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Vor einigen Wochen gab Rasmus Enström bekannt, dass er am Ende der Saison seinen Unihockeyschläger an den Nagel hängen wird. Damit geht die beeindruckende Karriere eines der erfolgreichsten Unihockeyspielers aller Zeiten zu Ende. Im Gespräch mit ihm haben wir unter anderem über die Gründe für seinen Rücktritt gesprochen.

von Jürg Steger

Rasmus Enström, deine Zeit als aktiver Spieler neigt sich dem Ende zu. Welche Gefühle löst der Gedanke daran bei dir aktuell aus?
Im Moment spiele ich einfach nur und konzentriere mich voll darauf. Vielleicht wird es nach dem letzten Spiel emotional.

Was waren die Gründe, die dich dazu bewogen haben, deine Karriere zu beenden?
Es ist Zeit, das ist mein Gefühl. Mein Körper ist nicht mehr jung und es fühlt sich jetzt richtig an, etwas Anderes im Leben zu tun.

Was wirst du am meisten vermissen und worauf freust du dich am meisten?
Die Umkleidekabinen-Gespräche und Teamkollegen werde ich natürlich vermissen – und den Sport und die Spiele. Nicht vermissen werde ich die Trainings am Montag nach einem strengen Wochenende. 🙂

Gibt es für dich so etwas wie einen Karrierehöhepunkt?
Ich hatte das Glück, in meiner Karriere viele Trophäen zu gewinnen. Aber die erste ist etwas ganz Besonderes. Ich bin glücklich und stolz auf alle Weltmeistertitel, die ich gewonnen habe, und auf die schwedische SM-Goldmedaille. Wenn ich zurückdenke, ist vielleicht das Finalspiel im Scandinavium an der Heim-WM 2014 gegen Finnland ein Karrierehighlight. Und der Sieg in der Verlängerung mit Falun gegen Storvreta zählt sicher auch zu den schönsten Erinnerungen.

Neben deiner Rolle als Spieler in der ersten Mannschaft bist du in dieser Saison auch Assistenztrainer der U21 tätig gewesen. Sehen wir dich künftig als Unihockeytrainer?
Nicht direkt, wenn ich nach Hause komme. Aber es macht auf jeden Fall viel Spass, Trainer zu sein, und man weiss ja nie, was die Zukunft bringt.

Jetzt stehen die Playouts vor der Tür. Was sind deine Ziele für diese wichtigen Spiele?
Wir müssen jetzt unser bestes Unihockey der Saison spielen. Die Saison war hart, wir haben ziemlich gut gespielt, aber trotzdem oft verloren. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir als Team spielen können. Das Ziel ist es, drei Spiele in der Halbfinalserie gegen Chur zu gewinnen.

Zum Schluss noch ein Satz zum Vervollständigen: Die zwei Jahre bei Alligator Malans waren für mich…
Es war mir eine Ehre, hier zu spielen und Teil dieses grossartigen Vereins zu sein. Ich nehme viele tolle Erinnerungen mit und habe Freunde fürs Leben gefunden!