Lucky Punch in Zürich

Alligator Malans bezwingt GC Unihockey im Schlüsselspiel auswärts mit 4:5 n.P. In der aufreibenden Partie legten die Alligatoren zweimal vor, bevor jeweils GC mit dominantem Spiel reagieren konnte. Trotz bangen Momenten blieb die Alligatorendefensive stabil, zusammen mit einer hervorragenden Effizienz im Abschluss machte sie den Unterschied zu Bündner Gunsten.

von Thomas Rentsch / UHC Alligator Malans (Foto: Tobias Wagen)

In Extremis retteten sich die mehrheitlich feldunterlegenen Alligatoren in die Verlängerung. Torhüter Oscar Agnarsson entschärfte zwei GC-Topchancen in den letzten regulären Spielminuten mirakulös und hielt so die Partie für die Schlusssekunden offen. In mühseliger Arbeit gelang 40 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit endlich eine Balleroberung: Remo Buchli passte zu Kevin Berry, der aus grosser Distanz die Verlängerung klar machte. Diese verlief ausgeglichen, chancenarm und mündete im Penaltyschiessen, wo Mathias Störi, Kevin Berry und Dan Hartmann die Nerven behielten und Torhüter Agnarsson mit starkem Positionsspiel den Sieg sicherstellte.

Gemessen am spielerischen Aufwand war der Sieg der Alligatoren gestohlen – nicht aber was Disziplin und Aufopferung betrifft, wo die Vorteile bei Malans lagen. Tore zur rechten Zeit bei Spielbeginn (Mathias Störi in der 2. Minute) und nach der ersten Pause (Dan Hartmann in der 23., Jamie Britt in der 25. Minute) zwangen GC zur Aufholjagd. Diese gelang ihnen mit druckvollem Spiel, dominantem Ballbesitz, die Alligatoren gerieten mehrmals minutenlang ins Schwimmen. Gute Malanser Blockarbeit, aber auch Engpässe in der Abschlussqualität des Heimteams (erstaunlich viele Fehlschüsse) hielten die Gäste vor allem im Schlussdrittel im Spiel.

Spielglück und Momentum liegen in dieser Serie auf Malanser Seite, GC fand bisher keine Lösungen gegen die Taktik von Akseli Ahtiainen. Das samstägliche Break sollte den Rückenwind der Alligatoren nochmals verstärken, zumal aller Druck auf Seiten von GC Unihockey liegt. Aber Sieg Nummer vier ist bekanntlich der schwierigste und es ist davon auszugehen, dass Spiel sechs am Sonntagabend wiederum eine enge Kiste wird.

 

Grasshopper Club Zürich – UHC Alligator Malans 4:5 n.P. (1:1, 2:2, 1:1, 0:0)
Sporthalle Hardau, Zürich. 545 Zuschauer. SR Colacicco/Roth.

Tore: 2. M. Störi (J. Britt) 0:1. 14. P. Riedi (C. Meier) 1:1. 23. D. Hartmann (K. Berry) 1:2. 25. J. Britt (M. Störi) 1:3. 31. T. Heller (C. Meier) 2:3. 37. C. Laely (S. Laubscher) 3:3. 54. J. Rüegger (C. Laely) 4:3. 60. K. Berry (R. Buchli) 4:4.

Penaltyschiessen: R. Buchli verschiesst. C. Meier trifft 1:0. M. Störi trifft 1:1. J. Rüegger verschiesst. K. Berry trifft 1:2. P. Riedi verschiesst. D. Hartmann trifft 1:3. N. Seiler trifft 2:3. T. Braillard verschiesst. F. Göldi verschiesst.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

GC: M. Haenle; Hasenböhler, Bier; Volkart, Heller; Alliata, Göldi; Laubscher, Laely, Rüegger; Riedi, Meier, Steiger; E. Seiler, Wenk, N. Seiler.
Ersatz: Wangenheim; F. Haenle, Dürler, Stäubli, Spinas, Strässle.

Alligator Malans: Agnarsson; Camenisch, Tromm; Berry, Störi; R. Schubiger, Obrecht; Friolet, Jäger, H. Braillard; D. Hartmann, Britt, Buchli; Flütsch, V. Schubiger, Walser.
Ersatz: Breu, Bardill; T. Braillard, Rohner, Holenstein, Kälin.
Verletzt: Veltsmid, Schmid, M. Hartmann, Ujhelyi, Capatt, Schnell.

Bestplayer: Alliata für GC, Störi für Alligator Malans

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