Starkes Wiler Kollektiv besiegt zahme Alligatoren

Durch den SVWE werden die Malanser dieses Wochenende schon das zweite Mal von einem Berner Team bezwungen. Dieses Mal war es eine klare Angelegenheit. Die Punkte schienen heute Abend in weiter Ferne.

von Julian Fraiss / UHC Alligator Malans

Für einen dürfte das Duell heute eine ganz besondere Angelegenheit gewesen sein: Matthias Störi, einst ein Alligator durch und durch, wurde nun das erste Mal seit seinem Abgang in diesem Sommer zum Tanz mit seiner alten Jugendliebe gebeten. Lange ließ der Fideriser Abwehrhüne nicht auf sich warten. Nach nur wenigen Minuten marschierte er mit großen Schritten Richtung Daniel Münger und markierte das 1:0 mit einem platzierten Schuss in die weite Ecke. Was für ein Wiedersehen! Die Alligatoren fanden auch nach diesem Gegentreffer noch nicht richtig ins Spiel und wurden über weite Teile regelrecht eingeschnürt. Zwar überstanden die Herrschäftler eine Unterzahlsituation nach einem Stockvergehen von Klesse, mussten danach aber noch zwei weitere Gegentreffer vor der ersten Drittelspause hinnehmen, während sie eine Überzahlsituation ihrerseits ungenutzt verstreichen ließen.

Kaum war das Mitteldrittel eröffnet worden, schien es für die Alligatoren bereits knüppeldick zu kommen. Yannis Wyss erhöhte das Skore in der 23. Minute bereits auf 4:0 und die Hausherren liessen auch danach nicht locker. Aus dem Emmentaler Klammergriff konnten sich die Malanser erst lösen, als Jan Bürki für zwei Minuten auf die Strafbank wanderte. Rasmus Enström nutzte nach einem druckvollen Powerplay die numerische Überzahl aus und verkürzte auf Pass von Jamie Britt. In der 35. Minute bot sich dann den Alligatoren erneut die Möglichkeit mit einem Mann mehr zu agieren. Erneut erspielten sich die Gäste einige hervorragende Möglichkeiten. Hinter sich greifen musste Yannik Flury jedoch erst nach Ablauf der Strafe, als Damian Rohner nach einem Fehler im Aufbau profitieren konnte. Der alte Vorsprung wurde aber schnell wieder hergestellt.

Mit nur zwei Linien versuchten die Alligatoren nun sich aus der Bredouille zu hieven. Mit diesem Rezept gelang es den Bündnern, nun deutlich mehr Druck zu erzeugen als zuvor. Etwas Zählbares schaute aber bis zum Schluss nicht heraus. Persici und Louis sowie Thöni ins leere Tor nahmen den Mannen von Thomas Berger dann den Wind ganz aus den Segeln. Auch das 9:2 von Bürki in Überzahl war bloss noch Resultatkosmetik. Ein gebrauchter Abend.

Nun steht erst einmal die Nati-Pause an, bevor man am 27. Oktober in der heimischen Halle Lust die Grasshoppers aus Zürich empfängt. Gegen den Tabellen-Zweitletzten soll nach den beiden Niederlagen dieses Wochenende wieder ein Sieg her.

 

SV Wiler-Ersigen – UHC Alligator Malans 9:2 (3:0, 2:2, 4:0)
Sporthalle Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil. 443 Zuschauer. SR Schuler/Sprecher.

Tore: 6. M. Störi (A. Hollenstein) 1:0. 16. M. Vogt (N. Siegenthaler) 2:0. 20. J. Bürki (M. Louis) 3:0. 24. Y. Wyss (S. Laubscher) 4:0. 28. R. Enström (J. Britt) 4:1. 37. D. Rohner 4:2. 38. M. Vogt (N. Siegenthaler) 5:2. 55. G. Persici (S. Laubscher) 6:2. 57. M. Louis (J. Bürki) 7:2. 57. G. Thöni (M. Vogt) 8:2. 60. J. Bürki (A. Hollenstein) 9:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

SV Wiler-Ersigen: Flury; Wyss, Bürki, Laubscher, Persici, Louis; Tambini, Sikora, N. Siegenthaler, Vogt, Thöni; Hollenstein, Störi, J. Siegenthaler, Eser, Martinjas
Ersatz: Hirschi, Weibel, Buri, Schmied, Zaugg, Fiechter

Alligator Malans: Münger; Enström, Mikaelsson, D. Hartmann, Britt, Gattnar; Klesse, Volkart, Sindelar, Schnell, Buchli; Capatt, R. Schubiger, V. Schubiger, Rohner, Jäger
Ersatz: Müller, Möckli, Marugg, M. Hartmann, Obrecht
Verletzt: Kälin

Bestplayer: Jan Bürki für Wiler-Ersigen, Rasmus Enström für Malans

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