Die Viertelfinal-Serie zwischen Chur Unihockey und Alligator Malans ist mit einem Unihockey-Fest zu Ende gegangen. Malans gewinnt auch die vierte Partie gegen Chur.
2800 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten am Samstagabend für eine Gänsehaut-Atmosphäre bei Spielern von Chur Unihockey und Alligator Malans. Vom ungewohnten Lärmpegel liessen sich aber zumindest die Alligatoren nicht wirklich beeinflussen. Mit dem Selbstverständnis einer 3:0-Führung in der Serie im Rücken legten die Malanser von Beginn eine sehr ruhige und abgeklärte Spielanlage an den Tag und hatten erneut übers ganze Spiel mehr Ballbesitz. Chur beschränkte sich lange Zeit wie in der restlichen Serie mehrheitlich aufs Kontern.
Dies führte für die Churer aber wieder nicht zum Erfolg: Nach 40 Minuten führten die Malanser mit 4:1. Die Alligatoren kombinierten sich immer wieder sehr stilsicher durch die Abwehr der Hauptstädter. Ein Musterbeispiel dafür war das 4:1. Drei Direktpässe führten in der 38. Minute dazu, dass Daniel Karlander vor dem Churer Kasten nur noch einschieben musste und dies auch souverän tat. Es war der zweite Treffer des Schweden an diesem Abend. Zuvor hatte er bereits zum zwischenzeitlichen 3:0 nach 22 Minuten getroffen. Erwähnenswert war dabei die Entstehung. Jo Dennis Bärtschi spielte Karlander im Slot mustergültig an. Karlander wurde zwar eng von Sandro Cavelti gedeckt, kam aber trotzdem zu einem Abschluss. Bei diesem Abschluss brach zwar sein Stock, der Ball lag aber trotzdem hinter Chur-Torhüter David Rytych. Bereits zu diesem Zeitpunkt schien Chur mit einem Bein in den Sommerferien. Dies auch, weil man anders als in der Qualifikation, die sich bietenden Konterchancen zu wenig ausnutzte. Sinnbildlich dafür war eine Szene in der 26. Minute. Manuel Rieder kam mutterseelenalleine vor Malans-Torhüter Jonas Wittwer zu einer Torchance, scheiterte aber am Schlussmann der Herrschäftler.
Und so durften die Zuschauer im Thomas-Domenig-Stadion gespannt sein, ob im Schlussdrittel doch noch ein letztes Aufbäumen der Churer folgen wird. Schliesslich stand nicht weniger als das Saisonende von Chur im Raum. Und tatsächlich: Das Churer Aufbäumen kam. Die Churer riskierten im Schlussabschnitt mehr und kamen nun auch zu mehr Torchancen. Trotzdem schien es nie so, als würde den Alligatoren das Spiel entgleiten. Dies auch, weil die Churer weiterhin hochkarätige Chancen ungenutzt liessen. So beispielsweise in der 49. Minute, als Sandro Cavelti am praktisch leeren Tor vorbeischoss. Und so nützte schliesslich auch der Anschlusstreffer von Marcel Stucki nichts mehr.
Chur verliert somit die Serie mit einem Resultat, welches vor Start der Playoffs wohl die wenigsten getippt hätten. Mit 4:0 schiessen die Malanser den Verein aus der Kantonshauptstadt in die Ferien. Und so konnten sich die Spieler zumindest direkt nach dem Spiel verständlicherweise auch nur mässig über das tolle Unihockey-Fest freuen, dass ihr Verein auf die Beine gestellt hatte.
Für die Alligatoren geht es je nach Ausgang der anderen Serien am nächsten oder auch erst am übernächsten Wochenende weiter. Wahrscheinlicher Gegner im Halbfinale ist GC Zürich.
Das sagt Cheftrainer Oscar Lundin: Unsere Fans waren heute der beste Spieler von Alligator Malans. Sie haben uns sehr geholfen. Es ist stark von den Jungs, die Serie mit 4-0 zu gewinnen. Jetzt können wir uns auf den nächsten Schritt konzentrieren.