweifeln. Immer wieder konnten aus der Box gefährliche Konterangriffe aufs Ustermer Tor lanciert werden. Nico Obrecht krönte einen dieser Konter bei numerischer Unterlegenheit in der 13. Minute tatsächlich zur 3:1 Führung. Dieses Ergebnis lautete sogleich auch bei Drittelsende.

Auch im Mittelabschnitt waren die Alligatoren die mehrheitlich spielbestimmende Mannschaft. Uster schien technisch und physisch mit dem Malanser Spieldiktat leicht überfordert zu sein. Nur selten gelang auch ihnen ein gefährlicher Torabschluss, doch mit Sandro Breu im Malanser Tor hiess es dann aber schnell Endstation. Bis zur Spielhälfte verstrich die Zeit ohne grosse und nennenswerte Aktionen auf beiden Seiten. Auch wenn die Malanser immer einen Schritt schneller am Ball waren, wirkte das Spiel zunehmend etwas zerfahren. Erst nach 35 Spielminuten durften die Alligatoren-Fans und Spieler wieder über einen Torerfolg jubeln. Gian-Marco Capatt, seit der 13. Minute an der Position von Vetsch eingesetzt, traf zur verdienten 4:1 Führung für Malans und kurz vor der zweiten Sirene erhöhte Dan Hartmann das Score mit seinem Treffer erneut.

Auch das dritte Drittel verlief zu Beginn ähnlich wie die beiden vorangegangen. Erst ab der 47. Spielminute durften sich die Spielsekretäre über mangelnde Arbeit nicht mehr beklagen. Innert fünf Minuten schlug es auf beiden Seiten gleich je dreimal ein. Auf Malanser Seite zweimal durch Mike Jäger und dem Topscorer Remo Buchli, sowie auf Seite der Gäste zweimal durch Daniels Janis Anis und durch Claudio Schmid. Spielen und spielen lassen, so schien es zumindest für die Zuschauer, doch die Alligatoren konnten jedoch immer wieder mit Torerfolgen vorlegen, sodass keine unnötige Nervosität entstand. Das Spiel war längst zu Gunsten der Malanser entschieden, doch das Heimteam setzte noch einmal nach und schoss durch Tore von Dan Hartmann und Damian Rohner das Stängeli zum 10:4 Endresultat voll.

Mit sechs Punkten aus diesem Wochenende festigen die Malanser ihre derzeit gute Tabellenlage. Kommenden Sonntag, 14. November geht die Reise nach Zug. Das Spiel gegen Zug United in der Zuger Stadthalle (Herti) beginnt 16.00 Uhr.

UHC Alligator Malans – UHC Uster 10:4 (3:1, 2:0, 5:3)
NLA Qualifikation – Spiel 10, MZH Lust Maienfeld, 237 Zuschauer.
SR Simon Brechbühler | Benjamin Ambühl

Tore: 1. Friolet (Buchli) 1:0. 4. Schmid (Tromm) 2:0. 9. Zürcher (Zimmermann) 2:1. 13. Obrecht (Nett) 3:1. 34. Capatt (Rohner) 4:1. 40. Hartmann (Buchli) 5:1. 47. Anis (Klauenbösch) 5:2. 50. Buchli (Rohner) 6:2. 50. Jäger (Tromm) 7:2. 51. Anis (Kulmala) 7:3. 52. Jäger (Nett) 8:3. 52. Schmid (Arnet) 8:4. 57. Hartmann (Buchli) 9:4. 58. Rohner (Capatt) 10:4.
Strafen: 3mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten (Vetsch) gegen Malans, 1mal 2 Minuten gegen Uster

Malans: Breu; Obrecht, Tromm; Berry, Veltsmid; R. Schubiger, Holenstein; Schmid, Jäger, Nett; D. Hartmann, Friolet, Buchli; V. Schubiger, Rohner, Vetsch (ab 13. Capatt);
Ersatz: Krättli, Gartmann, M. Hartmann, Störi, Bardill.
Uster
: Brütsch; Hurni, Ledergerber; Bolliger, Schmucki; Pfister, Klöti; Prazan, Schmid, Karlsson; Klauenbösch, Kulmala, Arnet; Zürcher, Zimmermann, Arnet.
Ersatz: Homberger, Thalmann, Doza, Helbling, Anis, Schaffer.

Bemerkungen: Malans ohne Wittwer, Braillard, Camenisch, Flütsch (alle verletzt). Schnell (krank); Uster ohne Deola (Militär), Sutter (verletzt); 3. Pfostenschuss Nett;

Beste Spieler: Dan Hartmann für Malans, Daniels Janis Anis für Uster

 

 

1 2 3 60